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Cronheim - ein Etappenziel der Staufer?

von Markus Schäfer, Cartago 2. September 2018

 

Es war die eigentlich unlogische Anordnung und die Bauform der drei historischen Gebäude, Kirche, Schloss und Wirtschaftshof in Cronheim, was mich dazu bewogen hat nach einer Erklärung zu suchen warum man zur vermeindlichen Bauzeit im 12. Jahrhundert zwei Türme (Kirchturm und Wohnturm) nur einen Steinwurf entfernt voneinander baute ohne diese in ein gemeinsames Verteidigungskonzept mit einzubeziehen. Auch die Bauform des Wirtschaftshofes, mit dem herrschaftlichen Kamin, eigener Bewehrung, überdimensioniertem Wohnteil und unterdimensioniertem Wirtschaftsteil passt eigentlich nicht in die Rolle die man ihm offiziell gibt. Es muss einen Grund gehabt haben warum die Gebäude so gebaut wurden wie sie sind. Eine mögliche Erklärung möchte ich ich in diesem Artikel liefern.

 

Die Erstnennung Cronheims geht um das Jahr 1140 zurück. Es war die Zeit als Konrad von Staufen als Erster dieses bedeutsamen Geschlechts den deutschen Königsthron bestieg. Sein Vater, Herzog Friedrich von Schwaben, hatte die Stammburg der Staufer bei Göppingen errichtet von wo aus er und seine Söhne das staufische Machtimperium ausbauten. In der Reichsburg in Nürnberg lag einer der Schlüssel zu ihrem Erfolg, weshalb sie diese exakt um die Zeit der Erstnennung Cronheims zu einer Königspfalz ausbauten. Besteht darin eventuell ein Zusammenhang? Welche Reisewege benutzten die Staufer um von ihrer Stammburg bei Göppingen zu ihrer Pfalz in Nürnberg zu gelangen? Und wo lagen ihre Quartierplätze?Um diese Frage zu beantworten müssen wir etwas weiter ausholen.

 

Die Vorgeschichte

Ab etwa 900 gab es Versuche das alte Herzogtum Schwaben wieder zu errichten, welches nach dem Aufstand alemannischer Fürsten, beim so genannten Blutgericht von Cannstatt 746, faktisch von den fränkischen Herrschern aufgelöst worden war. Dem rätischen Markgrafen Burchard II. gelang es Schwaben wieder als ein Herzogtum zu etablieren. Durch Heirat band er 922 seinen ehemaligen Widersacher Rudolf II. von Burgund an sich und festigte somit das wiederbelebte Herzogtum. Mit dem Tod Burchards II. im Jahr 926 entbrannte ein Kampf um das Herzogtum Schwaben welchen der sächsische Herzog und ostfränkische König, der Liudolfinger Kaiser Heinrich I., für sich nutzte und seinen Vetter Hermann mit Regelinda der Witwe Burchards vermählte. Somit verschaffte er sich einen Anspruch auf das Herzogtum Schwaben. Diese Aktion gilt im Allgemeinen als einer der Auslöser des so genannten Investitur Streit welcher das gesamte Land spaltete und den Höhepunkt darin fand, dass es 1077 erstmals in der deutschen Geschichte gleichzeitig zwei Könige in Deutschland gab - Heinrich IV. aus der Adelsfamilie der Salier und den Burgunder Rudolf von Rheinfelden, die darüber hinaus noch miteinander verwandt waren.

 

Zankapfel Herzogtum Schwaben

Die Herrschaft der Liudolfinger, deren Thronfolger nach Kaiser Otto I., dem Sohn Heinrichs I., in der Geschichte als „Ottonen“ bezeichnet werden, endete mit dem kinderlosen Kaiser Heinrich II. (973 – 1024). Er führte eine überaus großzügige Kirchenpolitik und vermachte als Stifter seines Hausklosters und neu geschaffenen Bistum Bamberg diesem Güter und Rechte die ursprünglich zu den Bistümern Würzburg und Eichstätt gehörten. Diese entschädigte er dafür vorwiegend mit schwäbischen und ostfränkischen Reichsgütern und Privilegien. Mit den großzügigen Schenkungen von Reichsgütern an den Klerus verschob Kaiser Heinrich das bisherige Machtgefüge zwischen Adel und Kirche. Besonders in den Herzogtümern Schwaben und Ostfranken, wozu die heutige Region Mittelfranken damals zählte. Dies hatte schwere Folgen die sich darin entluden, dass sich beide Seiten erbittert bekämpften um gemachte Schenkungen rückgänig zu machen respektive diese zu behalten. Ein Beispiel solch einer Schenkung ist jene des im Ries gelegenen Ortes „Tekingen“ (Mönchsdegging bei Harburg) „in der Grafschaft Sigharts“ wie laut Schenkungsurkunde vom 1. November 1007 beurkundet ist.[1] Der in dieser Urkunde genannte Sighart wird noch einmal indirekt in einer weiteren Schenkung Heinrichs an das Bistum Bamberg genannt, als er die Abtei des heiligen Martins im Ries „in der Grafschaft Sighards zu Teggingen“ vermachte. Möglicherweise zählt dieser Sighard zu Teggingen zu den Stammvätern des später genannten Gaugrafen Friedrich im Ries. Im 11. Jahrhundert entfalteten sich im Herzogtum Schwaben gräfliche Dynasten, wie die Zähringer, die Habsburger, die Welfen und die aus dem Nördlinger Ries stammenden Staufer, die nach dem Herzogentitel Schwabens strebten. 

 

Eine Urkunde vom 17. Mai 1053, worin Kaiser Heinrich III. Eichstätt Besitzungen zukommen lässt, beschreibt ein Gebiet welches teilweise zum Ries- und zum Sualafeldgau gehörte. Diese Urkunde ist aus mehrerlei HInsicht interessant für unsere Forschung. Sie gibt nicht nur Auskunft über Gebiete in den beiden Gauen sondern auch über deren Herrscher. Der darin beschriebene Rundgang zeigt wo sich diese Besitzungen befanden.[2]  Der Rundgang beginnt in Wechingen Richtung Norden über Belzheim, Seglohe, Frankenhofen, von dort Richtung Osten nach Irsingen, etwa bis Reichenbach, danach weiter Richtung Nordosten nach Röckingen bis Lentersheim. Von Lentersheim aus nach Osten über Unterschwaningen Richtung Südosten nach Obermögersheim. Von dort weiter Richtung Osten nach Gnotzheim und von dann nach Südwesten zurück an die Wörnitz. Interessant dabei ist eine Bemerkung die nach Irsingen eine Furt über die Wörnitz nach Röckingen beschreibt und damit einen Hinweis für eine damals gebräuchliche Reiseroute liefert. Weiter interessant ist eine Bemerkung zu diesem Punkt. Es wird darin erwähnt, dass sich diese Stelle dort befindet „…wo sich beide Provinzen scheiden, Schwaben und Franken“. Es beschreibt also die Landesgrenze zwischen den beiden Herzogtümern Schwaben und Ostfranken! In anderen Worten - die Wörnitz bildete im nördlichen Teil der Provinz die Landesgrenzte. Droysen hat in seinem historischen Handatlas versucht die Gaugrenzen zu rekonstruieren.[3] Seine Gaukarte habe ich nun über eine moderne Karte gelegt um die Punkte besser vergleichen zu können mit folgendem Ergebnis: Die heutige Autobahn A6 markiert ziemlich genau die von Droysen vermutete Nordgrenze des Riesgaus. Die Ostgrenze des Riesgaus im nördlichen Teil vermutete er entlang des Sulzbach. Nach dem Zusammenfluss des Sulzbachs und der Wörnitz bei Wittelshofen übernimmt die Wörnitz die Rolle des Grenzflusses. Im Süden des Riesgaus, etwa in Höhe von Harburg, verlief die Grenze weiter östlich der Wörnitz. Wo sie etwa in Höhe von Mündling treppenförmig absteigt vorbei an Gunzenheim um unterhalb von Kaisheim bus Zirgesheim hin zur Donaut. Diese Linie liegt weit östlicher als die heutige Landesgrenze zwischen Baden Württemberg und Bayern. Nun kommt noch ein Satz in dieser Urkunde Kaiser Heinrichs vor was aufhorchen lässt: „…alles in der Grafschaft Friedrichs im Ries und Chunos des Grafen im Sualafeld…[4] Die Wörnitz bei Röckingen bildete also dort sowohl die Grafschaftsgrenze des Ries- und Sualafeldgaus als auch die Grenze der beiden Herzogtümer Schwaben und Ostfranken. Daraus lässt sich wiederum ableiten, dass der Riesgau des Grafen Friedrich folglich zum Herzogtum Schwaben, der Sualafeldgau zu Ostfranken gehörte. Obgleich Zweifel bestehen, dürfte es sich beim genannten Sualafeldgaugrafen Chuno um Chuno von Lechsgemünd handeln. Doch wer war Graf Friedrich im Ries? Dieser Friedrich war allem Anschein nach Friedrich von Büren, der Stammvater der Staufer. Dank dieser Urkunde kennen wir nun die Grafen des Ries- und des angrenzenden Sualafeldgau Mitte des 11. Jahrhunderts wozu Cronheim ursprünglich gehörte und erhalten weiter einen Hinweis auf die mögliche Grenze des Herzogtums Schwaben.

 

Den Ottonen folgten 1024 mit Heinrich III. die Salier auf den deutschen Thron. Dem Salier war es 1030 gelungen sich nach dem Tod des schwäbischen Herzog Hermann IV. das Herzogtum Schwaben, entgegen der Ansprüche, an sich zu ziehen und es seinen Kindern und nicht jenen des Herzog Hermanns zu übertragen. Damit wurden erneut Feindseligkeiten geschaffen. Um einen Konflikt zu vermeiden willigte Heinrich III. schließlich dazu ein, den Zähringer Grafen Berthold zum Herzog von Schwaben zu ernennen. Die Belehnung Bertholds wurde jedoch durch den Tod Heinrichs im Jahre 1056 verhindert. Als dieser verstarb, war dessen Sohn Heinrich IV. noch ein unmündiges Kind von 6 Jahren, so dass dessen Mutter Kaiserin Agnes von Burgund die Regentschaft übernahm. Um ihre Macht abzusichern musste sie vermeiden, dass sich die erstarkenden Geschlechter im Herzogtum Schwaben das ganze Land an sich reißen. Deshalb begann sie bereits kurz nach dem Tod ihres Gemahlen 1057 ihren verwandten Rudolf von Rheinfelden mit dem Herzogtum Schwaben zu belehnen, der um den Anspruch zu begründen 1059 die noch minderjährige Tochter Heinrichs III. und Schwester Heinrichs IV., Mathilde heiratete. Mathilde verstarb jedoch bereits 1060 im Alter von nur 12 Jahren. Nach Mathildes Tod heiratete Rudolf Adelheid von Turin. Sie war die Schwester Berthas, der Ehefrau Heinrichs IV. Um den rechtmäßigen Nachfolger im Herzogtum Schwaben, Berthold von Zähringen, zu besänftigen, der durch die Entscheidung der Agnes nicht wie bereits von ihrem verstorbenen Gemahl zugesagt mit dem Herzogtum Schwaben belehnt worden war, belehnte sie ihn mit dem Herzogtum Kärnten. Dies stellte den Zähringer jedoch bei weitem nicht zufrieden.

Als 1065 Heinrich IV. volljährig geworden war übernahm er von dessen Mutter Agnes die Regierungspolitik seines Vaters. Dieser versuchte nun den Einfluss der Fürsten zurückzudrängen. Er begann mit dem Bau zahlreicher Burgen um seiner königlichen Macht Autorität zu verschaffen und löste somit den Sachsenkrieg aus. Darüber hinaus verwarf er sich mit dem Papst bei der Frage über die Trennung von weltlicher und geistlicher Macht. Der Streit mit dem Papst endete 1076 mit der Exkommunikation und Absetzung Heinrichs IV. Er war nun in einer sehr prekären Situation. Er führte Krieg in Sachsen, hatte den Herzog von Kärnten gegen sich und mit Rudolf von Rheinfelden einen ungeliebten Schwager der ihn bei dessen Streit mit dem Papst nicht unterstütze. Als nun 1076 der Papst auch noch den Bann über Heinrich ausgesprochen hatte stellte er sich sogar öffentlich gegen ihn. Auf einer Friedenskonferenz im Oktober 1076 in Trebur machten sich die süddeutschen Herzöge, unter ihnen Herzog Welf IV von Bayern und der verprellte Herzog Berthold von Zähringen, für Neuwahlen stark und legten dem König eine Frist von einem Jahr auf sich vom päpstlichen Bann zu befreien, wenn er König bleiben wolle. Dazu wurde ein Fürstentag vereinbart, der im Februar 1077 in Augsburg stattfinden sollte. Einen Monat vor Ablauf der Frist trat Heinrich seinen berühmten Gang nach Canossa an. Dorthin hatte sich Papst Gregor geflüchtet als er vom Aufbruch Heinrichs über die Alpen hörte. Als Heinrich an der Burg Canossa ankam, ließ der Papst König Heinrich, der im Winter barfuß und lediglich mit einem Büßergewandt bekleidet vor der Burg Canossa erschienen war, angeblich drei Tage in der Kälte vor dem Tor warten bis er ihn endlich wieder in die Kirche aufnahm und den Bann von ihm löste. Die Lösung vom Bann hinderte die Deutschen Fürsten jedoch nicht daran am 15. März 1077 Rudolf von Rheinfelden zum deutschen König zu wählen. So gab es zum ersten Mal in der Deutschen Geschichte zeitgleich zwei deutsche Könige. Ein Krieg zwischen den beiden Königen war damit unabdingbar. Als Gegenreaktion auf die Königswahl hielt König Heinrich IV. im Mai 1077 einen Hoftag ab wobei er Rudolf von Rheinfelden, Welf von Bayern und Berthold von Kärnten als Hochverräter verurteilte und sie ihrer Herzogtümer und Lehen entzog. Bei einer ersten Schlacht zwischen den beiden Königen am 7. August 1078 bei Mellrichstadt in Unterfranken fand sein Mitstreiter, der Sualafeldgaugraf Heinrich I. von Lechsgemünd den Tod.[5] Da sowohl Rudolf von Rheinfelden als auch König Heinrich IV. vom Schlachtfeld flohen blieb der Ausgang ergebnislos. Die aus dem nördlichen Schwaben um Göppingen stammenden Staufer, waren wie auch die Grafen von Lechsgemünd treue Anhänger der Salier, dem Geschlecht König Heinrichs. Auch während des Investiturstreits hielt Friedrich I. von Staufen fest zu Heinrich IV. Für seine Treue übertrug ihm jetzt König Heinrich 1079 das Herzogtum Schwaben und gab ihm seine Tochter Agnes von Waiblingen zur Frau.

Die Königsfrage konnte nur in einer weiteren Schlacht beantwortet werden. Die Schlacht bei Hohenmölsen im Oktober 1080 sollte die Entscheidung bringen. Zwar wird Rudolf im Allgemeinen als Sieger dieser Schlacht angesehen da Heinrich erneut fliehen musste, doch verlor Rudolf von Rheinfelden dabei seine rechte Hand und erhielt einen Stich in den Unterleib, an deren Folgen er kurze Zeit später verstarb. Heinrich konnte sich so nun das Königtum sichern doch die Einigung im Land war damit noch nicht wiederhergestellt.

1080 rächte sich Heinrich IV. an Papst Gregor indem er nach Italien zog und dabei die Absetzung Gregors erwirkte. Neuer Papst wurde nun Clemens III. welcher Heinrich nun zum Kaiser krönte. Als seinen Nachfolger hatte er seinen Sohn Konrad erkoren den er im Alter von 13 Jahren 1087 in Aachen zum Mitkönig krönen lies. Papst Clemens III. konnte sich nicht an der Macht halten und Papst Urban II. wurde von der gegnerischen Seite zum Gegenpapst gewählt. Heinrich zog daraufhin 1090 mit seinem Heer wieder nach Italien. Während sich Heinrich IV in Italien aufhielt stellte sich 1093 sein Sohn und Mitkönig Konrad, durch den Einfluss von Markgräfin Mathilde von Tuszien, überraschend gegen seinen Vater. Die gegnerische Partei erhob nun Berthold von Zähringen zum Gegenherzog in Schwaben. Da Kaiser Heinrich die Alpenpässe durch eine Koalition der abgesetzten süddeutschen Herzöge Welf von Bayern und Berthold von Zähringen versperrt wurden, war er gezwungen in Italien auszuharren. Ihm blieb keine andere Wahl als den Herzögen Welf und Berthold Zugeständnisse zu machen. 1096 erreichte er mit Herzog Welf einen Frieden indem er diesen wieder offiziell zum Herzog von Bayern machte. Nun konnte er nach Deutschland zurückkehren um dort die Amtsgeschäfte wieder in die Hand zu nehmen. Auch mit Berthold von Zähringen gelang ihm 1098 eine Einigung in dem er das Herzogtum Schwaben faktisch teilte. Berthold unterstand der südliche Teil, dem Staufer Friedrich der nördliche Teil des Herzogtums. Beide behielten ihren Herzogtitel.

Wohl bedingt durch die Teilung des Herzogtums Schwaben richteten die Staufer ein besonderes Augenmerk auf die Stärkung ihre Hausmacht durch Erwerbung von Egiengütern, speziell im Ries wo sie bereits umfangreiche Ländereien besassen. Dazu errichtete der Staufer Friedrich I. die Burg Hohenstaufen und stiftete um 1102 das Kloster Lorch welches zum Hauskloster der Staufer wurde. Friedrich I. und seine Söhne Friedrich II. und Konrad III. mehrten das Eigengut der Familie, insbesondere im Riesgau, der zum Herzogtum Schwaben gehörte. Dieser grenzte im Osten an den Sualafeldgau der zum Herzogtum Ostfranken gehörte. Weiter gelang es Konrad das Erbe der Grafen von Comburg-Rothenburg an sich zu ziehen. Konrads Bruder Friedrich II., genannt "der Einäugige", der seinem Vater im Herzogtum Schwaben nachgefolgt war, festigte in Kämpfen gegen die oberrheinischen Gegner die Stellung der Staufer im Elsass und in den salischen Kernlanden. Kaiser Heinrich IV. erreichte weiter, dass am 6. Januar 1099 sein 1086 geborener zweiter Sohn Heinrich V. in Aachen zum Mitkönig gekrönt wurde. Sein ältester Sohn König Konrad, der sich gegen seinen Vater erhoben hatte, verstarb bereits 1101. 1103 gelang es Heinrich IV. einen reichsweiten Landfrieden zu verkünden. Seine Herrschaft schien daraufhin gefestigt und die Nachfolge gesichert.

Die gemachten Zugeständnisse und Kompromisse die nach so vielen Jahren des Streits durch Heinrich IV. gemacht werden mussten trieb nun 1105 dessen zweiten Sohn Heinrich V. dazu seinen eigenen Vater vom Thron zu stoßen. Im Herbst 1105 standen sich die Truppen des Vaters und seines Sohnes gegenüber. Eine Schlacht wurde jedoch durch die Fürsten beider Seiten verhindert. Man einigte sich darauf die Königsfrage auf einem Hoftag und nicht auf dem Schlachtfeld zu klären. Auf dem Hoftag gab sich Heinrich V. reue- und versöhnungsbereit, der Vater Heinrich IV. drückte ihn unter Tränen an seine Brust und entließ sein Heer. Sein Sohn legte ihm daraufhin nahe, sich zu seinem Schutz in die Burg Böckelheim zu begeben. Die üblichen Rituale der Versöhnung (Fußfall, Tränen und Küsse), die bis dahin bindend gewesen waren, verloren im Vater-Sohn-Konflikt allerdings offenbar ihre Wirksamkeit. Denn kaum war Heinrich IV. auf der Burg angekommen, wurde er gefangengenommen und zur Herausgabe der Reichsinsignien gezwungen. Auf einer Fürstenversammlung zu Ingelheim am 31. Dezember 1105 musste Kaiser Heinrich IV. schließlich auf den Thron verzichten. Am 5. Januar 1106 wurde Heinrich V. in Mainz von den Fürsten zum neuen König gewählt. Dem alten Kaiser Heinrich IV. gelang es Anfang 1106, aus der Pfalz in Ingelheim zu entkommen und einen Widerstand zu organisieren. Nach erfolgversprechenden Anfängen erkrankte er jedoch und starb am 7. August 1106 in Lüttich. Nach dessen Tod unterstützte ab 1108 nun auch der Staufer Herzog Friedrich den neuen König der bis dahin dessen Vater unterstützt hatte und wurde zu einem wichtigen Verbündeten des salischen Kaiserhauses im Südwesten des Reiches. Besonders nah zu Heinrich V. stand auch Bischof Eberhard von Eichstätt. Der Würzburger Bischof Erlung hingegen überwarf sich mit König Heinrich V. der ihm daraufhin das Herzogtum Ostfranken (ducatus orientalis Franciae) entzog und es seinem getreuen Volksmann Konrad von Staufen übertrug.[6] Die Übertragung der Herzogswürde an Konrad führte unweigerlich zu kriegerischen Auseinandersetzungen, in denen Konrad besonders hervortrat.[7] Als König Heinrich V. 1116 zum Feldzug nach Italien aufbrach um sich das Erbe der verstorbenen Markgräfin Mathilde von Tuszien zu sichern, übertrug er Konrad und seinem Bruder Friedrich von Schwaben die Regentschaft in den Gebieten nördlich der Alpen.[8] Die Reichsverweserschaft hatte vor allem die Funktion, die kaisertreu gebliebenen Reichsteile für Heinrich V. zu sichern. Konrad sollte diese Aufgabe in Ostfranken übernehmen um der ihm übertragenen Herzogswürde die erforderlichen Grundlagen zu schaffen. Konrad nutze die Reichsverweserschaft von 1116 bis 1118 zu seinen Gunsten um sein Herzogtum zu festigen. Dabei galt es sein Herrschaftsgebiet durch Eigengüter zu stabilisieren. Das Ries, wo die Staufer bereits umfangreiches Eigengut besaßen, rückte in den Fokus Konrads Politik. Der Konflikt mit den ostfränkischen Bistümern Würzburg und Bamberg führte zur Exkommunikation Konrads, dessen Bruder Friedrich und dem Pfalzgrafen Gottfried II. von Calw, die am 19. Mai 1118 auf der Kölner Synode beschlossen wurde.[9] Als sich Heinrich V. und der Würzburger Bischof Erlung 1120 wieder versöhnten erhielt dieser formal das Herzogtum Ostfranken wieder zurück. Jedoch beschränkte sich diese Rückgabe auf die richterliche Würde (dignitas iudiciaria).[10] Konrad durfte zwar die Herzogswürde behalten, seinen politischen Einfluss jedoch büste er mit dem Verlust der richterlichen Würde auf diesem Gebiet weitgehend ein. 1124 brach Konrad zu einer Pilgerfahrt ins Heilige Land auf.

Als Kaiser Heinrich V. 1125 an den Folgen seiner Krebserkrankung starb erhoben die Staufer Anspruch auf Nürnberg das Konrad und Friedrich gleichsam nach Erbrecht durch deren Mutter Agnes, Tochter Heinrichs IV, besaßen. Gleich nach dem Tod Heinrichs legten sie daher eine Besatzung nach Nürnberg um damit ihr Recht auf das salische Erbe zu demonstrieren.[11] Nun erhob zunächst Friedrich II. von Staufen selbst Anspruch auf die Königswürde. Doch weder Friedrich noch Konrad fiel die deutsche Krone zu, sondern dem sächsischen Herzog Lothar III. von Supplinburg unter dessen militärischer Führung zuvor Heinrich V. vernichtend geschlagen worden war. Kurz darauf kam es zwischen Lothar III. und den Staufern zu kämpfen um ehemaliges salisches Hausgut welches die Staufer für sich beanspruchten. Konrad kehrte spätestens im Sommer 1127 von seiner Pilgerfahrt zurück. Wohl daher, dass Konrad durch seine Abwesenheit dem neuen König Lothar III. nicht gehuldigt hatte und er somit keinen Eidbruch begehen konnte, riefen ihn nach seiner Rückkehr schwäbische und fränkische Oppositionelle Adlige auf Burg Nürnberg zum Gegenkönig aus, woraufhin König Lothar III. und dessen Bruder Heinrich von Supplinburg Nürnberg belagerten. Im Juli 1127 rückten Konrad und sein Bruder Herzog Friedrich mit ihren Kriegsleuten vor Nürnberg, deren Bürger die Staufer unter Freudenkundgebungen willkommen hießen. Dies zwang König Lothar III. und dessen Bruder Heinrich von Supplinburg dazu, die mit Herzog Soběslav von Böhmen durchgeführte zehnwöchige Belagerung der Stadt abzubrechen und sich über Bamberg nach Würzburg zurückzuziehen. Dabei mussten sie ihr Heerlager zurücklassen, das von den Siegern geplündert wurde. Von Nürnberg aus zog Konrad in das Umland und verwüstete vor allem Besitzungen des Bistums Bamberg.[13]

 

Herzog Heinrich (der Stolze) von Bayern, rückte 1127 in feindlicher Absicht in Schwaben ein, woraufhin Konrad und sein Bruder Herzog Friedrich deren Heer an der Wörnitz nahe der Donau, möglicherweise in Harburg, sammelten. Heinrich der Stolze schickte Kundschafter aus um das feindliche Lager zu inspizierten. Wohl wegen der staufischen Übermacht ergriffen Heinrichs Truppen hastig die Flucht.[12] Die Wahl zum Gegenkönig fand wenig Akzeptanz bei den übrigen Fürsten im Land. Von den Erzbischöfen von Magdeburg, Mainz und Salzburg wurde Konrad gar als Rebell exkommuniziert.  Konrad zog nun wieder nach Italien, wo er am 29. Juni 1128 in Monza vom Erzbischof Anselm von Mailand zum König von Italien gekrönt wurde. Während seiner Abwesenheit gelangten dem Supplinsburger 1129 die Eroberung von Speyer und 1130 schiesslich auch die Eroberung der wichtigen Reichsburg in Nürnberg. 1132 kehrte Konrad wieder zurück von Italien. Als Lothar III. die beiden Staufer 1134 auch in Ulm, dem Hauptort des Herzogtums Schwaben, schlagen konnte endete der Wiederstand der Staufer. Friedrich unterwarf sich in öffentlicher Selbstdemütigung, barfuss und nur mit einem Büßergewand begkleidet, auf einem Hoftag am 17. und 18. März 1135 in Bamberg, Konrad tat es ihm einige Wochen danach am 29. September in Mühlhausen gleich. Damit war der Konflikt beigelegt und die Ehre der Staufer wiederhergestellt. Nach der Aussöhnung mit Lothar III. begleitete ihn Konrad auf seinem zweiten Italienzug, wofür ihn Lothar zu seinem Bannerträger ernannte. Dort zeichnete sich Konrad besonders bei den Kämpfen vor Pavia am 8. November 1136 aus. Konrad verstand es die Gelegenheit für sich zu nutzen um eine wichtige Freundschaft mit dem einflussreichen Erzbischof Albero von Trier zu schließen. Als König Lothar III. bereits zwei Jahre später verstarb ernannte Papst Innosenz II. Albero von Trier zum Wahlleiter der Königwahl die 1138 in Koblenz stattfinden sollte. Ihm gelang es mit einer kleinen aber mächtigen Fürstengruppe Konrad zum römisch-deutschen König zu wählen. Konrad konnte sich dabei gegen den Welfen Herzog Heinrich den Stolzen der mit Getrud, der Tochter Lothars III. verheiratet war und durch die Übertragung der Reichskleinodien bereits designierter Nachfolger des verstorbenen Kaisers war, durchsetzen. Damit sass nun mit Konrad III. erstmals legitim ein Staufer auf dem deutschen Königsthron. Noch im Jahr seiner Krönung verlangte Konrad von Heinrich den Verzicht auf eines seiner beiden Herzogtümer, Bayern (welches die Welfen seit 1070 innehatten) oder Sachsen (welches nach dem Tod Lothars an dessen Schwiegersohn Heinrich gegangen war). Nach Heinrichs Weigerung wurde dieser auf einem Hoftag in Würzburg geächtet und ihm beide Herzogtümer aberkannt. Bayern wurde nun dem Babenberger Leopold von Österreich (Konrads Stiefvater) verliehen, Sachsen ging an den Askanier Albrecht den Bären. Die Burg Nürnberg kam nun wieder an die Staufer die daraufhin 1140 mit dem Bau einer zweiten Burg in Nürnberg, der Kaiserburg, begannen die als Königspfalz dienen sollte. Als Burggrafen setzten sie die Edelfreien von Raabs aus Niederösterreich ein.

 

Am 30. Juni 1139 verstarb kinderlos der aus dem Haus Lechsgemünd stammende Graf Kuno von Harburg. Die Staufer erkannten ihre Chance ihre Hausmacht in den angrenzenden Sualafeldgau auszudehnen in dem Konrad von Staufen berechtigten Anspruch auf das Erbe Kunos von Harburg erhob. Kuno II. von Harburg war der Sohn des Grafen Konrad von Lechsgemünd der sich auch von Harburg nannte († ca 1110 Sohn des Konrad von Lechsgemünd und der Mathilde von Achalm) und der Irmingard von Rott. Irmingard war in erster Ehe mit Graf Gebhard II. von Sulzbach verheiratet. Aus dieser Ehe ging Berengar von Sulzbach hervor. Kuno von Harburg und Berenger von Sulzbach waren also Halbbrüder. Konrad von Staufen war mit Getrud, der Tochter des Berengar von Sulzbach verheiratet, also dessen Schwiegersohn, was den Staufer Anspruch auf Lechsgemünder Besitzungen erklärt. Dendorfer vermutet nun, dass die Güter im Ries Teil der Morgengabe waren die Getrud in die Ehe einbrachte. Wie bereits erwähnt war ein Ziel der staufischen Politik im frühen 12. Jahrhundert das Ries zum staufischen Stammland auszubauen. Konrad III. ergriff jede Möglichkeit Rechte und Besitzungen im Ries zu erwerben. Mit dem Tod des kinderlosen Kuno von Harburg kam Konrad III. dem Ziel das Ries zum „terra nostra“ (unserem Land), dem Land der Staufer zu machen einen entscheidenden Schritt näher. So konnten die Staufer ihre Hausmacht im Ries- mit jenem im Sualafeldgau vereinigen. Neben ihrer Stammburg Hohenstaufen bei Göppingen wurde Harburg nebst den Burgen Nürnberg und Rothenburg zu einer der strategisch wichtigsten Burgen der Staufer die sie zeitweise sogar selbst bewohnten.[14]

Die Herren von Cronheim und die Stauferpolitik

Exakt in dieser Zeit erfolgte die Schenkung der Fronhofer an die von Berengar von Sulzbach begünstigte Propstei Berchtesgaden, worin Burckard von Cronheim erstmals erwähnt wird. Das Kloster Berchtesgaden wurde 1102 von Irmgard von Rott in die Ehe mit Gebhard II. von Sulzbach eingebracht. Deren Sohn Berengar I. (Schwiegervater Konrads von Staufen) stattete das Kloster ebenfalls mit Gütern aus. Um die Zusammenhänge zwischen jener Schenkung und den Staufischen Gefolgsleuten erkennen zu können müssen wir uns die um 1140 ausgestellte Schenkungsurkunde der Brüder Diemo und Wolftrigel von Fronhofen um 1140, speziell die genannten Zeugen genauer ansehen. In dieser Urkunde treten nebst den Fronhofern eine Reihe von Adelsgeschlechtern aus der Gegend als Zeugen auf. Die Zeugen sind: Ǒdelricus et filius eius Fridericus de Hoenburch (von Hohenburg), Reginhart et frater eius Rudolfus et filius Rudolfi, Reinhardus de Tabfhen (Tapfheim), Withegǒe de Albege (Albeck, Langenau, bei Ulm) Harthman de Berge (Berg, Donauwörth), Eberhardus et frater eius Otto de Wellenwarth (Burg Wellwart, Harburg), Hoholt de Tisenhouen (Deisenhofen, Höchstädt an der Donau), Alberich, Egeno, Adelbertus de Turehen (Oberthürheim, Buttenwiesen), Egelolf et frater eius Sigeloch de Swennigen (Schwenningen, zwischen Dilligen und Donauwörth), Ottmar de Rengeresrith (?), Cǒnradus de Berolfeshein (Markt Berolzheim), Sigefridus et filius eius Sigefridus de Eringin (Ehringen, Wallerstein), Otto et frater eius Heinricus de Richen (Hohenreichen, Wertingen), Chǒnradus de Wimersheim (Weimersheim, Weißenburg), Rǒdbertus, Eberhardus de Werde (Donauwörth), Wito de Hohenstein (Hochstein, Bissingen), Rehewin de Baltrammeshouen (Ballmertshofen, Dischingen), Marchwardus de Trohteluingin (Bopfingen, Trochtelfingen), Rǒdolfus de Husen (Hausen, Fremdingen), Chǒnradus de Lecchesgemunde, Ǒdelricus de Alerhein (Alerheim), Eberhardus de Binezwangen (Binswangen), Hertwich de Lirhen (Hürnheim-Lierheim, Möttingen), Hartnidus de Uorren (Forheim), Landolth de Tegericheshen (Degersheim, Heidenheim), Adelhoch de Birchinesfelth (?), Liupolt et frater eius Heinricus de Murun (Mauren, Harburg), Marchwardus de Thetenhen (Dettenheim, Weißenburg), Burchardus de Chregehen (Cronheim), Gisilbertus de Nellenuelt (Lellenfeld), Hartmannus de Berge (Berg, Donauwörth), Rǒdbertus de Biscingen (Bissingen), Manegoldus de Trenelun (Trendel, Polsingen), Chǒnradus de Berolueshen (Markt Berolzheim), Wirnt de Oberndorf (Oberndorf am Lech), Rǒpertus de Tytenhen (Dittenheim), Meginwardus de predicta villa, Gerloch de Hericheshen (Herretshofen, Kirchhaslach), Landolt et frater eius Ǒdalricus de Taegericheshen (Degersheim, Heidenheim), Manegoldus de Werde (Donauwörth), Egeno de Turehen (Oberthürheim, Buttenwiesen), Eberhardus de Werde (Donauwörth), Beringerus de Albegge (Albeck, Langenau), Eberhardus et frater eius Otto de Wellenwarte (Burg Wellwart, Harburg), Hoholt et filius eius de Tisenhouen (Deisenhofen, Höchstädt an der Donau), Eberhardus de Binezwangen (Binswangen), Ǒdalricus de Scre[z]heim (Schretzheim, Dillingen an der Donau), Hartman de Berge (Berg, Donauwörth), Růpertus de Irginisheim (Zirgesheim, Donauwörth), Heinricus de Eringin (Ehringen, Wallerstein), Wernherus de Rumelingen (Reimlingen), Wito de Hohenstein (Hochstein, Bissingen), Egeno de Tureheim (Oberthürheim, Buttenwiesen). Dendorfer erkennt bei den Lechsgemünder Zeugen einen schlüssigen Zusammenhang mit dem Tod Kuno II. von Harburg und dessen Ministeriale und Freie. Während diese in den 30er Jahren mit Kuno von Harburg und den Grafen von Lechsgemünd genannt werden, trifft man dieselbe Personengruppe ab dem Ende der 30er Jahre in erstaunlicher Nähe zu König Konrad III. von Staufen. Er hält es weiter für möglich, dass das Gefolge Kunos von Harburg in den 30er und 40er Jahren des 12. Jahrhunderts zu König Konrad und den Staufern wechselte[15] und diese Konrad von Staufen als ihren neuen Landesfürsten ansahen. Die Fronhofer Schenkung mit der Erstnennung Burchards von Cronheim fügt sich dieser Theorie nahtlos an. Es ist anzunehmen, dass die Zeugen in der Fronhofer Schenkungsurkunde selbst mit den Fronhofern verwandt waren und durch die Bezeugung der Schenkung ihre Zustimmung demonstrierten. Mir ist dabei noch etwas aufgefallen. Die Besitzungen fast aller Zeugen in dieser Urkunde befinden sich im Ries. Die Herrschaften zweier Zeugen fallen besonders aus dieser Ordnung - jene des Burchardus de Chregehen (Cronheim) und jene des Gisilbertus de Nellenuelt (Lellenfeld). Diese beiden Besitzungen befinden sich ausserhalb des Ries und ausserhalb des Herzogtum Schwaben. Warum aber erscheinen Giselbert von Lellenfeld und Burchard von Cronheim dennoch auf dieser Urkunde? Viele der in dieser Urkunde genannten Zeugen gehörten zu den Unterstützern der Staufer. Speziell die Herren von Hürnheim zählten zu ihrem aller engsten Kreis. Ein Vertreter dieses Geschlechts begleitete sogar den letzten Staufer Konradin in Neapel 1252 aufs Schafott was deren Treue und Nähe zu den Staufern eindrücklich unter Beweis stellt!

Doch noch mehr dazu. Die Staufische Expansionspolitik richtete sich nicht nur nach Osten ins Ries sondern auch nach Westen ins Elsass. Dort wurde von Ihnen insbesondere das Frauenkloster auf dem Odilienberg und die dortige Äbtissin Herrad von Landsberg gefördert, die dort in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts die wertvolle, christliche Enzyklopädie Hortus Deliciarum verfasste, dank derer wir auch die damaligen Klosterschwestern kennen. Es mag wohl kaum Zufall sein, dass wir dort eine große Anzahl der Adelstöchter aus dem Ries wiederfinden. So waren die Töchter der staufertreuen Adelsgeschlechter im Ries wie Hedewic de Truhtelinge (Treuchtlingen), Richenza de Werde (Donauwörth), Heilwic de Eistete (Eichstätt), Adelheid de Gundelvingen und Edellint de Gundelvingen (Gundelfingen an der Donau), Adelheid, Guta und Richenza von Veimingen (Hürnheim), Hedewic de Emmendorf (Hemmendorf bei Rothenburg o.d.T.?), Hedewic de Katzenstein (Hürnheim-Katzenstein), Adelheid de Flochberc (Flochberg bei Bopfingen), Lukart de Loufe und Adelheid de Louben (Sulzbach-Laufen?) Ordensschwestern im Kloster Odilienberg. Auch Mathilde von Schneidheim wird als Ordensschwester dort genannt. Alle diese Herrschaften decken sich wieder mit den Zeugen in der "Cronheimer Urkunde" um 1140. Und wieder bildet eine der Ordensschwester eine Ausnahme - Getrud von Kreinheim (Cronheim). Ein Zufall? Wohl kaum. Sie war wohl ohne Zweifel die Tochter des um 1140 genannten Burchard von Cronheim der seine Tochter wohl nach seiner Landesherrin Getrud von Sulzburg benannte. Wie ich in meiner Publikation "Wer waren Marquart und Adilbert von Cronheim" dargelegt habe vermute ich hinter Burchard von Cronheim den 1153 genannten Burchard von Nordhausen (Schneidheim). Die beiden Ordensschwestern Mathilde von Schneidheim und Gertrud von Cronheim waren somit nicht nur Schwestern im Sinne des Ordens sondern auch leibliche Schwestern. Dafür das sich Burchard von Nordhausen (Schneidheim) auch Burchard von Cronheim nannte habe ich eine Erklärung - Die Reiseroute der Staufer.

 

Fassen wir an dieser Stelle zusammen. Das aufstrebende und von den Saliern besonders begünstigte Geschlecht der Staufer richteten ihre Hausmachtpolitik um die Zeit der Erstnennung Burchards von Cronheim gezielt auf Besitzungen im Ries wo bereits der Staufer Friedrich von Büren 1053 nachweislich Besitzungen hatte. Mit erlangen der Königswürde und dem Aussterben der Salier konnten die Staufer ihr Hausmachtziel im Ries umsetzten. Die Sippe und Gefolgschaft der alten Grafen des Sualafeldgau, die Herren von Lechsgemünd, stellten sich geschlossen hinter die Staufer und wurden für ihre Treue von den Staufern gefördert. In Burchard von Cronheim, den ich mit Burchard von Nordhausen und somit mit den Herren von Schneidheim gleichsetze, erkenne ich einen engen Vertrauten der Staufer den sie dazu ausgewählt hatten eine für die Staufer wichtige Herrschaft zu verwalten - Cronheim. Somit passt Burchard von Cronheim zu den anderen genannten Adelsgeschlechter aus dem Ries. Doch als Erbauer der Anlage in Cronheim sehe ich nicht ihn sondern die Staufer selbst die auf ihrem königlichen Eigengut das Reichsfreie Rittergut Cronheim schufen. Seine Rolle in Cronheim vermute ich eher als diejenige eines Verwalters der dort, wenn überhaupt, wohl nur zeitweise wohnte. Sein Hauptsitz war weiter westlich, eine kleine Motte die sich zwischen Nordhausen und Schneidheim im Ries befand. Auf dem Burghügel steht heute noch eine kleine Kapelle. Als Burchard von Nordhausen tritt er dort 1153 urkundlich in Erscheinung. Dass die Ordensschwester Gertrud von Cronheim die Tochter Burghards war, sehe ich als gesichert an. Auch Mathilde von Schneidheim war wohl dessen Tochter. Falls er auch männliche Nachkommen hatte, kommen für mich Burghard, Kuno und Ulrich in Frage. Falls dem so ist benutzten Sie den Namen von Cronheim vermutlich jedoch nicht. Zumindest konnte ich keine entsprechenden Urkunden finden. Sie treten mehrheitlich unter dem Namen von Stein auf, welches später unter den Oettingern zu Schenkenstein umbenannt wurde. Der Name von Cronheim und auch jener von Schneidheim treten erst wieder eine Generation danach und auch hier lediglich einmal mit den Brüdern Marquard und Adelbert in Erscheinung (die Urkunde über den geplanten Mühlebau worin beide als Brüder genannt werden, datiere ich um das Jahr 1228).[16] Wie ich bereits Burchard von Cronheim mit Burchard von Nordhausen (Schneidheim) gleich setzte, setze ich auch Marquard von Cronheim hier wieder gleich mit Marquard von Schneidheim. Wie Adelbert benutzte auch er den Namen von Cronheim lediglich in einem einzig bekannten Fall der direkt mit dem Rittergut Cronheim zu tun hatte. In seinem Bruder Adelbert vermute ich Adelbert von Stein der vermutlich aber auch als von Bopfingen auftritt. Gertrud von Stein, die Ehefrau des Reichsküchenmeisters und Nürnberger Mundschenk Heinrich II. von Rothenburg, war wohl deren Schwester.

 

Herrschaftszeit König Konrads

1139 verstarb der von König Konrad von Staufen geächtete Herzog Heinrich dem Stolzen (von Sachsen) dem er seine beiden Herzogtümer Bayern und Sachsen entzogen hatte. Es war damit zu rechnen, dass dessen Sohn Heinrich der Löwe seinen Anspruch auf die beiden Herzogtümer geltend machen würde, nötigenfalls mit Gewalt. Daher war es wichtig das Grenzgebiet zum staufischen Herzogtum Schwaben zu sichern.  Der Konflikt mit den Welfen überschattete Konrads gesamte Regierungszeit und verhinderte auch einen frühen Italienzug zur Kaiserkrönung. In diesen Jahren bildeten sich europaweite Koalitionen, in denen Konrad ein Bündnis mit dem Byzantinischen Reich erreichte, indem er Bertha von Sulzbach, eine Schwester seiner Frau, mit dem byzantinischen Kaiser Manuel I. Komnenos vermählte; das Bündnis richtete sich zum einen gegen die normannischen Könige von Sizilien, andererseits gegen die Welfen. Speziell während der Amtszeit Konrads von Staufen waren nebst den Burgen Rothenburg, Nürnberg, Harburg und wohl auch die Staufer Stammburg Hohenstaufen und die Stadt Nördlingen für dessen Hausmachtpolitik strategisch extrem wichtig. Unter seiner Herrschaft wurde das bereits von seinen Vorfahren eingeleitete Ziel das Ries zu deren Stammlanden „terram nostram“ zu machen vollendet. Wir müssen davon ausgehen, dass Konrad seine für ihn strategisch wichtigen Burgen so miteinander vernetzen musste, dass er in Krisenzeiten seine Truppen schnell von einem Punkt zum anderen verlegen konnte und in Friedenszeiten einen sicheren und bequemen Reiseweg hatte. Die Reiserouten zur damaligen Zeit waren durch eine Reihe von Faktoren gestimmt die ich hier kurz zusammenfassen möchte:

 

Faktor Distanz

Die Burgen Hohenstaufen zur Burg Nürnberg liegen Luftlinie 127.54 Kilometern voneinander entfernt. Entlang dieser Linie befinden sich Ellwangen, Dinkelsbühl Burk, Bechhofen, Neuendettelsau, Rohr und Stein. Verbindet man die Burg Rothenburg und Harburg ergibt sich eine Distanz von 75.68 Kilometern. Auf Höhe dieser Linie liegen Schillingsfürst, Dombühl, Feuchtwangen, Dürrwangen, Weiltingen und Alerheim. Zwischen den beiden Burgen Nürnberg und Harburg im Osten, ergibt sich eine Distanz von 79.83 Kilometern. Auf dieser Linie befinden sich Schwabach, Abenberg, Spalt, Absberg, Theilenhofen, Auernheim, Wemding und Huisheim. Harburg und Burg Rothenburg sind 75.66 Kilometer Luftlinie voneinander entfernt. Nahe dieser Linie liegen die Städte Nördlingen, Oettingen, Wassertrüdingen, Dinkelsbühl, Dürrwangen, Feuchtwangen und Schillingsfürst. Zwischen Burg Harburg und der Burg Hohenstaufen sind es 70.96 Kilometer. Entlang der 90.07 Kilometer langen Strecke von Eichstätt nach Rothenburg liegen Weißenburg / Treuchtlingen, Gunzenhausen und Herrieden.

Faktor Reisegeschwindigkeit

Zur damaligen Zeit konnte eine Reisegesellschaft je nach Größe und Straßenverhältnissen etwa 3 bis 5 Meilen (1 Meile = ca. 7.5 km) pro Tag zurücklegen.[1] Wurden Ochsenkarren mitgeführt, die größere Lasten bewegen konnten und auch bei weniger guten Straßenverhältnissen ein Durchkommen fanden, halbierte sich in etwa die Reisegeschwindigkeit. Bei normalen reisen wurde auch regelmäßig Rast eingelegt. Pro Tag legte eine Reisegesellschaft eine Distanz von rund 25 bis rund 40 Kilometer zurück.

Faktor Flussübergänge

Nicht zu unterschätzen ist der Faktor Flussübergänge. Brücken, die für uns heute selbstvertändlich sind, waren im 12. Jahrhundert äusserst selten. Selbst kleinere Flüsse stellten natürliche Barrieren dar. Reisewege mussten deshalb so gewählt werden, dass Furten zur Verfügung standen wo die Flüsse durchschritten werden konnten. Wie wichtig solche Furten waren spiegelt sich in manchen Ortsnamen die sich nach solch einer Furt benannten wie beispielsweise der Stadt Fürth. Die grössten Flüsse auf dem Reiseweg von Hohenstaufen nach Nürnberg waren: Rems, Kocher, Jagst, Wörnitz, Altmühl, Rezat, Rednitz und die Pegnitz. 

 

Faktor Berge und Hügel

Steile Anstiege und Gefälle wurden wenn möglich vermieden. Je nachdem wie steil der Anstieg war mussten bei Gespannen vorgespannt, d.h. man spannte ein weiteres Zugtier vor das Gespann das meist von lokalen Bewohnern an dieser Stelle zur Verfügung gestellt wurde, vor den Wagen. Man nahm daher eher einen längeren Weg in Kauf als über einen Hügel zu reisen. 

Faktor Logistik

Der Transport von Gütern und Menschen erfolgte im Mittelalter meist über Straßen. Aber auch Flüsse waren zur damaligen Zeit ein wichtiges Transportmedium. Die Straßen waren damals größtenteils unbefestigte Wege die sich bei schlechten Witterungsverhältnissen in Schlammpisten verwandelten. Eine Ausnahme bildeten die Römerstraßen. Diese wurden schon damals ausgekoffert und mit einem nachhaltigen Steinbelag versehen. Man darf daher davon ausgehen, dass die Römerstraßen selbst Jahrhunderte nach ihrem Bau für Reisen und Transporte bevorzugt wurden wo immer diese zur Verfügung standen. Wenn wir uns das fragliche Gebiet zur Römerzeit anschauen stellen wir fest, dass dies damals als Provinz Raetia bezeichnet wurde, welches mit dem obergermanisch-raetischen Limes and das nichtrömische Germania Magna grenzte. Dieses Gebiet war mit wichtigen Handelswegen und Militärstraßen durchzogen, etwas was es zu dieser Zeit in Germania Magna in dieser Form nicht gab. Die Römerstraßen waren auch bei schlechten Witterungsverhältnissen befahrbar; ein enormer Vorteil wenn man mit einem größeren Gefolge oder Kriegszeug reiste.  Die Staufer scheinen den strategischen Vorteil von Römerstraßen gekannt zu haben. Göppingen, wo die Staufer ihre Stammburg errichtet hatten lag an solch einer Römerstraße. Diese führte von Heidenheim an der Brenz (römisch Aquileia) nach Bad Cannstadt. Auch Lorch, wo die Staufer ihr Hauskloster errichteten lag an einer wichtigen Römerstraße die den nord-östlichen Teil der römischen Provinz Raetia mit dem Römischen Reich verband. Die Römischen Verkehrsknotenpunkte im Ries lagen bei Bopfingen (das römische Opia) und Gnotzheim (römisch Mediana). Eine dieser Straßen führte vermutlich von Lorch über Aalen (Alae) nach Bopfingen (Opia). Von dort nach Munningen (Losodica) nach Gnotzheim (Mediana). Vermutlich führte auch eine Straße von Bopfingen dem Limes folgend über Halheim, Ruffenhofen, Unterschwaningen, Cronheim nach Gunzenhausen. Dort endete auf der Reise nach Nürnberg das römische Straßennetz. Theilenhofen (Iciniacum) lag bereits südlicher.  Von der Burg Hohenstaufen bis Gunzenhausen sind es auf Fußwegen etwa 114 Kilometer. Die direkte Alternativroute über Munningen und Gnotzheim ist etwa 3 Kilometer länger.

 

Faktor Unterkunft

Auf der Reiseroute zwischen den Stauferburgen musste es demnach alle 25 bis 50 km eine geeignete Unterkunft gegeben haben in denen man sicher übernachten konnte und nötigenfalls Reiseproviant zur Verfügung stand. Dafür kommen vor allem Klöster, Ortschaften, Burgen und vor allem so genannte Königshöfe in Frage.

 

Königshöfe / Königspfalz

Königshöfe waren leicht bewehrte Guts- oder Wirtschaftshöfe auf denen meist ein von dem jeweiligen Landesherrn eingesetzter Verwalter saß. Im Unterschied zu einer Königspfalz waren diese meist kleiner und dienten weniger als Verwaltungssitz des Königs wo Hoftage abgehalten werden konnten als mehr als Aufenthaltsorte bei der Durchreise des Königs und als Versorgungsstationen. Die Reichsburg in Nürnberg ließen die Staufer zu einer Pfalz ausbauen. Über die Lage der staufischen Königshöfe ist jedoch weniger bekannt.

 

Klöster

Klöster wurden häufig als Übernachtungsplätze auf Reisen gewählt da sie in der Regel leicht bewehrt waren und somit sowohl Schutz als auch Schlafplätze bieten konnten. Sicherlich nutzten auch die Staufer auf Ihren Reisen Klöster als Herbergen. Folgende Klöster könnten auf der Reiseroute von Burg Hohenstaufen zur Burg Nürnberg gelegen haben:

 

Kloster Lorch

Das Kloster Lorch war das Hauskloster der Staufer. Friedrich I. von Staufen, der Vater Konrads, stiftete das Kloster 1102. Dort konnten die Staufer ein und aus gehen und wurden mit Sicherheit bei ihren Aufenthalten reich verköstigt. Dazu lag es am Limesknie und war and das römische Straßennetz angebunden.

 

Kloster Ellwangen

Zur fraglichen Zeit hielt in Ellwangen Abt Adelbert von Ronsberg (1136-1172) das Zepter des Klosters in der Hand. Die Herren von Ronsberg standen unter besonderer Gunst der Staufer. Es war kein anderer als Konrad von Staufen der den Herren von Ronsberg 1147 in die Grafenwürde erhob. Ihm standen somit die Tore von Ellwangen offen.

 

Kloster Bechhofen

Das Kloster Bechhofen lag zwar auf der direkten Reiseroute wurde aber erst 1422, also nach der Zeit der Staufer gegründet und scheidet deshalb als mögliche Unterkunft aus.

 

Kloster Schillingfürst

Auch die Lage des Klosters Schillingfürst hätte sich für eine Übernachtungsmöglichkeit angeboten. Doch dieses Kloster wurde erst 1673 gegründet und scheidet deshalb ebenfalls aus.

 

Kloster Herrieden

Das Kloster Herrieden wurde bereits 797 urkundlich erwähnt. Unter König Arnulf kam die Abtei 888 an den Bischof Erkanbald von Eichstätt. 1122 wird dort erstmals eine kleine Burganlage erwähnt.  Durch die Nähe der Staufer zu Eichstätt kommt dieser Ort als Reiseherberge durchaus in Frage.

 

Kloster Heilsbronn

Heilsbronn liegt nahe an der direkten Linie zwischen Hohenstaufen und Nürnberg. Das dortige Kloster wurde 1132 gegründet. Exakt die Zeit auf die wir unseren Fokus richten. Einziger Haken an der Sache, die Gründer waren nicht die Staufer sondern der Bamberger Bischof Otto I. Es war also eher gegen die Staufer ausgerichtet und sollte zur Sicherung der Grenzzone dienen. Heilsbronn blieb zunächst Eigenkloster des Bischofs von Bamberg und stand unter der Vogtei der Grafen von Abenberg.

 

Ortschaften

Aus vielen Burgen wuchsen bedingt durch deren strategisch günstigen Lagen Städte hervor. Dort siedelten sich Handwerker und Kaufleute an. Häufig wurden diese Ortschaften mit Mauern bewehrt um den Bewohnern Schutz zu bieten. Orte wurden deshalb auch gerne von Reisegesellschaften angesteuert um dort sicher die Nacht zu verbringen.

 

Dinkelsbühl

Zu einer der wichtigsten Handelsplätze der Staufer gehörte Dinkelsbühl welches 1188 erstmals als „burgum tinkelsbuhel“ in einer Heiratsurkundlich Kaiser Barbarossas für seinen Sohn Konrad von Staufen erstmals urkundlich genannt wird. Dessen strategische Lage ist wohl unbestritten. Es lag auf direkter Linie auf dem Weg zur Burg Nürnberg. Ferner lag es im Schnittpunkt der Routen von Rothenburg nach Harburg sowie der Route nach Nürnberg. Dennoch hege ich etwas Zweifel, dass Dinkelsbühl bereits zur Zeit König Konrads um 1140 dessen Anlaufziel war.

 

Burgen

Burgen boten eine sichere Unterkunft auf Reisen. Der Nachteil war, dass zu dieser Zeit die meisten Burgen recht klein waren. Es waren meist kleine Motten, ein Wohnturm der auf einem Hügel stand und mit Gräben bewehrt war. Der Eingang lag meist in einer Höhe von etwa 6 Metern und war nur durch eine kleine Holztreppe, die Gefahr hochgezogen werden konnte, zugänglich. Eine größere Reisegesellschaft konnte nur in den wenigsten Burgen aufgenommen werden. In unserem Fall kommen dafür wohl lediglich die Reichsburgen und die Sitze der Gaugrafen in Frage.

 

Burg Lentersheim

Die moderne Technik erlaubt mit Hilfe eines Oberflächenreliefs Mauern und Gräben der heute völlig bewaldeten Anlage zu erkennen. Wie sich aus den Grundrissen erkennen lässt misst sie eine Grundfläche von schätzungseise über 12.000 Quadratmeter! Eigenartigerweise konnte ich keine urkundlichen Belege finden die eine solch enorme Anlage beschreiben. Urkunden welche die Herren von Lenteresheim, die angeblichen Eigentümer der Anlage auf dem Schlösslebuck, im 12. Jahrhundert im näheren Umfeld der Staufer zeigt konnte ich ebenfalls nicht finden. Lediglich von deren Nachbarn, den Herren von Röckingen. Von diesen finden sich eine Handvoll Urkunden aus der fraglichen Zeit (1123 Reimboldo de Roechingen[17] auf einer Urkunde Heinrichs V. um 1135 ala Regenpoto de Rochingen im Schenkungsbuch der Probstei Berchtesgaden[18] und in zwei Urkunden König Konrads von Staufen 1150[19] und 1152 (Regenboto de Roggingen)[20] jeweils das Kloster St. Blasien betreffend und letztmals 1153 in zwei Urkunden Friedrichs I.[21] und weiteren zwei Urkunden des Bischofs Konrad von Augsburg[22] alle ausgestellt im gleichen Jahr in Heiligenstadt). Eine Feste auf dem Hesselberg wird aber nirgens erwähnt. Aus der erwähnten Schenkungsurkunde Heinrichs III. aus dem Jahr 1053 wissen wir, dass Teile des Wildbanns dort dem Kloster Eichstätt übertragen wurden. War es nun Eigengut Heinrichs oder war es Reichsgut was er übertrug? Das könnte helfen die Frage zu klären wem die Burg auf dem Schlössleinbuck gehörte und wann sie erbaut worden sein könnte. Eine Feste in deartiger Größe wäre sicher irgendwie in Urkunden aufgetaucht. Da dies nach meinem Wissenstand nicht der Fall ist vermute ich, dass wenn es überhaupt eine Burg im 12. Jahrhundert auf dem Schlösslebuck gab diese recht klein war und sich lediglich auf den östlichen Teil der Anlage beschränkte. Die enorme Vorburg ist wohl ein Werk welches aus jüngerer Zeit, vielleicht aus der Zeit des 30-Jährigen Krieges, stammt.

 

Neuendettelsau

Neuendettelsau liegt auf der direkten Linie von Burg Hohenstaufen zur Burg Nürnberg. Es gab dort auch eine Burg die vermutlich von den Staufern errichtet worden war. Darauf verweist die für die Staufer typischen Buckelsteinquarder im Keller des dortigen Schlosses. Das macht Neuendettelsau zu einem heißen Kandidaten auf unserer Suche. Allerdings lag es im Herrschaftsbereich der Abenberger und somit auch dem Bistum Bamberg.

 

Burg Abenberg

Die Burg Abenberg war im 11. und 12. Jahrhundert die Stammburg der mächtigen Herren von Abenberg. Sie waren Vögte des Hochstifts Bamberg und Grafen im Radenz- und Rangau der nördlich an den Sualafeldgau grenzte und standen deshalb zur Zeit Konrads von Staufen wohl eher auf der Seite des Bistums. Dies änderte sich wohl nachdem Konrads Enkel Friedrich „Barbarossa“ zum deutschen König gewählt wurde denn Graf Rapoto von Abenberg (*1122; gest. 1172) verkaufte einige seiner Güter an Barbarossa der diese 1158 in Reichsgut umwandelte.

 

Faktor Stammlande und Eigenbesitz

Das Ries zählt bekanntlich zu den Stammlanden der Staufer. Zu den frühen politischen Zielen der Staufer gehörte die Erweiterung der Stammlande. Wie bereits erwähnt nutzten die Staufer jede Gelegenheit die sich ihnen bot dort Eigenbesitz zu erwerben. Im Osten grenzte deren Gebiet an den Sualafeldgau mit deren Grafen von Lechsgemünd die über Heiratsverbindungen mit den Staufern verwandt waren. Im Norden grenzte der Sualafeldgau an den Rangau welcher damals zum Herrschaftsgebiet der Herren von Abenberg zählte, die als Hochstiftsvögte von Bamberg eine machtvolle Stellung in der Gegend einnahmen. Der wohl sicherste Reiseweg der Staufer war jener durch die eigenen Stammlanden wo sie auch entsprechenden Eigenbesitz hatten. Dort war auch die Versorgung von Proviant sichergestellt. Aus den Stammlanden rekrutierten die Landesherren auch ihre Soldaten die zu Friedenszeiten deren Güter bewirtschafteten. Weiter ist zu bedenken, dass Konrad zwar formal noch Herzog in Ostfranken war, er seine Macht dort weitgehend wider verloren hatte als das Herzogtum wieder zurück an das Bistum Würzburg fiel. Im Herzogtum Schwaben hingegen, obgleich geteilt, war deren Macht in Nordschwaben unangefochten, insbesondere im Ries wo sie viele Eigengüter hatten.

 

Fassen wir kurz die Situation zwischen 1100 und 1150 zusammen. Friedrich I. von Staufen war durch die Heirat mit Agnes, der Tochter Heinrichs IV. und der Übertragung der Herzogswürde im Herzogtum Schwaben zu einer der mächtigsten Männer im Reich aufgestiegen. Er und seine beiden Söhne Konrad und Friedrich II. erwarben Güter im Ries um dort ihre Hausmacht zu festigen. Friedrich II. führte den Herzogentitel im geteilten Schwaben weiter wohingegen sein jüngerer Bruder zum Herzog von Ostfranken ernannt wurde, dessen Macht dort jedoch früh wieder beschnitten wurde als es zur Aussöhnung zwischen Heinrich IV. und dem Würzburger Bischof kam dem er das Herzogtum zuvor zu Gunsten Konrads entzogen hatte. Als Herzog von Ostfranken hatte er seinen Sitz auf der Reichsburg in Rothenburg. Die Reichsburg Nürnberg war zu jener Zeit ein wichtiges Machtzentrum. Regelmäßige Reisen von ihrer Stammburg Hohenstaufen bei Göppingen dorthin waren für die Staufer unabdingbar. Nebst den Reichsburgen Rothenburg und Nürnberg waren Harburg und die Staufer Stammburg Hohenstaufen wichtige militärische Stützpunkte die so miteinander vernetzt sein mussten das bei Gefahr Truppen schnell verlegt werden konnten. Mit dem Bistum Bamberg lag Konrad spätestens ab dem Streit um die Königskrone mit den Süpplinsburger im Streit. Die Bamberger Stiftsvögte, die Herren von Abenberg waren Grafen im Radenzgaun und im Rangau der südlich and den Sualafeldgau der Herren von Lechsgemünd grenzte. Die Lechsgemünder waren wie die Staufer treue Unterstützer der Salier und waren mit den Herren von Staufen durch Heirat verwandt. 1139 bot sich nach dem Tod Cunos von Harburg die Möglichkeit ihren Einfluss auf ehemaliges Gebiet der Lechsgemünder auszudehnen. Straßen waren zu jener Zeit meist unbefestigt und bei schlechten Witterungsverhältnissen schwer passierbar. Ausnahme bildeten die einst von den Römern errichteten Straßen. Pro Tag konnten etwa 25 bis maximal 50 Kilometer Distanz zurückgelegt werden. In diesen Abständen muss es Plätze gegeben haben wo Reisende verpflegt werden konnten und Schlafplätze zur Verfügung standen.

 

Welche Reiserouten kamen für die Staufer in Frage?

Die direkteste Route um von Hohenstaufen nach Nürnberg zu gelangen führte über Mögglingen - Heuchlingen - Laubach - Leinroden - Ramsentrut Neuler - Ellwangen - Ellenberg - Dinkelsbühl - Dürrwangen - Burk - Bechhofen über Neuendettelsau, Heilsbronn, Roßtal, Stein nach Nürnberg. Die letzte Etappe dieser Route führte jedoch durch Bambergisches, respektive Abenbergisches Terretorium. Mit dem Bistum Bamberg standen die Staufer zu jener Zeit nicht besonders gut. Darüber hinaus standen dort keine römischen Straßen zur Verfügung und die Versorgung der Reisegesellschaft wäre auf die Gutmütigkeit anderer Herrscher angewiesen gewesen. Die Strecke wäre wohl rund 25 Kilometer kürzer, respektive etwa einen Tag schneller und wurde wohl zu späterer Zeit, als sich das politische Umfeld zu Gunsten der Staufer wendete, wahrscheinlich deren bevorzugte Reiseroute. Das war jedoch zur Regierungszeit Konrads von Staufen noch nicht Absehbar. Deshalb habe ich hier eine mögliche Alternativroute ausgearbeitet. Um in etwa die Distanzen zu berechnen benutze ich den Bayern Atlas der auch bekannte römische Strassen zeigt. Ich gehe davon aus, dass die Staufer in der Regel mit einem Gefolge von etwa 20 Männern reiste die teilweise unberitten waren. Weiter denke ich wurde auf solchen Reisen ein Wagen für Proviant, Gepäck und Kriegsmaterial mitgführt wurde. Für eine durchschnittliche Tagesetappe setze ich eine Distanz von 30 Kilometer an. Um den Weg zu bestimmen setzte ich den Faktor Stammlande als den wichtigsten an erste Stelle. Als zweitwichtigsten Faktor wähle ich die römischen Strassen, halte mich deshalb soweit möglich an das Gebiet hinter dem Limes. Entlang des Limes vermute ich eine parallel verlaufende römische Militärstrasse. Schiesslich mussten die Wachtürme mit Truppen und Proviant versorgt worden sein was eine Strasse erforderlich macht. Als drittwichtigsten Faktor stelle ich die Flussdurchkreuzungen / Furten. Als viertwichtigsten Faktor die Kürze der Reiseroute in Kombination Berge zu umgehen um Kräfte zu schonen. Damit lautet mein Vorschlag von Reisen von der Burg Hohenstaufen nach Nürnberg für Konrad von Staufen um das Jahr 1140 so:

 

Von der Burg Hohenstaufen Richtung Norden um dort auf die Römerstraße die von Lorch nach Aalen führte zu gelangen. Dieser Punkt dürfte sich in etwa dem heutigen Schwäbisch Gmünd befinden. Von dort aus die Lauter überquerend auf der römischen Hauptstrasse Richtung Osten, südlich der Rems folgend vorbei an Zimmern (KM 20) nach Böbingen an der Rems (römisches Kastell). Dort die Rems überquerend nach Mögglingen bis nach Esslingen (KM 30). Dort vermute ich die erste Quartierstelle. Möglicherweise ging es auch noch ein paar Kilometer weiter auf dieser wohl gut ausgebauten Strasse bis nach Aalen (KM 36). Im 1136 genannten Dorf Alon gab es südlich der heutigen Kernstadt eine Burg die möglicherweise zur Übernachtung ebenfalls genutzt werden konnte. Obgleich diese Strasse die von Aalen aus im flachen Winkel Richtung Norden bis Marktoffingen aufsteigt um von dort aus schurgerade Richtung Osten bis mindestens Munningen (südlich von Oettingen) verlief wohl die am besten ausgebaute Strasse war, hätte ich mich dennoch vermutlich bereits ab Esslingen zu Gunsten einer kürzeren Strecke in nördliche Richtung entschieden um näher an der Ideallinie entlang des Limes zu reisen. So ist lautet mein Vorschlag bei Esslingen die römische Hauptstrasse verlassend in Richtung Norden bis südlich von Dewangen durch welches der Limes verläuft. Dem Limes folgend in nord-östliche Richtung bis Hüttlingen; dort die Kocher überquerend weiter vorbei an Buch, Dalkingen nach Röhlingen (KM 20). Dann weiter über Pfahlheim (KM 25) nach Thannhausen. Von Esslingen bis Thannhausen sind es etwa 32 Kilometer. Das Geschlecht derer von Thannhausen stand den Staufern sehr nahe so dass deren Stammsitz sich als Übernachtungsmöglichkeit anbietet. An Tag 3 der Reise führt meine Route von Thannhausen zunächst Richtung Mönchsroth im Norden um dort wieder auf die Parallel zum Limes verlaufende Strasse etwa bei Eck am Berg zu gelangen. Dort Richtung nord-osten nach Wittenbach weiter nach Veitsweiler (KM 10). In Veitsweiler gibt es nun zwei Optionen. Man kann von dort aus wählen ob man den Hesselberg südlich oder nördlich umgehen möchte. Für die Nordroute geht der Weg weiter nach Weiltingen wo sich eine wichtige Furt über die Wörnitz nach Wörnitzhofen befand. Von Wörnitzhofen nach Wittelshofen, dort über die Sulzach nach Ehingen (KM 20). Von Ehingen in westlicher Richtung nach Lentersheim weiter nach Unterschwaningen. Danach südlich vorbei an Oberschwaningen nach Cronheim (31 KM). Für die Südroute geht es nach Veitsweiler in östliche Richtung nach Frankenhofen und von dort weiter über Irsingen nach Reichenbach. Dort befand sich ebenfalls eine Furt durch die Wörnitz die nach Röckingen führt. Von Röckingen, nördlich vorbei an Altentrüdingen. Dort gab es eine alte Römerstrasse die schnurgerade zum Römerkastell in Unterschwaningen führte. Die "Hesselberg-Südroute" nach Cronheim wäre mit etwa 32.5 Kilometer etwa 1.5 Kilometer länger als die "Hesselberg-Nordroute" gewesen. Link zur Route

 

Der entscheidende Vorteil einer etwas längeren Route via Cronheim, liegt meines Erachtens darin das Cronheim, obgleich nicht beweisbar, wohl zum Eigenbesitz der Staufer gehörte. Die Nennung jenes Burchard von Cronheim und des Gisilbert von Lellenfeld in der Fronhofer Schenkungsurkunde von 1140 deutet zumindest darauf hin. Mit Cronheim als Etappenziel war es möglich den grösstmöglichen Teil auf römischem Strassennetz in staufischen Stammlanden reisen. Rechtsgeschäfte wie zum Beispiel abhalten von Gerichten und Gespräche mit deren Verwaltern konnten bei diesen Reisen ebenfalls stattfinden. Dazu kommt die Versorgung mit Proviant die in den Stammlanden gesichert war. Cronheim lag günstig ob mit großem oder kleinem Gefolge oder gar mit schweren militärischem Material. Doch es gab noch weitere Vorteile. Wie es scheint gab es zwischen Cronheim und Lellenfeld ein Tor im Limes. Dies schliesse ich daraus, dass es es zur römischen Zeit an dieser Stelle eine Siedlung auf beiden Seiten des Limes gab.[24] Gab es dort tatsächlich ein Tor, dann gab es wohl auch einen alten Weg Richtung Arberg welches die Möglichkeit eröffnet von Cronheim aus auf die direkteste Route via Neudettelsau umschwenken falls es das politische Umfeld erlaubte. Falls das Herrschaftsgebiet der Abenberger und somit dem Bistum Bamberg umgangen werden sollte konnte man den Weg an dieser Stelle einfach Richtung Osten nach Unterwurmbach forsetzen wo die Furt über die Altmühl nach Gunzenhausen genutzt werden konnte. Darüber hinaus führt die Cronheim-Route sehr nahe an der direkten Luflinie der beiden Standorte Hohenstaufen und Nürnberg. Bis zu diesem Punkt hält sich also der Vorteil der direkten Route noch im Rahmen. Auch die Option die Wörnitz ohne grossen Zeitverlust an zwei verschiedenen Stellen überqueren zu können war sicherlich ein Plus. Cronheim lag relativ zentral. Von diesem Punkt lagen die für die Staufer strategisch wichtigen Punkte, Nürnberg, Rothenburg, Eichstätt und Aalen alle etwa im gleichen Abstand voneinander entfernt. Auf Fußwegen sind es von Cronheim nach Rothenburg etwa 54 Kilometer, von Cronheim nach Eichstätt 52 Kilometer, von Cronheim nach Nürnberg ungefähr 56 und nach Aalen sind es etwa 59 Kilometer. Dies sind meines Erachtens alles Gute Gründe für die Route via Cronheim. Das Cronheim dennoch nicht zu einer blühenden Statt im Mittelalter aufblühte hatte Gründe. Wohl bereits wenige Jahrzehnte nach der möglichen Erbauung des festen Hauses in Cronheim hatte sich die Lage im Reich verändert. Wie der Verkauf von Gütern der Abenberger an Kaiser Barbarossa, dem Enkel Konrads, 1158 nahelegt, waren die Abenberger schon kurze Zeit nach dem Ausbau Cronheims zu einem Ettapenziel keine Bedrohung mehr für die Staufer. Reisen durch deren Gebiet stellten wohl nicht weiter eine mögliche Gefahr dar. Cronheim verlor deshalb an strategischer Bedeutung für die Staufer. Nicht auszuschiessen, dass bereits mit dem Tod König Konrads am 15. Februar 1151, der Ausbau der Anlage in Cronheim ein frühzeitiges Ende fand und sie von dessen Nachfolgern nur noch in einem sehr bescheidenen Masse abgeschlossen wurde, wie die Zeichnung der Schlossanlage Cronheim die um 1670 entstand vermuten lässt. Ganz aufgegeben wurde es dennoch nicht denn die anderen genannten Vorteile blieben weiterhin bestehen. Erst mit dem Tod des letzten Staufers 1252 wurde es meines Erachtens zu einem gewöhnlichen Lehen der Oettinger.

 

In meinem nächsten Bericht werde ich diesen Faden aufnehmen und nach möglichen Gebäuden oder Gebäudereste für eine Herberge in Cronheim eingehen.

 

[1] Carl Heinrich von Lang: Diplomatum Historiam Pagorum in: Jahresbericht des Historischen Vereins im Rezat-Kreis, Bd. 6, S. 20

[2] Urkunde vom 17. Mai 1053 – Regesten der Bischöfe von Eichstätt, 1, S. 13

[3] G. Droysens allgemeiner historischer Handatlas in sechsundneunzig Karten mit erläuterndem TextAllgemeiner historischer Handatlas in sechsundneunzig Karten mit erläuterndem Text, Bielefeld,1886

[4] Carl Heinrich von Lang: Diplomatum Historiam Pagorum in: Jahresbericht des Historischen Vereins im Rezat-Kreis, Bd. 6, S. 29

[5] Historisches Lexikon Bayerns

[6] RI IV,1,2 n. 8, in: Regesta Imperii Online

[7] RI IV,1,2 n. 9, in: Regesta Imperii Online

[8] RI IV,1,2 n. 7, in: Regesta Imperii Online

[9] RI IV,1,2 n. 10, in: Regesta Imperii Online

[10] Johannes Merz, Herzogswürde, fränkische, publiziert am 25.10.2010; in: Historisches Lexikon Bayerns

[11] RI IV,1,2 n. 21, in: Regesta Imperii Online

[12] RI IV,1,2 n. 24, in: Regesta Imperii Online

[13] RI IV,1,2 n. 25, in: Regesta Imperii Online

[14] Prof. Dr. Jürgen Dendorfer: Königsland? – Die Staufer und das Ries. Originalbeitrag erschienen in: Verein Rieser Kulturtage e.V. (Hrsg.): Rieser Kulturtage. Eine Landschaft stellt sich vor. Dokumentation, Band XIX/2012 21. April – 20. Mai 2012, erarbeitet von Wulf-Dietrich Kavasch, Friedrich Keßler und Günter Lemke Nördlingen: Verlag Rieser Kulturtage, 2014, S. 143-161

[15] Prof. Dr. Jürgen Dendorfer: Königsland? – Die Staufer und das Ries. Originalbeitrag erschienen in: Verein Rieser Kulturtage e.V. (Hrsg.): Rieser Kulturtage. Eine Landschaft stellt sich vor. Dokumentation, Band XIX/2012 21. April – 20. Mai 2012, erarbeitet von Wulf-Dietrich Kavasch, Friedrich Keßler und Günter Lemke Nördlingen: Verlag Rieser Kulturtage, 2014, S. 143-161.

[16] Markus Schäfer: Wer waren Marquart und Adilbert von Cronheim?, 2018

[17] Monumenta Zollerana. Quellensammlung zur Geschichte des erlauchten Hauses der Grafen von Zollern und Burggrafen zu Nürnberg, Bd. 1, S. 15/16

[18] Quellen und Erörterungen zur bayerischen und deutschen Geschichte, Band 1, S. 276

[19] RI IV,1,2 n. 689, in: Regesta Imperii Online, URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1150-08-20_1_0_4_1_2_691_689

[20] WUB Band II., Nr. 334, Seite 57-58

[21] RI IV,2,1 n. 176, in: Regesta Imperii Online, URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1153-05-29_1_0_4_2_1_176_176 und RI IV,2,1 n. 177, in: Regesta Imperii Online, URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1153-05-29_2_0_4_2_1_177_177

22]  RIplus | SFG: Regg. B/DK Augsburg 2 n. 18, in: Regesta Imperii Online, URI: http://www.regesta-imperii.de/id/de7a56bb-bc63-486b-a401-7d6095cd0cf0 und RIplus | SFG: Regg. B/DK Augsburg 2 n. 19, in: Regesta Imperii Online, URI: http://www.regesta-imperii.de/id/c80f08dc-f13f-4ea6-8f90-9fcc876a7bec

[23] General Leutnant z. D. von Sarway in Charlottenburg: Römische Strassen im Limesgebiet, 1899. In Westdeutsche Zeitschrift für Geschichte und Kunst. S. 125

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