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Cronheim - ein Etappenziel der Staufer?

von Markus Schäfer, Cartago, September 2018

 

 

Schloss, Kirche und Vorburg. Vorne rechts Wirtschaftshof

Der Dorfkern Cronheims mit Schloss, Kirche und Wirtschaftshof, zeigt dem heutigen Besucher ein harmonisches Bild aus vergangenen Tagen. Nur derjenige der etwas tiefer in die Geschichte Cronheims eintaucht wird feststellen, dass etwas an der Anordnung und den offiziellen Rollen der Gebäude nicht so richtig passt. Im 14. Jahrhundert erweiterte Hans von Cronheim sein Schloss mit einer Vorburg gegen Osten und integrierte dabei den bereits befestigten Wirtschaftshof. Ziel war es seine Wasserburg somit besser vor Angriffen zu schützen. Bei all seinen Anstrengungen übersah er jedoch einen gewaltigen Schwachpunkt - den benachbarten frei zugänglichen Kirchturm. Für den Nürnberger Burggrafen, war es somit bei seinem Angriff 1403 eine Leichtigkeit die Burg im Handstreich in Schutt und Asche zu legen. Bestens geschützt durch die dicken Mauern des Kirchturms war es für die Bogenschützen ein leichtes Spiel ihre Brandpfeile präzise ins Ziel zu lenken. Wilhelm von Cronheim, der Enkel des Hans, hatte aus der schmerzhaften Erfahrung gelernt und bei seinem Burgausbau im 15. Jahrhundert die Kirche in ein gemeinsames Verteidigungskonzept integriert in dem er diese zu einer Wehrkirche ausbauen lies und somit den Zugang zum gefährlichen Kirchturm kontrollieren konnte. Doch warum machte man zur vermeindlichen Bauzeit beider Gebäude im 12. Jahrhundert den gravierenden Fehler zwei wehrhafte Türme nur einen Steinwurf voneinander entfernt zu bauen und dabei einen der Türme völlig offen und ungeschützt zu lassen? Auch die Bauform des Wirtschaftshofes, mit dem herrschaftlichen Kamin, eigener Bewehrung, überdimensioniertem Wohnteil und unterdimensioniertem Wirtschaftsteil passt eigentlich nicht in die Rolle die man ihm offiziell zuschreibt. Sicherlich gibt es einen Grund dafür. Eine mögliche Erklärung dafür möchte ich in dieser Publikation zur Diskussion stellen.

Einleitung

Die Erstnennung Cronheims geht um das Jahr 1140 zurück. Es war die Zeit als Konrad von Staufen als Erster dieses bedeutsamen Geschlechts den deutschen Königsthron bestieg. Sein Vater, Herzog Friedrich von Schwaben, hatte die Stammburg der Staufer bei Göppingen errichtet von wo aus er und seine Söhne das staufische Machtimperium ausbauten. In der Reichsburg in Nürnberg, auf die sie durch die Eheverbindung mit den Saliern berechtigen Anspruch hatten, lag einer der Schlüssel zu ihrem Erfolg, weshalb König Konrad von Staufen und sein Bruder Friedrich II. diese exakt um die Zeit der Erstnennung Cronheims zu einer Königspfalz ausbauten. Auch in Rothenburg o.d.T errichtete Konrad 1142 eine neue pfalzartige Burg! Die Harburg kam ebenfalls um diese Zeit in den Besitz der Staufer. Besteht zwischen der Erstnennung Cronheims und den neuen Burgen der Staufer in Nürnberg, Rothenburg und Harburg eventuell ein Zusammenhang? Welche Reisewege benutzten die Staufer um von ihrer Stammburg bei Göppingen zu ihrer Pfalz in Nürnberg zu gelangen? Und wo lagen ihre Quartierplätze auf dem Weg dorthin? War die Anlage in Cronheim vielleicht ursprünglich als ein Königshof geplant, ein Quartierplatz in dem der Landesfürst auf seinen Reisen übernachtete? Um diese Fragen zu beantworten müssen wir etwas weiter ausholen.

 

Die Vorgeschichte

Nach dem Tod des merowingischen Hausmeiers Karl Martell im Jahr 741 wurde das Reich, wie damals üblich, zwischen dessen beiden Söhnen, Pippin und Karlmann geteilt, was zu Aufständen in beiden Teilreichen führte. Der Alemannenfürst Theudebald versuchte bei dieser Gelegenheit erfolglos die Autonomität des Volkstamms der Sueben zurückzugewinnen. Karlmann ließ daraufhin, auf dem so genannten "Blutgericht zu Cannstatt", viele tausend aufständische Stammesführer mit samt deren Gefolge wegen Hochverrats festnehmen und hinrichten. Danach teilte er Alemannien in zwei Grafschaften und setzte dort die fränkischen Adligen Warin und den Stammvater der Welfen Ruthard als Verwalter - "administratores Alamanniae" ein. Da das Gebiet um Cronheim ursprünglich zu Alemannien gehörte möchte ich hier kurz veranschaulichen bis wohin deren Reich bis zur Unterwerfung durch die Franken 496/507 in dieser Gegend einst lief: Im Nord-Westen bildete der Fluss Lahn die Grenze. Die Ostgrenze Alemanniens, welches man später auch als Schwaben bezeichnete, bildete die Lech bis zu deren Mündung in die Donau. Verlängert man den Süd-Nordverlauf der Lech in senkrechter Linie, wohl dem Verlauf der Schwäbischen Rezat bzw. der Regnitz folgend, ungefähr hinauf bis zum heutigen Bamberg und von dort in schräger Linie fast bis Fulda hat man in etwa die Ostgrenze Alemanniens. (Link zur Karte)

 

Ab etwa 900 gab es nun Versuche das alte Herzogtum Schwaben wieder zu errichten, was schliesslich dem rätischen Markgrafen Burchard II. gelang. Durch Heirat band er 922 seinen ehemaligen Widersacher Rudolf II. von Burgund an sich und festigte somit das wiederbelebte Herzogtum. Mit dem Tod Burchards II. im Jahr 926 entbrannte ein Streit um Schwaben welchen der sächsische Herzog und ostfränkische König, der Liudolfinger Kaiser Heinrich I., für sich nutzte und seinen Vetter Hermann mit Regelinda, der Witwe Burchards, vermählte. Somit verschaffte er sich einen Anspruch auf das Herzogtum Schwaben. Diese Aktion gilt im Allgemeinen als einer der Auslöser des so genannten Investitur Streits welcher das gesamte Land spaltete.

 

Zankapfel Herzogtum Schwaben

Die Herrschaft der Liudolfinger, deren Thronfolger nach Kaiser Otto I., dem Sohn Heinrichs I., in der Geschichte als „Ottonen“ bezeichnet werden, endete mit dem kinderlosen Kaiser Heinrich II. (973 – 1024). Er führte eine überaus großzügige Kirchenpolitik und vermachte als Stifter seines Hausklosters und neu geschaffenen Bistums Bamberg diesem Güter und Rechte, die ursprünglich mehrheitlich zu den Bistümern Würzburg und Eichstätt gehörten. Diese entschädigte er dafür vorwiegend mit schwäbischen und ostfränkischen Reichsgütern und Privilegien, allen voran das Recht Kirchenoberhäupter selbst und ohne Zustimmung und Mitspracherecht der Landesfürsten wählen zu dürfen. Damit verschob Kaiser Heinrich das bisherige Machtgefüge zwischen Adel und Kirche. Besonders in den Herzogtümern Schwaben und Ostfranken, wozu die heutige Region Mittelfranken damals zählte. Dies hatte schwere Folgen die sich darin entluden, dass sich beide Seiten erbittert bekämpften um gemachte Schenkungen und Privilegien rückgänig zu machen respektive diese zu behalten. 

 

Ein Beispiel solch einer Schenkung ist jene des im Ries gelegenen Ortes „Tekingen“ (Mönchsdegging bei Harburg) „in der Grafschaft Sigharts“ wie laut Schenkungsurkunde vom 1. November 1007 beurkundet ist.[1] Der in dieser Urkunde genannte Sighart wird noch einmal indirekt in einer weiteren Schenkung Heinrichs an das Bistum Bamberg genannt, als er die Abtei des heiligen Martins im Ries „in der Grafschaft Sighards zu Teggingen“ vermachte. Bei diesem Sighart handelt es sich wohl um Sieghard V., Sohn des Grafen Sieghard IV. im Chiemgau aus dem Hause der Sieghardiner. Dieser war mit Hildburg, der Tochter des Pfalzgrafen Aribo und Adala der ältesten Töchter des Pfalzgrafen Hartwig I. von Bayern und der Wichburg von Bayern, verheiratet die wohl das Ries in die Ehe einbrachte. Ich erwähne speziell diese Urkunde da sie die Chiemgaugrafen mit dem Ries in Verbindung bringt was zum besseren Verständnis der Herkunft der Grafen in unserer Region beiträgt. Im 11. Jahrhundert entfalteten sich im Herzogtum Schwaben gräfliche Dynasten, wie die Zähringer, die Habsburger, die Burgunder, die Welfen und die aus dem Nördlinger Ries stammenden Staufer, die nach dem Herzogentitel Schwabens strebten. 

 

Dem Geschlecht der Ottonen folgten 1024 mit Heinrich III. das Geschlecht der Salier auf den deutschen Thron. Entgegen der Ansprüche gelang es dem Salier 1030 sich nach dem Tod des schwäbischen Herzog Hermann IV. das Herzogtum Schwaben an sich zu ziehen und es seinen Kindern und nicht jenen des Herzog Hermanns zu übertragen. Damit wurden erneut Feindseligkeiten geschaffen. Eine Urkunde vom 17. Mai 1053, worin Kaiser Heinrich III. Eichstätt Besitzungen zukommen lässt, beschreibt ein Gebiet welches teilweise zum Ries- und teilweise zum Sualafeldgau gehörte. Diese Urkunde ist aus mehrerlei Hinsicht interessant für unsere Forschung. Sie gibt nicht nur Auskunft über Ortschaften in den beiden Gauen sondern auch über deren Herrscher. Der darin beschriebene Rundgang zeigt wo sich diese Besitzungen befanden (in der Karte grau skiziert).[2]  Der Rundgang beginnt in Wechingen Richtung Norden über Belzheim, Seglohe, Frankenhofen, von dort Richtung Osten nach Irsingen, zwischen Gerolfinden und Reichenbach die Wörnitz überquerend weiter Richtung Nordosten über Röckingen bis Lentersheim. Von Lentersheim aus nach Osten über Unterschwaningen Richtung Südosten nach Obermögersheim. Von dort weiter Richtung Osten nach Gnotzheim und danach Richtung Süden vorbei an Spielberg, dem Rohrbach auf dem Hahnenkamm entlang folgend bis zu dessen Mündung in die Wörnitz. Interessant dabei ist eine Bemerkung, die nach Irsingen eine Furt über die Wörnitz nach Röckingen beschreibt und damit einen Hinweis für eine damals gebräuchliche Reiseroute liefert. Von dort ging der Rundgang weiter zur Quelle "welche die Provinzen Schwaben und Franken scheidet". Diese Aussage ist hochinteressant, denn es beschreibt nicht nur einen Grenzpunkt der beiden Gaue sondern auch den Grenzpunkt der beiden Herzogtümer Schwaben und Ostfranken im 11. Jahrhundert! Ich erwähne dies da ich zwischen den beiden in dieser Urkunde genannten Grafen Friedrich und Chuno ein sehr enges Verwandtschaftsverhältnis vermute. Ich komme nochmal auf dieses Thema zurück. Etwas Oberhalb von Wassertrüdingen übernimmt die Wörnitz die Rolle des Grenzflusses bis diese bei Donauwörth in die Donau mündet. Daraus lässt sich weiter erkennen, dass die ursprüngliche Westgrenze Alemanniens (Schwaben) nach dem 6. Jahrhundert weiter westwärts gedrängt wurde und nicht nur das Ries sondern auch das Gebiet des Sualafeldgaus wohl ursprünglich ebenfalls zu Alemannien gehörten, bevor letzterer dem Herzogtum Ostfranken (Francia Orientalis) zugeschlagen wurde. Man darf an dieser Stelle wohl die Frage einwerfen warum der frühere Grenzfluss zwischen Sualafeldgau und Nordgau, die Schwäbische Rezat, nach Schwaben benannt ist jedoch aber nicht zu Schwaben gehört haben soll... Wie das geschehen konnte erkläre ich etwas später. Droysen hat in seinem historischen Handatlas versucht die Gaugrenzen zu rekonstruieren.[3]  Um die Grenzpunkte des Sualafeldgaus abgleichen zu können habe ich seine Gaukarte über eine moderne Karte gelegt, mit folgendem Ergebnis: Die heutige Autobahn A6 markiert in etwa die von Droysen vermutete Nordgrenze des Sualafeldgaus. Die Ostgrenze könnte dabei tatsächlich quer durch den Hesselberg verlaufen sein bevor die Wörnitz die Grenze markierte. Nun kommt noch ein Satz in dieser Urkunde Kaiser Heinrichs vor was aufhorchen lässt: „…alles in der Grafschaft Friedrichs im Ries und Chunos des Grafen im Sualafeld…[4] Die Wörnitz bei Röckingen bildete also dort sowohl die Grafschaftsgrenze des Ries- und Sualafeldgaus als auch die Grenze der beiden Herzogtümer Schwaben und Ostfranken. Der Riesgau des Grafen Friedrich gehörte folglich zum Herzogtum Schwaben, der Sualafeldgau zum Herzogtum Ostfranken. Dendorfer vermutet, dass es sich beim genannten Sualafeldgaugrafen Chuno um Chuno von Lechsgemünd handelt. Meiner Ansicht nach war es ein weitaus mächtigerer Graf - Kuno von Rott. Mehr zu dieser Theorie gleich. Doch wer war jener Graf Friedrich im Ries? Dieser Friedrich war nach Dendorfer Friedrich von Büren, der Stammvater der Staufer.[14] Dank dieser Urkunde kennen wir nun die Grafen des Ries- und des angrenzenden Sualafeldgau Mitte des 11. Jahrhunderts wozu Cronheim ursprünglich gehörte und erhalten weiter einen Hinweis auf die weiter nach Westen gerückte Grenze des Herzogtums Schwaben und einen möglichen Hinweis zum Verwandtschaftsverhältnis der Staufer zum benachbarten Grafen Chuno. 

 

Um den anhaltenden Konflikt mit den Zähringern beizulegen willigte Kaiser Heinrich III. schließlich dazu ein, den Zähringer Grafen Berthold zum Herzog von Schwaben zu ernennen. Die Belehnung Bertholds wurde jedoch durch den Tod Heinrichs im Jahre 1056 verhindert. Als dieser verstarb, war dessen Sohn Heinrich IV. noch ein unmündiges Kind von 6 Jahren, so dass dessen Mutter Kaiserin Agnes von Burgund die Regentschaft übernahm. Um ihre Macht abzusichern musste sie vermeiden, dass sich die erstarkenden Geschlechter im Herzogtum Schwaben das ganze Land an sich reißen. Deshalb begann sie bereits kurz nach dem Tod ihres Gemahlen 1057 ihren verwandten Rudolf von Rheinfelden mit dem Herzogtum Schwaben zu belehnen, der um den Anspruch zu begründen 1059 die noch minderjährige Tochter Heinrichs III. und Schwester Heinrichs IV., Mathilde heiratete. Mathilde verstarb jedoch bereits 1060 im Alter von nur 12 Jahren. Nach Mathildes Tod heiratete Rudolf Adelheid von Turin. Sie war die Schwester Berthas, der Ehefrau Heinrichs IV. Um den rechtmäßigen Nachfolger im Herzogtum Schwaben, Berthold von Zähringen, zu besänftigen, der durch die Entscheidung der Agnes nicht wie bereits von ihrem verstorbenen Gemahl zugesagt mit dem Herzogtum Schwaben belehnt worden war, belehnte sie ihn mit dem Herzogtum Kärnten. Dies stellte den Zähringer jedoch bei weitem nicht zufrieden.

 

Als 1065 Heinrich IV. volljährig geworden war übernahm er von dessen Mutter Agnes die Regierungspolitik seines Vaters und versuchte nun den Einfluss der Fürsten zurückzudrängen. Er begann mit dem Bau zahlreicher Burgen um und löste somit den Sachsenkrieg aus. Darüber hinaus kam es zwischen ihm und Papst Gregor VII. zum Streit über die Einsetzung des neuen Erzbischofs von Mailand durch Heinrich wobei der Papst ihn aufforderte die Ernennung zurückzunehmen. Der Streit eskalierte indem der Papst Heinrich mit dem Kirchenbann drohte. Als Reaktion darauf berief Heinrich einen Hoftag zu Worms am 28. Januar 1076. Es gelang ihm dabei die Mehrheit der deutschen Bischöfe dem Papst ihren Gehoram aufzukündigen und ihn zum Rücktritt aufzuforderten. Die Gegenreaktion des Papstes blieb nicht aus und so erklärte der Papst am 14. Februar 1076 König Heinrich faktisch für abgesetzt indem er den Kirchenbann über ihn aussprach und seine Untertanen somit von ihrem Eid gegenüber dem König entband. Immer mehr Bischöfe versuchten sich nun wieder mit dem Papst auszusöhnen und wandten sich von Heinrich ab. Heinrichs Gegner, allen voran sein Schwager Rudolf von Rheinfelden, Welf von Bayern und Berthold von Kärnten beriefen für den 16. Oktober 1076 einen Fürstentag in Trebur an und machten sich für Neuwahlen stark. Man beschloss dem König eine damals übliche Frist von einem Jahr und einem Tag zu gewähren um sich vom päpstlichen Bann zu befreien, wenn er König bleiben wolle. Dazu wurde ein weiterer Fürstentag, diesesmal unter Anwesenheit des Papstes für den 2. Februar 1077 in Augsburg einberufen. Da Heinrich fürchten musste auf diesem Fürstentag tatsächlich abgesetzt zu werden beschloss er im Januar dem Papst, der sich bereits Richtung Norden aufgemacht hatte, in seinem später legendären Gang nach Canossa entgegenzuziehen. Dorthin hatte sich Papst Gregor geflüchtet als er vom Aufbruch Heinrichs über die Alpen hörte um Schutz bei seiner verbündeten Mathilde von Tuszien suchen. Die südlichen Herzöge versperrten ihm allerdings die von ihnen kontrollierten Alpenübergänge, so dass Heinrich den weiten und gefährlichen Umweg über Burgund und den Mont Cenis nehmen musste. Als Heinrich im Winter, barfuß und lediglich mit einem Büßergewandt bekleidet, wie es für dieses Ritual damals üblich war, vor der Burg Canossa erschienen war, ließ ihn der Papst angeblich drei Tage in der Kälte vor dem Tor warten bis er ihn endlich wieder in die Kirche aufnahm und den Bann von ihm löste. Die Lösung vom Bann hinderte die Deutschen Fürsten jedoch nicht daran am 15. März 1077 Rudolf von Rheinfelden zum deutschen König zu wählen. Ein Krieg zwischen den beiden Königen wurde damit unausweichlich. Als Gegenreaktion auf die Königswahl hielt König Heinrich IV. im Mai 1077 einen Hoftag ab wobei er Rudolf von Rheinfelden, Welf von Bayern und Berthold von Kärnten als Hochverräter verurteilte und sie ihrer Herzogtümer und Lehen entzog. Bei einer ersten Schlacht zwischen den beiden Königen am 7. August 1078 bei Mellrichstadt in Unterfranken fand sein Mitstreiter Heinrich I. von Lechsgemünd den Tod.[5] Da sowohl Rudolf von Rheinfelden als auch König Heinrich IV. vom Schlachtfeld flohen blieb der Ausgang ergebnislos. Die aus dem nördlichen Schwaben um Göppingen stammenden Staufer, waren wie auch die Lechsgemünder treue Anhänger der Salier, dem Geschlecht König Heinrichs. Auch während des Investiturstreits hielt Friedrich I. von Staufen fest zu Heinrich IV. Für seine Treue übertrug ihm jetzt König Heinrich 1079 das Herzogtum Schwaben und gab ihm seine Tochter Agnes von Waiblingen zur Frau.

 

Die weiterhin offene Königsfrage konnte nur in einer weiteren Schlacht beantwortet werden. Die Schlacht bei Hohenmölsen im Oktober 1080 sollte die Entscheidung bringen. Zwar wird Rudolf im Allgemeinen als Sieger dieser Schlacht angesehen da Heinrich erneut fliehen musste, doch verlor er dabei seine rechte Hand und erhielt einen Stich in den Unterleib, an deren Folgen er kurze Zeit später verstarb. Heinrich konnte sich so nun das Königtum sichern doch die Einigung im Land war damit noch nicht wiederhergestellt. 1080 rächte er sich an Papst Gregor indem er nach Italien zog und dabei die Absetzung Gregors erwirkte. Neuer Papst wurde nun Clemens III. welcher Heinrich zum Kaiser krönte. Als seinen Nachfolger hatte er seinen Sohn Konrad erkoren den er im Alter von 13 Jahren 1087 in Aachen zum Mitkönig krönen lies. Papst Clemens III. konnte sich nicht an der Macht halten und Papst Urban II. wurde von der gegnerischen Seite zum Gegenpapst gewählt. Heinrich zog daraufhin 1090 mit seinem Heer erneut nach Italien. Während sich Heinrich IV in Italien aufhielt stellte sich 1093 sein Sohn und Mitkönig Konrad, durch den Einfluss von Markgräfin Mathilde von Tuszien, überraschend gegen seinen Vater. Die gegnerische Partei erhob nun Berthold von Zähringen zum Gegenherzog in Schwaben. Da Kaiser Heinrich die Alpenpässe durch eine Koalition der abgesetzten süddeutschen Herzöge Welf von Bayern und Berthold von Zähringen versperrt wurden, war er gezwungen in Italien auszuharren. Ihm blieb keine andere Wahl als den Herzögen Welf und Berthold Zugeständnisse zu machen. 1096 erreichte er mit Herzog Welf einen Frieden indem er diesen wieder offiziell zum Herzog von Bayern machte. Nun konnte er nach Deutschland zurückkehren um dort die Amtsgeschäfte wieder in die Hand zu nehmen. Auch mit Berthold von Zähringen gelang ihm 1098 eine Einigung in dem er das Herzogtum Schwaben faktisch teilte. Berthold unterstand der südliche Teil, dem Staufer Friedrich der nördliche Teil des Herzogtums. Beide behielten ihren Herzogtitel.

 

Wohl bedingt durch die Teilung des Herzogtums Schwaben richteten die Staufer ein besonderes Augenmerk auf die Stärkung ihre Hausmacht durch Erwerbung von Eigengütern, speziell im Ries wo sie bereits umfangreiche Ländereien besassen. Dazu errichtete der Staufer Friedrich I. die Burg Hohenstaufen und stiftete um 1102 das Kloster Lorch welches zum Hauskloster der Staufer wurde. Friedrich I. und seine Söhne Friedrich II. und Konrad III. mehrten das Eigengut der Familie, insbesondere im Riesgau, der zum Herzogtum Schwaben gehörte. Dieser grenzte im Osten an den Sualafeldgau der zum Herzogtum Ostfranken gehörte. Weiter gelang es Konrad das Erbe der Grafen von Comburg-Rothenburg an sich zu ziehen. Konrads Bruder Friedrich II., genannt "der Einäugige", der seinem Vater im Herzogtum Schwaben nachgefolgt war, festigte in Kämpfen gegen die oberrheinischen Gegner die Stellung der Staufer im Elsass und in den salischen Kernlanden. Am 6. Januar 1099 erreichte Kaiser Heinrich IV., dass sein zweiter Sohn Heinrich V. im Alter von 13 Jahren in Aachen zum Mitkönig gekrönt wurde. Sein ältester Sohn König Konrad, der sich gegen seinen Vater erhoben hatte, verstarb kurze Zeit darauf im Jahr 1101. 1103 gelang es Heinrich IV. einen reichsweiten Landfrieden zu verkünden. Seine Herrschaft schien daraufhin gefestigt und die Nachfolge gesichert. Am 21. Juli 1105 starb sein teuer Weggefährte Herzog Friderich von Schwaben. Noch im gleichen Jahr heiratete seine Witwe Agnes den Babenberger Markgraf Leopold. Zu diesem Zeipunkt war Friedrich von Staufen 15, sein Bruder Konrad 12 Jahre alt.

 

Die gemachten Zugeständnisse und Kompromisse die nach so vielen Jahren des Streits durch Heinrich IV. gemacht werden mussten trieb nun 1105 auch dessen zweiten Sohn Heinrich V. dazu seinen eigenen Vater vom Thron zu stoßen. Im Herbst 1105 standen sich die Truppen des Vaters und seines Sohnes gegenüber. Eine Schlacht wurde jedoch durch die Fürsten beider Seiten verhindert. Man einigte sich darauf die Königsfrage auf einem Hoftag und nicht auf dem Schlachtfeld zu klären. Auf dem Hoftag in Koblenz am 20. Dezember 1105 soll laut der Vita Heinrici IV. Heinrich V. dem Vater „um den Hals gefallen“ sein und dabei „Tränen vergossen und ihn geküsst“ haben. Fußfall, Tränen und Küsse als öffentliche Bekundungen einer Versöhnung waren nach damaliger Auffassung bindend. Heinrich IV. entliess daraufhin sein Heer. Sein Sohn legte ihm nahe, sich zu seinem Schutz in die Burg Böckelheim zu begeben. Kaum war Heinrich IV. auf der Burg angekommen fiel ihm sein Sohn in den Rücken. Heinrich IV. wurde gefangengenommen und zur Herausgabe der Reichsinsignien gezwungen. Auf einer Fürstenversammlung zu Ingelheim am 31. Dezember 1105 musste Kaiser Heinrich IV. schließlich auf den Thron verzichten. Am 5. Januar 1106 wurde Heinrich V. in Mainz von den Fürsten zum neuen König gewählt. Dem alten Kaiser Heinrich IV. gelang es Anfang 1106, aus der Pfalz in Ingelheim zu entkommen und einen Widerstand zu organisieren. Nach erfolgversprechenden Anfängen erkrankte er jedoch und starb am 7. August 1106 in Lüttich. Erst nach dem Tod Heinrichs IV. unterstützten nun ab 1108 auch die Staufer den neuen König die bis dahin dessen Vater unterstützt hatten und wurden zu einem wichtigen Verbündeten des salischen Kaiserhauses im Südwesten des Reiches. Auch als Lothar von Supplinsburg gemeinsam im Dezember 1112 mit Pfalzgraf Siegfried von Lothringen, Markgraf Rudolf von Stade, Wiprecht dem Älteren von Groitzsch, Pfalzgraf Friedrich von Sommerschenburg und Graf Ludwig von Thüringen einen Aufstand gegen den Kaiser vorbereitete hielten die Staufer zum Kaiser.[5b] Lothars Plan scheiterte und so warf er sich an Heinrichs Hochzeit am 7. Januar 1114, Barfuß und im Wollmantel vor aller Augen zu Boden wodurch er die Gnade des Königs wieder gewann. Dessen Reue währte jedoch nur kurz. Bereits gegen Ende des gleichen Jahres rebellierte er erneut gegen den Kaiser. Besonders nah zu Heinrich V. stand auch Bischof Eberhard von Eichstätt. Der Würzburger Bischof Erlung hingegen überwarf sich mit König Heinrich V. der ihm daraufhin das Herzogtum Ostfranken (ducatus orientalis Franciae) entzog und es seinem getreuen Volksmann Konrad von Staufen übertrug.[6] Die Übertragung der Herzogswürde an Konrad führte unweigerlich zu kriegerischen Auseinandersetzungen mit dem würzburger Bischof, in denen Konrad besonders hervortrat.[7] Als König Heinrich V. 1116 zum Feldzug nach Italien aufbrach um sich das Erbe der verstorbenen Markgräfin Mathilde von Tuszien zu sichern, übertrug er Konrad und seinem Bruder Friedrich von Schwaben die Regentschaft in den Gebieten nördlich der Alpen.[8] Die Reichsverweserschaft hatte vor allem die Funktion, die kaisertreu gebliebenen Reichsteile für Heinrich V. zu sichern. Konrad sollte diese Aufgabe in Ostfranken übernehmen, nutze diese Gelegenheit von 1116 bis 1118 jedoch auch zu seinen Gunsten um sein Herzogtum zu festigen. Dabei galt es sein Herrschaftsgebiet durch Eigengüter zu stabilisieren. Das Ries rückte dabei wieder in den Fokus Konrads Politik wo er jede Gelegenheit nutzte Eigengüter zu bekommen. Möglicherweise erwarb er um diese Zeit das Cronheimer Gut. Reisen von der Staufer Stammburg bei Göppingen zu einer der wichtigsten Burgen der Salier in Nürnberg dürften zu dieser Zeit regelmässig erfolgt sein. Der Konflikt mit den ostfränkischen Bistümern Würzburg und Bamberg führte zur Exkommunikation Konrads, dessen Bruder Friedrich und dem Pfalzgrafen Gottfried II. von Calw, die am 19. Mai 1118 auf der Kölner Synode beschlossen wurde.[9] Im Januar 1120 versöhnten sich Lothar von Supplinsburg, Pfalzgraf Friedrich von Sommerschenburg, Graf Rudolf von Stade und andere sächsische Fürsten wieder mit dem Kaiser. Doch auch diesesmal nicht dauerhaft. Heinrichs gesamte Regentschaft war durch die ständigen Konflikte mit Lothar überschattet. Als sich auch Heinrich V. und der Würzburger Bischof Erlung 1120 wieder versöhnten erhielt dieser formal das Herzogtum Ostfranken wieder zurück. Jedoch beschränkte sich diese Rückgabe auf die richterliche Würde (dignitas iudiciaria).[10] Konrad durfte zwar die Herzogswürde behalten (Titularherzog), seinen politischen Einfluss büßte er mit dem Verlust der richterlichen Würde auf diesem Gebiet aber weitgehend ein. 1124 brach Konrad zu einer Pilgerfahrt ins Heilige Land auf.

 

Als Kaiser Heinrich V. 1125 an den Folgen seiner Krebserkrankung starb erhoben die Staufer Anspruch auf Nürnberg das Konrad und Friedrich gleichsam nach Erbrecht durch deren Mutter Agnes, Tochter Heinrichs IV, besaßen. Gleich nach dem Tod Heinrichs legten sie daher eine Besatzung nach Nürnberg um damit ihr Recht auf das salische Erbe zu demonstrieren.[11] Nun erhob zunächst Friedrich II. von Staufen selbst Anspruch auf die Königswürde. Doch weder Friedrich noch Konrad fiel die deutsche Krone zu, sondern dem sächsischen Herzog Lothar III. von Supplinburg unter dessen militärischer Führung zuvor Heinrich V. vernichtend geschlagen worden war. Kurz darauf kam es zwischen Lothar III. und den Staufern zu kämpfen um ehemaliges salisches Hausgut welches die Staufer für sich beanspruchten. Auf dem Hoftag Ende 1125 in Straßburg wurde Friedrich von Staufen von König Lothar geächtet. Spätestens im Sommer 1127 kehrte Konrad von seiner Pilgerfahrt zurück. Im Frühjahr 1127 belagerte König Lothar III., dessen Bruder Heinrich von Supplinburg gemeinsam mit Herzog Soběslav von Böhmen die Stadt Nürnberg. Im Juli 1127 rückten Konrad und sein Bruder Herzog Friedrich mit ihren Kriegsleuten vor Nürnberg, deren Bürger die Staufer unter Freudenkundgebungen willkommen hießen. Dies zwang König Lothar III. die zehnwöchige Belagerung der Stadt abzubrechen und sich über Bamberg nach Würzburg zurückzuziehen. Dabei mussten sie ihr Heerlager zurücklassen, das von den Siegern geplündert wurde. Von Nürnberg aus zog Konrad in das Umland und verwüstete vor allem Besitzungen des Bistums Bamberg.[13] Dann folgten die Staufer dem König nach Würzburg. Vor den Mauern der Stadt lieferten sie sich einen Reiterkampf. Herzog Heinrich (der Stolze) von Bayern erklärte Fehde gegen Herzog Friedrich von Schwaben und fiel wohl im Herbst 1127 mit einem starken Aufgebot in Schwaben ein und schlug sein Lager unweit von der Donau an der Wörnitz auf. Als die Herzöge Friedrich von Schwaben und Konrad mit ihren Truppen heraneilten, rieten die Kundschafter Heinrichs zum schleunigen Rückzug der so hastig erfolgte, daß seine Mannschaften, der schmalen Brücke nicht trauten und den nach vielen Regenfällen stark angeschwollenen Fluß unter Lebensgefahr durchwateten.[12] Wohl daher, dass Konrad durch seine Abwesenheit dem neuen König Lothar III. nicht gehuldigt hatte und er somit keinen Eidbruch begehen konnte, riefen ihn am 18. Dezember 1127 schwäbische und fränkische Oppositionelle Adlige auf Burg Niwenburch (angeblich in Rothenburg ob der Tauber) zum Gegenkönig aus. Von den Erzbischöfen von Magdeburg, Mainz und Salzburg wurde Konrad gar als Rebell exkommuniziert. Auch Papst Honorius II. bekräftigte die Exkommunikation über die Staufer der Konrad gar als Eindringling in das Deutsche Reich (regnum Theutonicum) bezeichnete. Konrad zog nun wieder nach Italien, wo er am 29. Juni 1128 in Monza vom Erzbischof Anselm von Mailand zum König von Italien gekrönt wurde. Während seiner Abwesenheit gelangten dem Supplinsburger 1129 die Eroberung von Speyer welches die Staufer 1128 erobert hatten wobei ihm Herzog Heinrich der Stolze mit 600 Mann zu Hilfe eilte. Ein nächtlicher Angriff Friedrichs von Schwaben auf sein Heerlager konnte er erfolgreich abwehren. Friedrich trat daraufhin seinen Rückzug nach Markgröningen an wurde jedoch von Heinrich verfolgt der dabei reiche Beute machte und mit fast allen Pferden des Gegners zu Lothar zurückkehrte. 1130 gelang Lothar schiesslich auch die Eroberung der wichtigen Reichsburg in Nürnberg. Die Wahl zum Gegenkönig fand wenig Akzeptanz bei den übrigen Fürsten im Land. 1132 kehrte Konrad wieder zurück von Italien. Lothar plante nun mit seinem Heer nach Italien zu ziehen. Bedingt durch die Spaltung der Königsparteien konnte er lediglich ein kleines Heer von 1500 Reitern bei Augsburg sammeln. Wohl verärgert darüber liess er seine Wut am 28. August 1132 an der staufertreuen Stadt Augsburg ab. Bei einem unbedeutenden Streit unter den Kaufleuten wurde die Sturmglocke geläutet woraufhin sich die Bürger der Stadt rüsteten. Darufhin erstürmte Lothar die Stadt und liess seinen Soldaten freien Lauf die daraufhin mordend und plündernd durch die Stadt zogen, geistliche erschlugen, Nonnen schändeten, Kinder töteten oder als Leibeigene fort schleppten. Die Stadtbefestigung wurde zerstört und Häuser niedergebrannt.[12b] Als Lothar III. die beiden Staufer 1134 auch in Ulm, dem Hauptort des Herzogtums Schwaben, schlagen konnte endete der Widerstand der Staufer. Friedrich unterwarf sich in öffentlicher Selbstdemütigung, barfuss und nur mit einem Büßergewand begkleidet, auf einem Hoftag am 17. und 18. März 1135 in Bamberg, Konrad tat es ihm einige Wochen danach am 29. September in Mühlhausen gleich. Damit war der Konflikt beigelegt und die Ehre der Staufer wiederhergestellt. Nach der Aussöhnung mit Lothar III. begleiteten ihn Konrad und Friedrich auf seinem zweiten Italienzug und stiessen am 15. August 1136 mit ihren Truppen zum Heer Lothars der seine Truppen in Würzburg sammelte.[12c] Lothar erwiess Konrad die hohe militärische Ehre und ernannte ihn zu seinem Bannerträger. Während Konrad in einigen Urkunden als Zeuge und in eingen Kriegsberichten genannt wird und sich speziell bei den Kämpfen  vor Pavia am 8. November 1136 auszeichnet, fehlt es an Nennungen seines Bruders Friedrich wobei sich mir die Frage stellt ob er tatsächlich bis Ende 1137 in Italien war wie der König und Konrad oder ob Friedrich bereits vorher von Italien zurück war oder garnicht ging.[12d] Konrad verstand es die Gelegenheit für sich zu nutzen um eine wichtige Freundschaft mit dem einflussreichen Erzbischof Albero von Trier zu schließen. Als König Lothar III. bereits zwei Jahre später verstarb ernannte Papst Innosenz II. Albero von Trier zum Wahlleiter der Königwahl die 1138 in Koblenz stattfinden sollte. Ihm gelang es mit einer kleinen aber mächtigen Fürstengruppe Konrad zum römisch-deutschen König zu wählen. Konrad konnte sich dabei gegen den Welfen Herzog Heinrich den Stolzen, der mit Getrud, der Tochter Lothars III. verheiratet war und durch die Übertragung der Reichskleinodien bereits designierter Nachfolger des verstorbenen Kaisers war, durchzusetzen. Damit sass nun mit Konrad III. erstmals legitim ein Staufer auf dem deutschen Königsthron. Noch im Jahr seiner Krönung verlangte Konrad von Heinrich den Verzicht auf eines seiner beiden Herzogtümer, Bayern (welches die Welfen seit 1070 innehatten) oder Sachsen (welches nach dem Tod Lothars an dessen Schwiegersohn Heinrich gegangen war). Nach Heinrichs Weigerung wurde dieser auf einem Hoftag in Würzburg geächtet und ihm beide Herzogtümer aberkannt. Bayern wurde nun dem Babenberger Leopold von Österreich (Konrads Stiefvater) verliehen, Sachsen ging an den Askanier Albrecht den Bären. Die Burg Nürnberg kam nun wieder an die Staufer die daraufhin 1140 mit dem Bau einer zweiten Burg in Nürnberg, der Kaiserburg, begannen die als Königspfalz dienen sollte. Als Burggrafen setzten sie die Edelfreien von Raabs aus Niederösterreich ein. Auch in Rothenburg o.d.T. lies Konrad 1142 eine neue, pfalzartige Burg errichten. Diese Tätigkeit blieb von den Abenbergern nicht unbeobachtet was auch sie um diese Zeit veranlasste ihre Burg zu einer mächtigen Steinburg auszubauen.

 

Am 30. Juni 1139 verstarb kinderlos der aus dem Haus Lechsgemünd stammende Graf Kuno von Harburg. Die Staufer erkannten ihre Chance ihre Hausmacht in den angrenzenden Sualafeldgau auszudehnen in dem Konrad von Staufen berechtigten Anspruch auf das Erbe Kunos von Harburg erhob. Kuno II. von Harburg war der Sohn des Grafen Konrad von Lechsgemünd der sich auch von Harburg nannte († ca 1110) und der Irmingard von Rott († 14. Juni 1101). Irmingard war in zweiter Ehe mit Graf Gebhard II. von Sulzbach verheiratet. Aus dieser Ehe ging Berengar von Sulzbach hervor. Kuno von Harburg und Berenger von Sulzbach waren also Halbbrüder. Konrad von Staufen war mit Getrud, der Tochter des Berengar von Sulzbach verheiratet, also dessen Schwiegersohn, was nach Dendorfer den Staufer Anspruch auf Lechsgemünder Besitzungen erklärt.[14] Dendorfer vermutet weiter, dass die Güter im Ries Teil der Morgengabe waren die Getrud in die Ehe einbrachte. Diese Begründung die den staufischen Anspruch alleine auf die Eheverbindung mit den Sulzbachern begründet reicht meines Erachtens nicht aus. Schliesslich stammte dieser 1053 genannte Friedrich, der mit Friedrich von Büren gleichgesetzt wird, nach heute gängiger Meinung nicht aus dem Hause Sulzbach oder dem Hause Rott, oder vielleicht doch? Wie eingangs angekündigt möchte ich an dieser Stelle die Begründung meiner Personenzurodung der Grafen in der Urkunde von 1053 erläutern. Die Gaugrafen Friedrich und Chuno (Kurzform von Konrad) müssen eng miteinander verwandt gewesen sein. Die Namensgebung der folgenden Staufer Generationen (Friedrich und Konrad) lässt dies zumindest vermuten. Doch das alleine ist kein stichhaltiges Argument. Die Burg Harburg liegt westlich der Wörnitz und somit eigentlich im Ries- und nicht im Sualafeldgau bzw. im Herzogtum Schwaben und nicht im Herzogtum Ostfranken, vorausgesetzt die Wörnitz markierte in der Tat die Grenze zwischen den beiden Gauen. Dass dem wohl so war bestätigt indirekt auch die ehemalige Bistumsgrenze nach der das Gebiet westlich der Wörnitz zum Augsburger Sprengel gehörte.[4b] Stimmt dies so sass Kuno II. von Harburg genau genommen nicht nur im benachbarten Riesgau sondern somit sogar in einem anderen Herzogtum. Das wäre nur dadurch erklärbar, dass die 1053 genannten Friedrich und Chuno Brüder oder noch wahrscheinlicher miteinander verschwägert waren. Jener Chuno war also mit einer Schwester jenes Friedrichs verheiratet die wiederum diesen Besitz in die Ehe einbrachte. Seinen Verwandten konnte man eine solche "Grenzverletzung" durchaus verzeihen umso mehr wenn zu einem späteren Zeitpunkt jener Kuno (2) von Harburg lediglich als Verwalter von den Staufern selbst dort eingesetzt worden war und sich deshalb nicht von Lechsgemünd sondern von Harburg nannte. Chuno, den Dendorfer für Kuno von Lechsgemünd hält,[14] halte ich im Gegensatz dazu wie gesagt für Kuno I. von Rott. Dieser war zu dieser Zeit weit aus mächtiger als die Lechsgemünder und auch wirklich ein Graf was bei den Lechsgmündern für diese Zeit alles andere als klar ist. Der Sualafeldgau fiel demzufolge an die Lechsgemünder als dessen Tochter Irmgard in dritter Ehe Kuno (I) von Horburg-Lechsgemünd heiratete. Für das einvernehmliche Verhältnis zwischen Chuno und Friedrich spricht auch der Grenzverlauf. Es wird vermutet, dass die Grenze der beiden Herzogtümer quer durch den Hesselberg verlief. Stimmt dies erweckt dies in der Tat den Eindruck als versuchte man bei der Teilung dieses Gebiets den Kuchen gleichermassen aufzuteilen indem man beiden Parteien je einen gleichwertigen Teil des strategisch wichtigen Hesselbergs überliess. War nun der Ehemann von Friedrichs Schwester tatsächlich der Pfalzgraf von Bayern, Kuno I. von Rott, würde dies auch erklärbar machen weshalb der Sualafeldgaus später sang und klanglos dem Herzogtum Ostfranken zugerechnet werden konnte, die Staufer aber es als ihr Stammland ansahen und sie es somit wieder zum Herzogtum Schwaben rechneten. Demnach wage ich die Behauptung, dass Uta, die Ehefrau Kunos von Rott die angeblich aus dem Haus Dießen/Andechs stammt, die Schwester des genannten Grafen Friedrich gewesen ist. Ergo is unser Riesgaugraf den Dendorfer als Friedrich von Büren identifiziert[14] mit Friedrich II. von Dießen identisch. Sein Vater, der ebenfalls Friedrich (von Regensburg) hiess, war in zweiter Ehe mit Irmgard von Gilching verheiratet. Aus dieser Ehe stammen Arnulf/Arnold von Dießen, Berthold I. von Schwarzenburg (∞ Sophie von Schweinfurt), unser Riesgaugraf und Graf an der Sempt Friedrich II., seine Schwester Uta, die mit Kuno I. von Rott verheiratet war, Meginhard von Gilching, Hemma von Dießen und Luitgard (∞ Adalbert I. von Bogen). Aus Friechrichs I. erster Ehe mit Hadamut von Eppenstein ging Haziga von Dießen hervor die in erster Ehe mit Hermann von Kastl und in zweiter Ehe mit Otto I. von Scheyern verheiratet war. In dritter Ehe war er mit Tuta, der Erbtochter des Domvogtes Hartwig I. von Regensburg verheiratet. Friedrich I. von Dießen (†1075 in St. Blasien) teilte seine Herrschaftsgebiete zwischen seinen Kindern auf. Die Herrschaft an der Sempt sowie Besitzungen im Riesgau nebst dem Pfalzgrafentitel von Schwaben erhielt Friedrich II. An seine Schwester Uta ging der Sualafeldgau, die diesen in die Ehe mit Kuno I. von Rott einbrachte und von nun an zum Herzogtum Ostfranken zählte. An deren Bruder Arnulf/Arnold gingen die Besitzungen am Ammersee. Berthold, der durch dessen Ehe mit der Erbtochter des Heinrich von Schwarzenburg (im Oberpfälzer Landkreis Cham) die Herrschaft Schwarzenburg übernehmen konnte und Meginhard erhielt die Herrschaft Gilching. Nun bleibt es den Kreis zu Kuno von Harburg / Lechsgemünd zu schliessen. Die Besitzungen im Sualafeldgau kamen also mehrheitlich erst durch die Ehe von Kuno von Harburg mit Irmgard von Rott (der Tochter des Kuno von Rott) zum Hause Lechsgemünd. Die Lechsgemünder dürften demnach ein Edelfreies Geschlecht gewesen sein die im südlichen Teil der Sualafeldgau bereits vor dieser Ehe einigen Eigenbesitz hatten und wie die Staufer und die Herren von Rott zum engeren Kreis Kaiser Heinrichs IV. sowie dessen Sohn Heinrich V. zählten bei weitem jedoch nicht deren Einfluss genossen. Dies änderte sich wohl erst mit dem Tod Kunos II. von Rott der am 11. August 1081 in der Schlacht von Höchstädt im Heerbann König Heinrichs IV. fiel. In den Grafenstand wurden sie wohl erst später erhoben, wie aus einer kaiserlichen Urkunde vom 21. September 1091 hervorgeht, worin ein "Chunrads de Leheskmunt" genannt wird, aber (noch) nicht als Graf tituliert wird und am Ende der kleinen Zeugenreihe steht.[4c] Der erste Lechsgemünder der meines Wissens tatsächlich den Grafentitel führte war der Stifter des Klosters Kaisheim, Heinrich II. von Lechsgemünd (Lechesgemunde) aus dem Jahr 1133. Wenn es nicht dieser Konrad von Harburg selbst war der in der Berchtesgadener Urkunde um 1140 ohne Grafentitel als Chǒnradus de Lecchesgemunde genannt wird, dann war es wohl der Sohn Heinrichs II. von Lechsgemünd der ebenfalls Konrad hiess. In der Zeugenreihe dort ist er lediglich im Mittelfeld zwischen den wenig bedeutsamen Herren von Hausen und Alerheim (siehe gleich) zu finden. Mit Kuno von Rott an Stelle Kuno von Lechsgemünd und den Stammvater der Staufer Friedrich von Büren in der Urkunde von 1053 mit deren gemeinsamen Abstammung von Wichburg von Bayern erklärt sich meines Erachtens die Besitzungen der Staufer im Ries weitaus besser. Mit Adala, der Tochter Wichburgs, die in erster Ehe mit dem Pfalzgrafen Aribo verheiratet war und in zweiter Ehe mit Graf Engelbert im Chiemgau lassen sich für mein Dafürhalten nicht nur die Staufischen Besitzungen im Riesgau erklären, eine Brücke zu den 1007 genannten Sieghardiner Grafen im Chiemgau schlagen, die undramatische Abtrennung des Sualafeldgaus zum Herzogtum Ostfranken rechtfertigen, sondern darüber hinaus auch eine schlüssige Interpretation zur Abstammung der Staufer liefern. Mir ist bekannt dass die Abstammungstheorie der Staufer aus dem Hause Dießen/Andechs bislang kaum vertreten wird doch dieser Artikel kann eventuell neue Diskussionen auslösen welche die Theorie unterstützen oder als Irrtum entlarven.

An dieser Stelle kann ich mir folgenden Kommentar nicht verkneifen. Eine Tochter Kuno I. von Rott, Irmgard, war wie bereits beschrieben mit Kuno von Harburg-Lechsgemünd verheiratet. Deren Schwester "P." war mit Gebino I. von Weilheim verheiratet. Auf diese Linie gehen die Freiburger Linien der Herren Geben zurück. Wie auch immer, es geht mir in diesem Artikel weniger um die Genealogie des Hauses Staufen, noch jener unserer Familie, als mehr um die Reiserouten der Staufer. Ziel der staufischen Politik im frühen 12. Jahrhundert war es das gesamte Ries zum staufischen Stammland - zum „terra nostra“ (unserem Land) auszubauen. Mit dem Tod des kinderlosen Kuno von Harburg kam Konrad III. dem Ziel einen entscheidenden Schritt näher. So konnten die Staufer ihre Hausmacht im Ries- mit jenem im Sualafeldgau vereinen. Neben ihrer Stammburg Hohenstaufen bei Göppingen wurde Harburg nebst den Burgen Nürnberg und Rothenburg zu einer der strategisch wichtigsten Burgen der Staufer die sie zeitweise sogar selbst bewohnten.[14]

 

Die Herren von Cronheim und die Stauferpolitik

Im Dezember 1139 befand sich Konrad in Lorch und somit wohl auch auf deren Stammburg Hohenstaufen bei Göppingen. Von dort aus zog er 1140 nach Worms, Frankfurt und im Oktober auch nach Nürnberg wo er Hoftage abhielt bevor er im November nach Weinsberg weiter reiste um dort die Burg des aufständigen Welf VI. zu belagern.[14c] Als am 21 Dezember Welf mit seinem Heer zum Entsatz der Burg anmarschierte kam es zum Kampf wobei Konrad unter persönlichem Einsatz gegen das zahlenmässig überlegene Heer Welfs siegte.[14d] Exakt in dieser Zeit erfolgte die Schenkung der Fronhofer an die von Berengar von Sulzbach begünstigte Propstei Berchtesgaden, worin Burckard von Cronheim erstmals erwähnt wird. Das Kloster Berchtesgaden wurde 1102 von Irmgard von Rott in die Ehe mit Gebhard II. von Sulzbach eingebracht. Deren Sohn Berengar I. (Schwiegervater Konrads von Staufen) stattete das Kloster ebenfalls mit Gütern aus. Ich würde mich nicht wundern, wenn diese Schenkung im Zusammenhang mit der Schlacht von Weinsberg steht. Um die Zusammenhänge zwischen jener Schenkung und den Staufischen Gefolgsleuten erkennen zu können müssen wir uns die um 1140 ausgestellte Schenkungsurkunde der Brüder Diemo und Wolftrigel von Fronhofen, speziell die genannten Zeugen genauer ansehen. In dieser Urkunde treten nebst den Fronhofern eine Reihe von Adelsgeschlechtern aus der Gegend als Zeugen auf. Die Zeugen sind: Ǒdelricus et filius eius Fridericus de Hoenburch (von Hohenburg - ist dieser Ǒdelricus etwa mit dem 1130 genannten Ödalrich von Gnottesheim identisch? Sinn würde es machen), Reginhart et frater eius Rudolfus et filius Rudolfi, Reinhardus de Tabfhen (Tapfheim), Withegǒe de Albege (Albeck, Langenau, bei Ulm) Harthman de Berge (Berg, Donauwörth), Eberhardus et frater eius Otto de Wellenwarth (Burg Wellwart, Harburg), Hoholt de Tisenhouen (Deisenhofen, Höchstädt an der Donau), Alberich, Egeno, Adelbertus de Turehen (Oberthürheim, Buttenwiesen), Egelolf et frater eius Sigeloch de Swennigen (Schwenningen, zwischen Dilligen und Donauwörth), Ottmar de Rengeresrith (?), Cǒnradus de Berolfeshein (Markt Berolzheim), Sigefridus et filius eius Sigefridus de Eringin (Ehringen, Wallerstein), Otto et frater eius Heinricus de Richen (Hohenreichen, Wertingen), Chǒnradus de Wimersheim (Weimersheim, Weißenburg), Rǒdbertus, Eberhardus de Werde (Donauwörth), Wito de Hohenstein (Hochstein, Bissingen), Rehewin de Baltrammeshouen (Ballmertshofen, Dischingen), Marchwardus de Trohteluingin (Bopfingen, Trochtelfingen), Rǒdolfus de Husen (Hausen, Fremdingen), Chǒnradus de Lecchesgemunde, Ǒdelricus de Alerhein (Alerheim), Eberhardus de Binezwangen (Binswangen), Hertwich de Lirhen (Hürnheim-Lierheim, Möttingen), Hartnidus de Uorren (Forheim), Landolth de Tegericheshen (Degersheim, Heidenheim), Adelhoch de Birchinesfelth (?), Liupolt et frater eius Heinricus de Murun (Mauren, Harburg), Marchwardus de Thetenhen (Dettenheim, Weißenburg), Burchardus de Chregehen (Cronheim), Gisilbertus de Nellenuelt (Lellenfeld), Hartmannus de Berge (Berg, Donauwörth), Rǒdbertus de Biscingen (Bissingen), Manegoldus de Trenelun (Trendel, Polsingen), Chǒnradus de Berolueshen (Markt Berolzheim), Wirnt de Oberndorf (Oberndorf am Lech), Rǒpertus de Tytenhen (Dettenheim, Weißenburg), Meginwardus de predicta villa, Gerloch de Hericheshen (Herretshofen, Kirchhaslach), Landolt et frater eius Ǒdalricus de Taegericheshen (Degersheim, Heidenheim), Manegoldus de Werde (Donauwörth), Egeno de Turehen (Oberthürheim, Buttenwiesen), Eberhardus de Werde (Donauwörth), Beringerus de Albegge (Albeck, Langenau), Eberhardus et frater eius Otto de Wellenwarte (Burg Wellwart, Harburg), Hoholt et filius eius de Tisenhouen (Deisenhofen, Höchstädt an der Donau), Eberhardus de Binezwangen (Binswangen), Ǒdalricus de Scre[z]heim (Schretzheim, Dillingen an der Donau), Hartman de Berge (Berg, Donauwörth), Růpertus de Irginisheim (Zirgesheim, Donauwörth), Heinricus de Eringin (Ehringen, Wallerstein), Wernherus de Rumelingen (Reimlingen), Wito de Hohenstein (Hochstein, Bissingen), Egeno de Tureheim (Oberthürheim, Buttenwiesen). Dendorfer erkennt bei den Lechsgemünder Zeugen einen schlüssigen Zusammenhang mit dem Tod Kuno II. von Harburg und dessen Ministeriale und Freie. Während diese in den 30er Jahren mit Kuno von Harburg und den Grafen von Lechsgemünd genannt werden, trifft man dieselbe Personengruppe ab dem Ende der 30er Jahre in erstaunlicher Nähe zu König Konrad III. von Staufen. Er hält es weiter für möglich, dass das Gefolge Kunos von Harburg in den 30er und 40er Jahren des 12. Jahrhunderts zu König Konrad und den Staufern wechselte[15] und diese Konrad von Staufen als ihren neuen Landesfürsten ansahen. Denkbar wäre jedoch auch, dass Kuno von Harburg lediglich ein Vasall der Staufer war. Die Fronhofer Schenkung mit der Erstnennung Burchards von Cronheim fügt sich dieser Theorie nahtlos an. Es ist anzunehmen, dass die Zeugen in der Fronhofer Schenkungsurkunde selbst mit den Fronhofern verwandt waren und durch die Bezeugung der Schenkung ihre Zustimmung demonstrierten. Mir ist dabei noch etwas aufgefallen. Die Besitzungen fast aller Zeugen in dieser Urkunde befinden sich im Herzogtum Schwaben. Die Herrschaften zweier Zeugen fallen besonders aus dieser Ordnung - jene des Burchardus de Chregehen (Cronheim) und jene des Gisilbertus de Nellenuelt (Lellenfeld). Diese beiden Besitzungen befinden sich nicht nur ausserhalb des Riesgaus sondern auch ausserhalb des Herzogtum Schwaben. Warum aber erscheinen Giselbert von Lellenfeld und Burchard von Cronheim dennoch in dieser Urkunde? Ich vermute, dass es den Staufern gelang sich diese Besitzungen als deren Eigengut, möglicherweise von den Herren von Gnotzheim, zu erwerben. Wahrscheinlich zu der Zeit als Konrad noch die volle Herzogsmacht im Herzogtum Ostfranken hatte. Ähnliches vermute ich auch mit den anderen 5 Ausnahmen, Trendel, Degersheim, Dettenheim, Berolzheim und Weimersheim. Viele der in dieser Urkunde genannten Zeugen gehörten zu den Unterstützern der Staufer. Speziell die Herren von Hürnheim zählten zu ihrem aller engsten Kreis. Ein Vertreter dieses Geschlechts begleitete sogar den letzten Staufer Konradin in Neapel 1252 aufs Schafott was deren Treue und Nähe zu den Staufern eindrücklich unter Beweis stellt. Spätestens zur Zeit wo das Herzogtum Ostfranken formal wieder an das Bistum Würzburg zurück fiel, brauchte er einen zuverlässigen Vasallen der diese Besitzungen für ihn verwaltete, den er möglicherweise in Burchard von Nordhausen (Schneidheim) fand. Seine Burg lag etwa 30 KM, also ein Tagesmarsch von Cronheim entfernt. Nicht auszuschliessen dass er sich in dieser Rolle auch als Burchard von Cronheim ausgab (mehr dazu in meiner Publikation "Wer waren Marquart und Adilbert von Cronheim?").

Noch deutlicher als in der Fronhofer Urkunde lässt sich dieses Muster in einem weiteren Beispiel dargelegen. Die Staufische Expansionspolitik richtete sich nicht nur nach Osten ins Ries sondern auch nach Westen ins Elsass. Dort wurde von Ihnen insbesondere das Frauenkloster auf dem Odilienberg und die dortige Äbtissin Herrad von Landsberg gefördert, die dort in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts die wertvolle, christliche Enzyklopädie Hortus Deliciarum verfasste, Dank derer wir auch die damaligen Klosterschwestern kennen. Es mag wohl kaum Zufall sein, dass wir dort eine große Anzahl der Adelstöchter aus dem Ries wiederfinden. So waren die Töchter der staufertreuen Adelsgeschlechter im Ries wie Hedewic de Truhtelinge (Treuchtlingen), Richenza de Werde (Donauwörth), Heilwic de Eistete (Eichstätt), Adelheid de Gundelvingen und Edellint de Gundelvingen (Gundelfingen an der Donau), Adelheid, Guta und Richenza von Veimingen (Hürnheim), Hedewic de Emmendorf (Hemmendorf bei Rothenburg o.d.T.), Hedewic de Katzenstein (Hürnheim-Katzenstein), Adelheid de Flochberc (Flochberg bei Bopfingen), Lukart de Loufe und Adelheid de Louben (wohl Sulzbach-Laufen), Gerdrut de Buch (wohl Buch bei Dalkingen), Adelheid de Bilrit (Bielriet, Schwäbisch Hall), Ordensschwestern im Kloster Odilienberg. Auch Mathilde von Schneidheim wird als Ordensschwester dort genannt. Fast alle diese Herrschaften liegen im Riesgau. Und wieder bildet eine der Ordensschwester eine Ausnahme - Getrud von Kreinheim (Cronheim). Ein Zufall? Wohl kaum. Sie war wohl ohne Zweifel die Tochter des um 1140 genannten Burchard von Cronheim der seine Tochter wohl nach seiner Landesherrin Getrud von Sulzburg benannte. Wie ich in meiner Publikation "Wer waren Marquart und Adilbert von Cronheim" dargelegt habe vermute ich hinter Burchard von Cronheim den 1153 genannten Burchard von Nordhausen (Schneidheim). Die beiden Ordensschwestern Mathilde von Schneidheim und Gertrud von Cronheim waren somit nicht nur Schwestern im Sinne des Ordens sondern auch leibliche Schwestern. Dafür das sich Burchard von Nordhausen (Schneidheim) auch Burchard von Cronheim nannte habe ich eine Erklärung - Die Reiseroute der Staufer! 

 

Fassen wir an dieser Stelle zusammen. Das aufstrebende, und von den Saliern besonders begünstigte Geschlecht der Staufer, richtete um die Zeit der Erstnennung Burchards von Cronheim deren Hausmachtpolitik gezielt auf Besitzungen im Ries wo bereits der Staufer Friedrich von Büren 1053 nachweislich Besitzungen hatte. Mit erlangen der Königswürde und dem Aussterben der Salier konnten die Staufer ihr Hausmachtziel im Ries umsetzten. Die Sippe und Gefolgschaft der alten Grafen des Sualafeldgau, die Herren von Lechsgemünd, stellten sich geschlossen hinter die Staufer und wurden für ihre Treue von den Staufern gefördert. In Burchard von Cronheim, den ich mit Burchard von Nordhausen und somit mit den Herren von Schneidheim gleichsetze, erkenne ich einen Vertrauten der Staufer den sie dazu ausgewählt hatten eine für die Staufer wichtige Herrschaft zu verwalten - Cronheim. Somit passt Burchard von Cronheim zu den anderen genannten Adelsgeschlechter aus dem Ries. Doch als Erbauer der Anlage in Cronheim sehe ich nicht ihn sondern die Staufer selbst die auf ihrem königlichen Eigengut das Reichsfreie Rittergut Cronheim schufen. Seine Rolle in Cronheim vermute ich eher als diejenige eines Vogts der dort, wenn überhaupt, wohl nur zeitweise wohnte. Sein Hauptsitz war weiter westlich, eine kleine Motte die sich zwischen Nordhausen und Schneidheim im Ries befand. Auf dem Burghügel steht heute noch eine kleine Kapelle. Als Burchard von Nordhausen tritt er dort 1153 urkundlich in Erscheinung. Dass die Ordensschwester Gertrud von Cronheim die Tochter Burghards war, sehe ich als gesichert an. Auch Mathilde von Schneidheim war wohl dessen Tochter. Möglicherweise  war er nach dem Tod König Konrads und der Wahl dessen Neffen Friedrich (Barbarossa), der im Streit mit den Welfen nicht seinen Onkel Konrad sondern dessen Gegner unterstütze, nicht länger Vogt von Cronheim und nannte sich deshalb wieder nach Nordhausen wo er Eigenbesitz hatte. Falls er auch männliche Nachkommen hatte, kommen für mich Burghard, Kuno und Ulrich in Frage. Falls dem so ist benutzten Sie den Namen von Cronheim vermutlich jedoch nicht. Zumindest konnte ich keine entsprechenden Urkunden finden. Sie treten mehrheitlich unter dem Namen von Stein auf, welches später unter den Oettingern zu Schenkenstein umbenannt wurde. Der Name von Cronheim und auch jener von Schneidheim treten erst wieder eine Generation danach und auch hier lediglich einmal mit den Brüdern Marquard und Adelbert von Cronheim in Erscheinung (die Urkunde über den geplanten Mühlebau worin beide als Brüder genannt werden, datiere ich um das Jahr 1228).[16] Wie ich bereits Burchard von Cronheim mit Burchard von Nordhausen (Schneidheim) gleich setzte, setze ich auch Marquard von Cronheim hier wieder gleich mit Marquard von Schneidheim. Wie Adelbert benutzte auch er den Namen von Cronheim lediglich in einem einzig bekannten Fall der direkt mit dem Rittergut Cronheim zu tun hatte. In seinem Bruder Adelbert vermute ich Adelbert von Stein der vermutlich aber auch als von Bopfingen auftritt. Gertrud von Stein, die Ehefrau des Reichsküchenmeisters und Nürnberger Mundschenk Heinrich II. von Rothenburg, war wohl deren Schwester.

 

Herrschaftszeit König Konrads

1139 verstarb unerwartet und im jungen Alter von nur 35 Jahren der von König Konrad von Staufen geächtete Herzog Heinrich der Stolze (von Sachsen) dem er seine beiden Herzogtümer Bayern und Sachsen entzogen hatte. Dies löste erneut Kämpfe in Sachsen aus wobei die Anhänger Heinrichs dessen Sohn die Treue hielten. Diese eroberten und zerstörten eine Reihe von Burgen und vertrieben den von Konrad zum Herzog von Sachsen ernannten Markgrafen Albrecht aus Sachsen. Es war damit zu rechnen, dass der junge Heinrich der Löwe, obgleich zu diesem Zeitpunkt noch im unmündigen Alter von 10 Jahren seinen Anspruch auf die beiden Herzogtümer früher oder später geltend machen würde, nötigenfalls mit Gewalt. Daher war es wichtig das Grenzgebiet zum staufischen Herzogtum Schwaben zu sichern. Im Mai 1142 gelang es Konrad mit der Verheiratung Getruds, der Witwe Heinrich des Stolzen und Tochter König Lothars III., mit seinem Halbbruder Markgraf Heinrich (von Österreich), sich mit den Sachsen auszusöhnen. Ihr Sohn, Heinrich der Löwe wurde daraufhin mit dem Herzogtum Sachsen belehnt. Der Konflikt mit den Welfen hingegen dauerte an und überschattete Konrads gesamte Regierungszeit und verhinderte auch einen frühen Italienzug zur Kaiserkrönung. In diesen Jahren bildeten sich europaweite Koalitionen, in denen Konrad ein Bündnis mit dem Byzantinischen Reich erreichte, indem er Bertha von Sulzbach, eine Schwester seiner Frau, mit dem byzantinischen Kaiser Manuel I. Komnenos vermählte; das Bündnis richtete sich zum einen gegen die normannischen Könige von Sizilien, andererseits gegen die Welfen. Überraschenderweise unterstützte im März 1143 sein Neffe Friedrich (Barbarossa) Welf VI. bei der Verwüstung von Konrads Gütern in Schwaben weil dieser das Herzogtums Bayern, welches Konrad kurz zuvor seinem Halbbruder Heinrich (von Österreich) verlieh, für sich beanspruchte. Warum sich Barbarossa gegen seinen Onkel richtete ist mir nicht erklärlich, scheint aber Tatsache zu sein. Konrad kehrte nun von Sachsen zurück in seine Stammlande und zog von dort aus weiter nach Dachau und zerstörte, gemeinsam mit seinem Halbbruder Herzog Heinrich die dortige Burg und verwüstete die Umgebung. Speziell während der Amtszeit Konrads von Staufen waren nebst den Burgen Rothenburg, Nürnberg, Harburg und wohl auch die Staufer Stammburg Hohenstaufen und die Stadt Nördlingen für dessen Hausmachtpolitik strategisch extrem wichtig. Unter seiner Herrschaft wurde das bereits von seinen Vorfahren eingeleitete Ziel das Ries zu deren Stammlanden „terram nostram“ zu machen vollendet. Wir müssen davon ausgehen, dass Konrad seine für ihn strategisch wichtigen Burgen so miteinander vernetzen musste, dass er in Krisenzeiten seine Truppen schnell von einem Punkt zum anderen verlegen konnte und in Friedenszeiten einen sicheren und bequemen Reiseweg hatte. Die Reiserouten zur damaligen Zeit waren durch eine Reihe von Faktoren bestimmt die ich hier kurz zusammenfassen möchte:

 

Faktor Distanz

Die Burgen Hohenstaufen und Nürnberg liegen Luftlinie 127.54 Kilometern voneinander entfernt. Entlang dieser Linie befinden sich Ellwangen, Dinkelsbühl Burk, Bechhofen, Altendettelsau, Rohr und Stein. Verbindet man die Burg Rothenburg und Harburg ergibt sich eine Distanz von 75.68 Kilometern. Auf Höhe dieser Linie liegen Schillingsfürst, Dombühl, Feuchtwangen, Dürrwangen, Weiltingen und Alerheim. Zwischen den beiden Burgen Nürnberg und Harburg im Osten, ergibt sich eine Distanz von 79.83 Kilometern. Auf dieser Linie befinden sich Schwabach, Abenberg, Spalt, Absberg, Theilenhofen, Auernheim, Wemding und Huisheim. Harburg und Burg Rothenburg sind 75.66 Kilometer Luftlinie voneinander entfernt. Nahe dieser Linie liegen die Städte Nördlingen, Oettingen, Wassertrüdingen, Dinkelsbühl, Dürrwangen, Feuchtwangen und Schillingsfürst. Zwischen Burg Harburg und der Burg Hohenstaufen sind es 70.96 Kilometer. Entlang der 90.07 Kilometer langen Strecke von Eichstätt nach Rothenburg liegen Weißenburg / Treuchtlingen, Gunzenhausen und Herrieden.

Faktor Reisegeschwindigkeit

Zur damaligen Zeit konnte eine Reisegesellschaft je nach Größe und Straßenverhältnissen etwa 3 bis 5 Meilen (1 Meile = ca. 7.5 km) pro Tag zurücklegen. Wurden Ochsenkarren mitgeführt, die größere Lasten bewegen konnten und auch bei weniger guten Straßenverhältnissen ein Durchkommen fanden, halbierte sich in etwa die Reisegeschwindigkeit. Bei normalen reisen wurde auch regelmäßig Rast eingelegt. Pro Tag legte eine Reisegesellschaft eine Distanz von rund 25 bis rund 40 Kilometer zurück. Wie der Angriff auf Burg Flochberg 1150 belegt konnte die Zeit auf guten Strassen und mit "schnellen Reitern" verkürzt werden.[23b] 

Faktor Flussübergänge

Nicht zu unterschätzen ist der Faktor Flussübergänge. Brücken, die für uns heute selbstvertändlich sind, waren im 12. Jahrhundert äusserst selten. Selbst kleinere Flüsse stellten natürliche Barrieren dar. Reisewege mussten deshalb so gewählt werden, dass Furten zur Verfügung standen wo die Flüsse durchschritten werden konnten. Wie wichtig solche Furten waren spiegelt sich in manchen Ortsnamen die sich nach solch einer Furt benannten wie beispielsweise der Stadt Fürth. Die grössten Flüsse auf dem Reiseweg von Hohenstaufen nach Nürnberg waren: Rems, Kocher, Jagst, Wörnitz, Altmühl, Rezat, Rednitz und die Pegnitz. 

 

Faktor Berge und Hügel

Steile Anstiege und Gefälle wurden, wenn möglich, vermieden. Je nachdem wie steil der Anstieg war mussten bei Gespannen vorgespannt werden, d.h. man spannte ein weiteres Zugtier vor das Gespann das meist von lokalen Bewohnern an dieser Stelle zur Verfügung gestellt wurde, vor den Wagen. Man nahm daher eher einen längeren Weg in Kauf als über einen Hügel zu reisen. 

Faktor Logistik

Der Transport von Gütern und Menschen erfolgte im Mittelalter meist über Straßen. Aber auch Flüsse waren zur damaligen Zeit ein wichtiges Transportmedium. Die Straßen waren damals größtenteils unbefestigte Wege die sich bei schlechten Witterungsverhältnissen in Schlammpisten verwandelten. Eine Ausnahme bildeten die Römerstraßen. Diese wurden schon damals ausgekoffert und mit einem nachhaltigen Steinbelag versehen. Man darf daher davon ausgehen, dass die Römerstraßen selbst Jahrhunderte nach ihrem Bau für Reisen und Transporte bevorzugt wurden wo immer diese zur Verfügung standen. Wenn wir uns das fragliche Gebiet zur Römerzeit anschauen stellen wir fest, dass dies damals als Provinz Raetia bezeichnet wurde, welches mit dem obergermanisch-raetischen Limes and das nichtrömische Germania Magna grenzte. Dieses Gebiet war mit wichtigen Handelswegen und Militärstraßen durchzogen, etwas was es zu dieser Zeit in Germania Magna in dieser Form nicht gab. Die Römerstraßen waren auch bei schlechten Witterungsverhältnissen befahrbar; ein enormer Vorteil wenn man mit einem größeren Gefolge oder Kriegszeug reiste.  Die Staufer scheinen den strategischen Vorteil von Römerstraßen gekannt zu haben. Göppingen, wo die Staufer ihre Stammburg errichtet hatten lag an solch einer Römerstraße. Diese führte von Heidenheim an der Brenz (römisch Aquileia) nach Bad Cannstadt. Auch Lorch, wo die Staufer ihr Hauskloster errichteten lag an einer wichtigen Römerstraße die den nord-östlichen Teil der römischen Provinz Raetia mit dem Römischen Reich verband. Die Römischen Verkehrsknotenpunkte im Ries lagen bei Bopfingen (das römische Opia) und Gnotzheim (römisch Mediana). Eine dieser Straßen führte vermutlich von Lorch über Aalen (Alae) nach Bopfingen (Opia). Von dort nach Munningen (Losodica) nach Gnotzheim (Mediana). Vermutlich führte auch eine Straße von Bopfingen dem Limes folgend über Halheim, Ruffenhofen, Unterschwaningen, Cronheim nach Gunzenhausen. Dort endete auf der Reise nach Nürnberg das römische Straßennetz. Theilenhofen (Iciniacum) lag bereits südlicher vom Reiseweg Göppingen/Nürnberg.

 

Faktor Unterkunft

Auf der Reiseroute zwischen den Stauferburgen musste es demnach alle 25 bis 40 km eine geeignete Unterkunft gegeben haben in denen man sicher übernachten konnte und ebenfalls Reiseproviant zur Verfügung stand. Dafür kommen vor allem Klöster, Ortschaften, Burgen und vor allem so genannte Königshöfe in Frage.

 

Königshöfe / Königspfalz

Königshöfe waren leicht bewehrte Guts- oder Wirtschaftshöfe auf denen meist ein von dem jeweiligen Landesherrn eingesetzter Verwalter saß. Im Unterschied zu einer Königspfalz waren diese meist kleiner und dienten weniger als Verwaltungssitz des Königs wo Hoftage abgehalten werden konnten als mehr als Aufenthaltsorte bei der Durchreise des Königs und als Versorgungsstationen. Die Reichsburg in Nürnberg ließen die Staufer zu einer Pfalz ausbauen. Über die Lage der staufischen Königshöfe ist jedoch weniger bekannt.

 

Klöster

Klöster wurden häufig als Übernachtungsplätze auf Reisen gewählt da sie in der Regel leicht bewehrt waren und somit sowohl Schutz als auch Schlafplätze bieten konnten. Sicherlich nutzten auch die Staufer auf Ihren Reisen Klöster als Herbergen. Folgende Klöster könnten auf der Reiseroute von Burg Hohenstaufen zur Burg Nürnberg gelegen haben:

 

Kloster Lorch

Das Kloster Lorch war das Hauskloster der Staufer. Friedrich I. von Staufen, der Vater Konrads, stiftete das Kloster 1102. Dort konnten die Staufer ein und aus gehen und wurden mit Sicherheit bei ihren Aufenthalten reich verköstigt. Dazu lag es am Limesknie und war and das römische Straßennetz angebunden.

 

Kloster Ellwangen

Zur fraglichen Zeit hielt in Ellwangen Abt Adelbert von Ronsberg (1136-1172) das Zepter des Klosters in der Hand. Die Herren von Ronsberg standen unter besonderer Gunst der Staufer. Es war kein anderer als Konrad von Staufen der den Herren von Ronsberg 1147 in die Grafenwürde erhob. Ihm standen somit die Tore von Ellwangen offen.

 

Kloster Bechhofen

Das Kloster Bechhofen lag zwar auf der direkten Reiseroute wurde aber erst 1422, also nach der Zeit der Staufer gegründet und scheidet deshalb als mögliche Unterkunft aus.

 

Kloster Schillingfürst

Auch die Lage des Klosters Schillingfürst hätte sich für eine Übernachtungsmöglichkeit angeboten. Doch dieses Kloster wurde erst 1673 gegründet und scheidet deshalb ebenfalls aus.

 

Kloster Herrieden

Das Kloster Herrieden wurde bereits 797 urkundlich erwähnt. Unter König Arnulf kam die Abtei 888 an den Bischof Erkanbald von Eichstätt. 1122 wird dort erstmals eine kleine Burganlage erwähnt.  Durch die Nähe der Staufer zu Eichstätt kommt dieser Ort als Reiseherberge durchaus in Frage.

 

Kloster Heilsbronn

Heilsbronn liegt nahe an der direkten Linie zwischen Hohenstaufen und Nürnberg. Das dortige Kloster wurde 1132 gegründet. Exakt die Zeit auf die wir unseren Fokus richten. Einziger Haken an der Sache, die Gründer waren nicht die Staufer sondern der Bamberger Bischof Otto I. Es war also eher gegen die Staufer ausgerichtet und sollte zur Sicherung der Grenzzone dienen. Heilsbronn blieb zunächst Eigenkloster des Bischofs von Bamberg und stand unter der Vogtei der Grafen von Abenberg.

 

Ortschaften

Aus vielen Burgen wuchsen bedingt durch deren strategisch günstigen Lagen Städte hervor. Dort siedelten sich Handwerker und Kaufleute an. Häufig wurden diese Ortschaften mit Mauern bewehrt um den Bewohnern Schutz zu bieten. Orte wurden deshalb auch gerne von Reisegesellschaften angesteuert um dort sicher die Nacht zu verbringen.

 

Dinkelsbühl

Zu einer der wichtigsten Handelsplätze der Staufer gehörte Dinkelsbühl welches 1188 erstmals als „burgum tinkelsbuhel“ in einer Heiratsurkundlich Kaiser Barbarossas für seinen Sohn Konrad von Staufen erstmals urkundlich genannt wird. Dessen strategische Lage ist wohl unbestritten. Es lag auf direkter Linie auf dem Weg zur Burg Nürnberg. Ferner lag es im Schnittpunkt der Routen von Rothenburg nach Harburg sowie der Route nach Nürnberg. Dennoch hege ich etwas Zweifel, dass Dinkelsbühl bereits zur Zeit König Konrads um 1140 dessen Anlaufziel war.

 

Burgen

Burgen boten eine sichere Unterkunft auf Reisen. Der Nachteil war, dass zu dieser Zeit die meisten Burgen recht klein waren. Es waren meist kleine Motten, ein Wohnturm der auf einem Hügel stand und mit Gräben bewehrt war. Der Eingang lag meist in einer Höhe von etwa 6 Metern und war nur durch eine kleine Holztreppe, die Gefahr hochgezogen werden konnte, zugänglich. Eine größere Reisegesellschaft konnte nur in den wenigsten Burgen aufgenommen werden. In unserem Fall kommen dafür wohl lediglich die Reichsburgen und die Sitze der Gaugrafen in Frage.

 

Burg Lentersheim

Die moderne Technik erlaubt mit Hilfe eines Oberflächenreliefs Mauern und Gräben der heute völlig bewaldeten Anlage zu erkennen. Wie sich aus den Grundrissen erkennen lässt misst sie eine Grundfläche von schätzungseise über 12.000 Quadratmeter! Eigenartigerweise konnte ich keine urkundlichen Belege finden die eine solch enorme Anlage beschreiben. Urkunden welche die Herren von Lenteresheim, die angeblichen Eigentümer der Anlage auf dem Schlösslebuck, im 12. Jahrhundert im näheren Umfeld der Staufer zeigt konnte ich ebenfalls nicht finden. Lediglich von deren Nachbarn, den Herren von Röckingen. Von diesen finden sich eine Handvoll Urkunden aus der fraglichen Zeit: 1123 Reimboldo de Roechingen[17]  auf einer Urkunde Heinrichs V. um 1135 ala Regenpoto de Rochingen im Schenkungsbuch der Probstei Berchtesgaden[18], eine Urkunde vom 8. Juni 1147 worin König Konrad von Staufen den Grafen Reimbold von Rogging in einer Mission nach Italien schickt und in zwei weiteren Urkunden König Konrads von Staufen 1150[19] und 1152 (Regenboto de Roggingen)[20] jeweils das Kloster St. Blasien betreffend und letztmals 1153 in zwei Urkunden Friedrichs I.[21] und weiteren zwei Urkunden des Bischofs Konrad von Augsburg[22] alle ausgestellt im gleichen Jahr in Heiligenstadt). Eine deartig ausgebaute Feste auf dem Hesselberg wird aber nirgends erwähnt. Aus der erwähnten Schenkungsurkunde Heinrichs III. aus dem Jahr 1053 wissen wir, dass Teile des Wildbanns dort dem Kloster Eichstätt übertragen wurden. War es nun Eigengut Heinrichs oder war es Reichsgut was er übertrug? Das könnte helfen die Frage zu klären wem die Burg auf dem Schlössleinbuck gehörte und wann sie erbaut worden sein könnte. Sicherlich gehörte sie zum Herzogtum Ostfranken wobei das Dorf Röckingen wohl noch zu Schwaben gehörte. Eine Feste in deartiger Größe wäre sicher irgendwie in Urkunden aufgetaucht. Erwähnt wird lediglich eine kleine Burg auf dem Schlössleinsbuck die bereits Mitte des 13. Jahrhunderts zerstört und nicht wieder aufgebaut wurde. Diese Aussage würde mit dem östlichen Teil der Anlage einhergehen. Die enorme Vorburg ist wohl ein Werk welches aus jüngerer Zeit, vielleicht aus der Zeit des 30-Jährigen Krieges, stammt.

 

Schloss Spielberg

Um es gleich vorweg zu sagen. Falls sich der staufische Quartiersplatz nicht in Cronheim befand dann lag er mit Sicherheit auf Burg Spielberg. Leider konnte ich keine wissenschaftlichen Untersuchungen der Burganlage in Spielberg finden woraus ich ersehen könnte ob die Burganlage im 12. Jahrhundert über einen Palas verfügte worin der König angemessen übernachten konnte oder nicht. Strategisch lag diese Burg excellent. Von dort aus bietet sich ein phantastischer Panoramablick. Dies hatten bereits die Römer erkannt weshalb sie zu Füßen der Anlage ein römisches Kastell errichteten. Leider ist nicht mit Sicherheit bekannt wer und von wem die Anlage erbaut wurde. Dass es die Herren von Truhendingen waren wie es heute häufig geschrieben steht glaube ich persönlich nicht. Falls es nicht die Staufer selbst waren, dürfte die Erbauung wohl eher durch die Herren von Gnotzheim erfolgt sein, die um 1099 mit Pertholt von Gnozzesheim belegt sind. Dieser erscheint als erster der schwäbischen Edlen in dieser Urkunde gefolgt von Udalrich und Witegou von Waltgershoven [Walkertshofen, Lkr. Augsburg], Gozpreht von Halensteine [Hohlenstein, Lkr. Aalen], Hartwic von Eppinespurch [Eppisburg, Lkr. Dillingen a. d. Donau], Rahcwin von Trohtolvingen [Trochtelfingen, Lkr. Aalen], Wilahalme von Biberbach [Lkr. Augsburg], Adalpreht von Gokelingen [Gögglingen, Lkr. Ulm], Adalpreht von Gekingen [Göggingen, Stadt Augsburg] und der aus dem Geschlecht der Grafen von Lechsgemünd stammende Kuno von Horeburch [Harburg, Lkr. Donau-Ries]. Das heisst, dass dieser Berthold von Gnotzheim rangmässig weit über Kuno von Harburg stand. Dies fügt sich meiner vorgenannten Theorie über die Stellung der Lechsgemünder gegen Ende des 11. bzw. Anfang des 12 Jahrhunderts nahtlos an. In einer Urkunde von 1130 werden Heinrich und Dietprecht von Gnozzisheim, in einer weiteren Urkunde des gleichen Jahres die Brüder Heinrich, Diephart  und Ödalrich von Gnottesheim genannt. Wahrscheinlich waren dies die Söhne jenes Berthold. Gnotzheim zählte somit eventuell zum Eigengut dieses Geschlechts oder es waren Vasallen der Staufer. Für letzteres spricht, dass dieser Dietprecht oder Diephart von Gnotzheim wohl identisch mit dem später häufig in Urkunden des Nürnberger Burggrafen und König Konrads von Staufen genannten Tibert von Spielberg ist den ich erstmals 1123 als Tiberitus de Spileberch in einer Urkunde Kaiser Heinrichs V. betreffend des Klosters Alpirsbach finden konnte.  Darin tritt er gemeinsam mit Reimbodo de Roechingen und Cunradus de Arra auf.[22b] Als Tibertus de Spilenberch wird er 1138 als Zeuge des Nürnberger Burggrafen Gottfridus praefectus de Norimberg erwähnt [22c] und nochmals 1142 in zwei Urkunden König Konrads III. ausgestellt in Nürnberg.[22d] Bei der zweiten Urkunde sind neben Tibert von Spielberg wieder Reimbod von Röckingen und Konrad von Arra genannt. In Burg Spielberg sehe ich jedoch eher einen militärischen Stüzpunkt und weniger einen Königshof. Den Anstieg auf den doch immerhin 642 Meter hohen Spielberg nahm man daher eher nur dann in Kauf wenn akute Gefahr drohte, nicht jedoch bei gewöhnlichen Reisen. Doch wie eingangs gesagt, die Burg Spielberg ist ein heisser Kandidat für eine Königspfalz.

 

Altendettelsau

Altendettelsau liegt auf der direkten Linie von Burg Hohenstaufen zur Burg Nürnberg. Es gab dort auch eine Burg die vermutlich von den Staufern errichtet worden war. Darauf verweisen die für die Staufer typischen Buckelsteinquarder im Keller des dortigen Schlosses. Das macht Altendettelsau zu einem heißen Kandidaten auf unserer Suche. Allerdings lag es um 1140 im Herrschaftsbereich der Abenberger und somit auch dem Bistum Bamberg. Auch die Erbauungszeit wird um 1200 datiert, also zu spät für König Konrad III.

 

Burg Abenberg

Die Burg Abenberg war im 11. und 12. Jahrhundert die Stammburg der mächtigen Herren von Abenberg. Sie waren Vögte des Hochstifts Bamberg und Grafen im Radenz- und Rangau der nördlich an den Sualafeldgau grenzte und standen deshalb zur Zeit Konrads von Staufen wohl eher auf der Seite des Bistums. Dies änderte sich wohl nachdem Konrads Enkel Friedrich „Barbarossa“ zum deutschen König gewählt wurde denn Graf Rapoto von Abenberg (*1122; gest. 1172) verkaufte einige seiner Güter an Barbarossa der diese 1158 in Reichsgut umwandelte.

 

Faktor Stammlande und Eigenbesitz

Das Ries zählt bekanntlich zu den Stammlanden der Staufer. Zu den frühen politischen Zielen der Staufer gehörte die Erweiterung der Stammlande. Wie bereits erwähnt nutzten die Staufer jede Gelegenheit die sich ihnen bot dort Eigenbesitz zu erwerben. Im Osten grenzte deren Gebiet an den Sualafeldgau mit deren Grafen von Lechsgemünd die über Heiratsverbindungen mit den Staufern verwandt waren. Im Norden grenzte der Sualafeldgau an den Rangau welcher damals zum Herrschaftsgebiet der Herren von Abenberg zählte, die als Hochstiftsvögte von Bamberg eine machtvolle Stellung in der Gegend einnahmen. Der wohl sicherste Reiseweg der Staufer war jener durch die eigenen Stammlanden wo sie auch entsprechenden Eigenbesitz hatten. Dort war auch die Versorgung von Proviant sichergestellt. Aus den Stammlanden rekrutierten die Landesherren auch ihre Soldaten die zu Friedenszeiten deren Güter bewirtschafteten. Weiter ist zu bedenken, dass Konrad zwar formal noch Herzog in Ostfranken war, er seine Macht dort weitgehend wider verloren hatte als das Herzogtum wieder zurück an das Bistum Würzburg fiel. Auf die beiden Bistümer Würzburg und Bamberg, die Konrad zeitweise erbittert bekämpfte, konnte sich Konrad zu dieser Zeit kaum verlassen. Im Herzogtum Schwaben hingegen, obgleich geteilt, war die Macht der Staufer in Nordschwaben unangefochten, insbesondere im Ries wo sie viele Eigengüter hatten.

 

Fassen wir kurz die Situation zwischen 1100 und 1150 zusammen. Friedrich I. von Staufen war durch die Heirat mit Agnes, der Tochter Heinrichs IV. und der Übertragung der Herzogswürde im Herzogtum Schwaben zu einer der mächtigsten Männer im Reich aufgestiegen. Er und seine beiden Söhne Konrad und Friedrich II. erwarben Güter im Ries um dort ihre Hausmacht zu festigen. Friedrich II. führte den Herzogentitel im geteilten Schwaben weiter wohingegen sein jüngerer Bruder zum Herzog von Ostfranken ernannt wurde, dessen Macht dort jedoch früh wieder beschnitten wurde als es zur Aussöhnung zwischen Heinrich IV. und dem Würzburger Bischof kam dem er das Herzogtum zuvor zu Gunsten Konrads entzogen hatte. Ihm verblieb lediglich das Titularherzogtum. Als Herzog von Ostfranken hatte er seinen Sitz auf der Reichsburg in Rothenburg war dort jedoch ohne wesentlichen politischen Einfluss. Die Reichsburg Nürnberg gehörte den Staufern und war zu jener Zeit ein wichtiges Machtzentrum. Regelmäßige Reisen von ihrer Stammburg Hohenstaufen bei Göppingen dorthin waren für die Staufer, wohl schon zur Regierungszeit der Salier, unabdingbar. Nebst den Reichsburgen Rothenburg und Nürnberg waren Harburg und die Staufer Stammburg Hohenstaufen wichtige militärische Stützpunkte die so miteinander vernetzt sein mussten, dass bei Gefahr Truppen schnell von einer zur anderen Burg verlegt werden konnten. Zur Regierungszeit König Konrad III. von Staufen lag in Harburg vermutlich stets ein kampfbereites Heer. Dies schliesse ich aus einem Brief vom 8. Februar 1150 worin der Sohn Köning Konrad III. Heinrich VI, darin als selbst als König bezeichnet, über einen Angriff Herzog Welfs VI. auf die Staufische Burg Flochberg berichtet wobei es Heinrich gelang Welfs Nachhut "agminis extrema" mit Hilfe seiner "schnellen Reiter" die von Harburg aus zu Hilfe eilten zu schlagen und dabei 300 Ritter gefangenzunehmen und etliche Pferde zu töten. Ein vollständiger Sieg wurde durch die anbrechende Nacht verhindert.[23b] Mit dem Bistum Bamberg lag Konrad spätestens ab dem Streit um die Königskrone mit den Süpplinsburger im Streit. Die Bamberger Stiftsvögte, die Herren von Abenberg waren Grafen im Radenzgaun und im Rangau der südlich and den Sualafeldgau der Herren von Lechsgemünd grenzte. Die beiden abenbergischen Gaue schotteten den direkten Zugang zu Nürnberg sowohl von Rothenburg als auch von Hohenstaufen gegen Norden und Westen ab. Die Lechsgemünder waren wie die Staufer treue Unterstützer der Salier und waren mit den Herren von Staufen durch Heirat verwandt. 1139 bot sich nach dem Tod Cunos von Harburg die Möglichkeit ihren Einfluss auf ehemaliges Gebiet der Lechsgemünder auszudehnen. Straßen waren zu jener Zeit meist unbefestigt und bei schlechten Witterungsverhältnissen schwer passierbar. Ausnahme bildeten die einst von den Römern errichteten Straßen. Pro Tag konnten etwa 25 bis maximal 40 Kilometer Distanz zurückgelegt werden. In diesen Abständen muss es Plätze gegeben haben wo Reisende verpflegt werden konnten und Schlafplätze zur Verfügung standen.

 

Welche Reiserouten kamen für die Staufer in Frage?

Die direkteste Route um von Burg Hohenstaufen zur Burg in Nürnberg zu gelangen führte über Mögglingen - Heuchlingen - Laubach - Leinroden - Ramsentrut Neuler - Ellwangen - Ellenberg - Dinkelsbühl - Dürrwangen - Burk - Bechhofen über Altendettelsau, Heilsbronn, Roßtal und Stein nach Nürnberg. Die letzte Etappe dieser Route führte jedoch durch Bambergisches, respektive Abenbergisches Terretorium. Mit dem Bistum Bamberg standen die Staufer zu jener Zeit nicht besonders gut. Darüber hinaus standen dort keine römischen Straßen zur Verfügung und die Versorgung der Reisegesellschaft wäre somit auf die Gutmütigkeit anderer Herrscher angewiesen gewesen die auch die Durchreise verbieten konnten. Die Strecke wäre wohl rund 25 Kilometer kürzer, respektive etwa einen Tag schneller und wurde wahrscheinlich zu späterer Zeit, als sich das politische Umfeld zu Gunsten der Staufer wendete, deren bevorzugte Reiseroute. Das war jedoch zur Regierungszeit Konrads von Staufen noch nicht Absehbar. Deshalb habe ich hier drei mögliche Alternativroute ausgearbeitet die es erlaubten Abenbergisches Gebiet zu umgehen. Die "Nordroute" ist mit 159 Kilometern die kürzeste. Sie folgte wohl etwa dem Verlauf des Limes bis Gunzenhausen. Eine "Mittelroute" (ca. 174 KM), diese führte zunächst Richtung Westen nach Nördlingen, wo ich ebenfalls einen Quartiersplatz vermute. Dort zweigte diese Richtung Nord-Osten über Oettingen, Westheim, Ostheim nach Gnotzheim ab. Von dort vermute ich weiter, wurde diese Hauptstrasse verlassen um über Stetten nach Cronheim zu gelangen. Die "Südroute" (ca. 172 KM) verlief von Nördlingen weiter in Richtung Osten über Wemding (wohl ebenfalls Quartiersplatz), Otting und von dort Richtung Nord-Osten über Gundelsheim nach Treuchtlingen, Weissenburg nach Pleinfeld (möglicher Quartiersplatz knapp 30 Kilometer von Cronheim). Dort vereinen sich alle drei Routen um über Roth nach Nürnberg zu gelangen.

Nun komme ich nocheinmal kurz auf die Ausnahmen der Fronhofer Urkunde von 1140 zurück: 1. Dettenheim lag direkt an der Südroute. Möglicherweise war dort, in Weissenburg oder, was am wahrscheinlichstetn ist in Pleinfeld der Quartierplatz der Südroute. Pleinfeld liegt nämlich links der Schwäbischen Rezat und somit ursprünglich im Sualafeld- und nicht im Nordgau. 2. Trendel lag an der ersten Verbindung von der Südroute zur Mittelroute. Von dort aus war es auch möglich über eine weitere Parallelroute via Ursheim  - Hechlingen - Heidenheim - Spielberg nach Gnotzheim zu gelangen um von dort weiter Richtung Norden über Cronheim auf die Direktlinie oder via Gunzenhausen auf die Abenbergische Umgehungsroute zu gelangen. Dabei folgt diese Route der östlichen Grenzlinie des in der Urkunde von 1053 beschriebenen umritts. Als möglicher Quartiersplatz käme dabei das Kloster Heidenheim in Betracht (ca. 36 Kilometer von Nördlingen). 3. Degersheim kontrollierte die nächste Querverbindung um über Treuchtlingen - Windischhausen - Degersheim - Heidenheim - Spielberg nach Gnotzheim weiter zum Quartiersplatz Cronheim zu wechseln. 4. Berolzheim damit kontrollierte man die nächste Verbindung von Treuchtlingen - Wettelsheim - Berolzheim - Meinheim - Dittenheim - Windsfeld - Dornhausen - Pfofeld - Thannhaus zum Verbindungspunkt in Pleinfeld. 5. Weimersheim. Dort war es ebenfalls möglich von Weissenburg aus Richtung Norden umzuschwenken. Die Route dort: Weissenburg - Weimersheim - Alesheim - Dittenheim - Sammenheim - Gnotzheim - Cronheim (25 Kilometer). Wenn die Staufer auch diese Herrschaften besassen wäre dies eine mögliche Erklärung dafür warum diese als Zeugen auf der Fronhofer Urkunde von 1140 erscheinen. Um in etwa die Distanzen zu berechnen benutze ich den Bayern Atlas der auch bekannte römische Strassen zeigt. Ich gehe davon aus, dass die Staufer in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts bedingt durch die angespannte Lage im Reich in der Regel mit einem Gefolge von mindestens 150 Männern reisten die teilweise unberitten waren. Weiter denke ich wurde auf solchen Reisen ein Wagen für Proviant, Gepäck und Kriegsmaterial mitgführt wurde. Für eine durchschnittliche Tagesetappe setze ich eine Distanz von 30 Kilometer an. Um den Weg zu bestimmen setzte ich den Faktor Stammlande als den wichtigsten an erste Stelle. Als zweitwichtigsten Faktor wähle ich die römischen Strassen, halte mich deshalb soweit möglich an das Gebiet hinter dem Limes. Entlang des Limes vermute ich eine parallel verlaufende römische Militärstrasse. Schiesslich mussten die Wachtürme mit Truppen und Proviant versorgt worden sein was eine Strasse erforderlich macht. Als drittwichtigsten Faktor stelle ich die Flussdurchkreuzungen / Furten. Als viertwichtigsten Faktor die Kürze der Reiseroute in Kombination Berge zu umgehen um Kräfte zu schonen. Damit lautet mein Vorschlag für Reisen von der Burg Hohenstaufen nach Nürnberg für Konrad von Staufen um das Jahr 1140 so:

 

Von der Burg Hohenstaufen Richtung Norden um dort auf die Römerstraße die von Lorch nach Aalen führte zu gelangen. Dieser Punkt dürfte sich in etwa dem heutigen Schwäbisch Gmünd befinden. Von dort aus die Lauter überquerend auf der römischen Hauptstrasse Richtung Osten, südlich der Rems folgend vorbei an Zimmern (KM 20) nach Böbingen an der Rems (römisches Kastell). Dort die Rems überquerend nach Mögglingen bis nach Essingen (KM 30). Dort vermute ich die erste Quartierstelle. Möglicherweise ging es auch noch ein paar Kilometer weiter auf dieser wohl gut ausgebauten Strasse bis nach Aalen (KM 36). Im 1136 genannten Dorf Alon gab es südlich der heutigen Kernstadt eine Burg die möglicherweise zur Übernachtung ebenfalls genutzt werden konnte. Obgleich diese Strasse die von Aalen aus im flachen Winkel Richtung Norden bis Marktoffingen aufsteigt um von dort aus schurgerade Richtung Osten bis mindestens Munningen (südlich von Oettingen) verlief wohl die am besten ausgebaute Strasse war, hätte ich mich dennoch vermutlich bereits ab Esslingen zu Gunsten einer kürzeren Strecke in nördliche Richtung entschieden um näher an der Ideallinie entlang des Limes zu reisen. So lautet mein Vorschlag bei Essingen die römische Hauptstrasse verlassend in Richtung Norden bis südlich von Dewangen durch welches der Limes verläuft. Dem Limes folgend in nord-östliche Richtung bis Hüttlingen; dort die Kocher überquerend weiter vorbei an Buch (zur Erinnerung die Ordensschwester Gerdrut de Buch), Dalkingen (ebenfalls Ordensschwester auf dem Stauferkloster auf dem Odilienberg) nach Röhlingen (KM 20). Dann weiter über Pfahlheim (KM 25) nach Tannhausen. Von Esslingen bis Tannhausen sind es etwa 32 Kilometer. Das Geschlecht derer von Thannhausen stand den Staufern sehr nahe so dass deren Stammsitz sich als Übernachtungsmöglichkeit anbietet. Um nach Tannhausen zu gelangen, besteht auch die Möglichkeit bei Röhlingen Richtung Osten nach Zöbingen und von dort über Schneidheim (ebenfalls genannte Ordensschwester auf dem Odilienberg) von Süden her nach Tannhausen zu gelangen. An Tag 3 der Reise führt meine Route von Tannhausen zunächst Richtung Mönchsroth im Norden um dort wieder auf die Parallel zum Limes verlaufende Strasse etwa bei Eck am Berg zu gelangen. Dort Richtung nord-osten nach Wittenbach weiter nach Veitsweiler (KM 10). In Veitsweiler gibt es nun zwei Optionen. Man kann von dort aus wählen ob man den Hesselberg südlich oder nördlich umgehen möchte. Für die Nordroute geht der Weg weiter nach Weiltingen wo sich eine wichtige Furt über die Wörnitz nach Wörnitzhofen befand. Von Wörnitzhofen nach Wittelshofen, dort über die Sulzach nach Ehingen (KM 20). Von Ehingen in westlicher Richtung nach Lentersheim weiter nach Unterschwaningen. Danach südlich vorbei an Oberschwaningen nach Cronheim (31 KM). Für die Hesselberg-Südroute geht es nach Veitsweiler in östliche Richtung nach Frankenhofen. Von dort an deckt sich nun die Route mit jener die in der Urkunde Kaiser Heinrichs III. von 1053 beschrieben ist. Von Frankenhofen Richtung Nordwesten bis Irsingen. Von Irsingen Richtung Westen durch die Rindgaßfurt (auf halben Weg zwischen Gerolfingen und Reichenbach). Danach wieder gegen Norden bis zur Ost-Westverbidungsstraße die von Gerolfingen nach Röckingen führte. Von dort aus weiter Richtung Norden nach Lentersheim. Die "Hesselberg-Südroute" nach Cronheim wäre mit etwa 30.5 Kilometer etwa einen halben Kilometer kürzer als die "Hesselberg-Nordroute" gewesen. Von Cronheim zum Quartiersplatz nach Pleinfeld und von dort Richtung Norden vorbei an Roth zum letzten Quartierplatz vor Nürnberg etwa in Höhe von Schwabach.

 

(Link zur Route - rote Linie: Reiseroute, rot gestrichelt: Alternativroute via Nördlingen, grüne Linie: West- und Nordgrenze des Sualafeldgau, blaue Linie: Limes Verlauf), gelb: direkte Luftlinie, grau die Umgehung Kaiser Heinrichs III. von 1053)

 

Der entscheidende Vorteil einer Route über Cronheim, liegt meines Erachtens darin das dabei Abenbergisches / Bambergisches Herrschaftsgebiet auf kürzestem Weg umgangen werden konnte. Warum Cronheim und nicht Spielberg? Für Cronheim spricht vor allem die Baulichkeit des Wirtschaftshofs die der Bauform eines Königshofs sehr nahe kommt und ich darüber hinaus nichts genaueres über die frühe Architektur der Burg Spielberg in Erfahrung bringen konnte. Sie hätte schon im 12. Jahrhundert etwa die heutige grösse und einen Palas haben müssen um ausreichend Platz für einen angemessene Quartiermöglichkeit bieten zu können, was jedoch wohl zur Zeit König Konrad III. von Staufen noch nicht der Fall war. Die Nennung jenes Burchard von Cronheim und des Gisilbert von Lellenfeld in der Fronhofer Schenkungsurkunde von 1140 deutet zumindest darauf hin, dass diese Güter in Cronheim den Staufern gehörten. Mit Cronheim als Etappenziel war es möglich den grösstmöglichen Teil auf römischem Strassennetz und in staufischen Stammlanden zu reisen. Rechtsgeschäfte wie zum Beispiel abhalten von Gerichten und Gespräche mit deren Verwaltern konnten bei diesen Reisen ebenfalls stattfinden. Dazu kommt , dass die Versorgung mit Proviant in den Stammlanden gesichert war. Cronheim lag günstig ob mit großem oder kleinem Gefolge oder gar mit schwerem militärischem Material. Doch es gab noch weitere Vorteile. Wie es scheint gab es zwischen Cronheim und Lellenfeld ein Tor im Limes. Dies schliesse ich daraus, dass es es zur römischen Zeit an dieser Stelle eine Siedlung auf beiden Seiten des Limes gab.[24] Gab es dort tatsächlich ein Tor, dann gab es wohl auch einen alten Weg Richtung Arberg welches die Möglichkeit eröffnete von Cronheim aus auf die direkteste Route via Altendettelsau umzuschwenken, falls es das politische Umfeld erlaubte. Falls das Herrschaftsgebiet der Abenberger und somit dem Bistum Bamberg umgangen werden sollte konnte man den Weg an dieser Stelle einfach Richtung Osten nach Unterwurmbach fortsetzen, wo eine Furt über die Altmühl nach Gunzenhausen genutzt werden konnte. Darüberhinaus führt die Cronheim-Route sehr nahe an der direkten Luflinie der beiden Standorte Hohenstaufen und Nürnberg entlang. Bis zu diesem Punkt hält sich also der Vorteil der direkten Route noch im Rahmen. Auch die Option die Wörnitz ohne grossen Zeitverlust an zwei verschiedenen Stellen überqueren zu können war sicherlich ein Plus. Cronheim lag relativ zentral. Von diesem Punkt lagen die für die Staufer strategisch wichtigen Punkte, Nürnberg, Rothenburg, Eichstätt und Aalen alle etwa im gleichen Abstand voneinander entfernt. Nach Rothenburg sind es etwa 58 Kilometer (2 Tagesmärsche), von Cronheim nach Eichstätt 52 Kilometer (2 Tagesmärsche), von Cronheim nach Nürnberg ungefähr 56 (2 Tagesmärsche) und nach Aalen sind es etwa 59 Kilometer (2 Tagesmärsche). Harburg liegt mit rund 39 Kilometer einen langen, Weissenburg mit 25 Kilometern einen kurzen Tagesritt entfernt. Dies sind meines Erachtens alles Gute Gründe für die Route via Cronheim. Das Cronheim dennoch nicht zu einer blühenden Stadt im Mittelalter wuchs hatte Gründe. Wohl bereits wenige Jahrzehnte nach der möglichen Erbauungdes festen Hauses in Cronheim um 1140 hatte sich die Lage im Reich verändert. Wie der Verkauf von Gütern der Abenberger an Kaiser Barbarossa, dem Enkel Konrads, 1158 nahelegt, waren die Abenberger schon kurze Zeit nach dem Ausbau Cronheims zu einem Ettapenziel keine Bedrohung mehr für die Staufer. "Barbarossa" verfolgte ohnehin eine andere Politik als sein Onkel wie dessen Haltung beim Streit zwischen Konrad und Heinrich dem Löwen um das Herzogtum Bayern deutlich macht in dem Barbarossa letzteren Unterstützte und nicht seinen Onkel. Reisen durch Abenbergisches Gebiet stellten wohl nicht weiter eine mögliche Gefahr dar. Cronheim verlor deshalb an strategischer Bedeutung für die Staufer. Nicht auszuschiessen, dass bereits mit dem Tod König Konrads am 15. Februar 1152, der Ausbau der Anlage in Cronheim ein frühzeitiges Ende fand und sie von dessen Nachfolgern nur noch in einem sehr bescheidenen Masse abgeschlossen wurde, wie die Zeichnung der Schlossanlage Cronheim die um 1670 entstand vermuten lässt. Ganz aufgegeben wurde es dennoch nicht denn die anderen genannten Vorteile blieben weiterhin bestehen. Erst mit dem Tod des letzten Staufers 1252 wurde es meines Erachtens zu einem gewöhnlichen Lehen der Oettinger.

 

Bleibt abschliessend die eingangs gestellte Frage zu den Gebäuden in Cronheim zu klären. Ein Königshof, oder eine Königspfalz hatte primär nicht die Funktion eines militärischen Verteidigungskomplexes wie es etwa bei einer Burg der Fall war. Ein Königshof diente dem Fürsten eher als Rastplatz wo er sich nach den Strapazen der Reise erholen konnte bevor es meist bereits am nächsten Tag weiter ging. Wie dargelegt dauerte eine Reise von Göppingen nach Nürnberg 4 bis 5 Tage. Ein Königshof war deshalb eher auf Kompfort und Bequemlichkeit ausgerichtet. Dort wollte man sich am offenen Kamin aufwärmen, angemessen speisen und bequem ruhen. Deshalb hat die Architektur der Pfalzen und Königshöfe sehr wenig gemein mit jener einer Burg, wie man an den berühmten Pfalzen in Gosslar, Ingelheim oder Aachen unschwer erkennen kann. Dennoch, ganz ungeschützt waren auch diese Plätze nicht. Der Hauptfokus galt jedoch dem Palas, dem Wohngebäude. Dieser sollte möglichst viel Kompfort bieten. Dies geschah auf Kosten der Wehrfähigkeit. So befand sich dort zum Beispiel der Eingang ebenerdig. Ebenso waren die Gebäude beheizt. Ein Speisesaal mit repräsentativer Raumhöhe welcher die Macht des jeweiligen Fürsten hervorzuheben gehörte ebenfalls dazu. In Cronheim lassen sich diese Merkmale durchaus in den historischen Gebäuden finden. Nehmen wir dazu einmal an, dass der Wirtschaftshof nicht als Wirtschaftshof sondern als Palas des Königshofs geplant war. Der Wirtschaftshof war bereits vor dem Ausbau zur Vorburg Mitte des 14. Jahrhunderts mit einer eigenen Ringmauer bewehrt. Darüber hinaus verfügte er über einen sehr grossen, beheizten Saal dessen Raumhöhe, gemäss der Zeichnung die um 1670 entstand, doppelt so hoch war wie in den Räumen im Norden des Gebäudes. Der Eingang im Westen des Gebäudes war ebenerdig. Auch die Dimensionen des ürsprünglich rechteckigen Gebäudes (ca. 29 x 12 Meter) sowie die massiven Zwischenwände gehen mit dem Muster bekannter Königshöfe einher (vgl. Kaiserpfalz Wimpfen, Romanisches Haus Bad Kösen). Ein Turm in den man flüchten konnte wenn es einmal sehr gefährlich wurde war durchaus nicht ungewöhnlich bei einer Pfalz oder einem Königshof. Dem Kirchturm könnte diese Rolle ursprünglich angedacht worden sein. Interessanterweise befindet sich der Eingang zum heutigen Glockenturm in etwa 6 Metern Höhe im Dachstuhl des heutigen Kirchenschiffs, wie es damals bei Wohntürmen typisch war. War dem so, dann befand sich zwischen vermeindlichen Palas und Turm ein ungewöhnlich grosser Abstand. Geht man aber davon aus, dass auch ein größeres Gefolge in Cronheim aufgenommen werden konnte bedurfte es ausreichend Platz um dort auch Zelte aufschlagen zu können, was dies erklären könnte. Das wiederum macht nur Sinn wenn die beiden Gebäude über eine gemeinsame Ringmauer verfügten. Dafür fehlen jedoch die Anzeichen. Also doch kein Königshof? Wie ich nun vermute, wurden die Bautätigkeiten bereits kurze Zeit nach dem Baubeginn zurückgefahren, wohl daher, da sich die politische Lage um die Staufer nach der Wahl Konrads zum deutschen König veränderte. Der Bau des Palas wurde in vereinfachter Form vollendet. Man verzichtete aber auf ein durchgängiges zweites Stockwerk. Dies würde erklären warum nur im Südwesten des Gebäudes zwei Vollgeschosse zu erkennen sind. Auch die Ringmauer die Turm und Palas verbinden sollte wurde nie gebaut, nicht fertiggestellt werden oder bestand eventuell in einer einfachen Holzpalisade. Eine massive Ringmauer beschränkte sich auf einen kleinen Innenhof im Norden des Gebäudes. Für eine kleine Reisegesellschaft reichte dies allemal aus. Den Wohnturm der Herren von Cronheim, vermute ich als ein Werk aus einer späteren Bauphase, möglicherweise sogar erst aus der Zeit als sich Mitte des 14. Jahrhunderts der Oettingische Amtmann von Laufenbürg sich nach Cronheim benannte. Vielleicht war es ihnen nicht erlaubt die staufischen Gebäude für ihre Zwecke zu nutzen oder was noch wahrscheinlicher ist, waren diese Gebäude bereits vorher der Kirche zur Nutzung überlassen worden, was sie dazu bewog einen eigenen Turm, strategisch etwas unglücklich, unweit davon zu errichten.

 

[1] Carl Heinrich von Lang: Diplomatum Historiam Pagorum in: Jahresbericht des Historischen Vereins im Rezat-Kreis, Bd. 6, S. 20

[2] Urkunde vom 17. Mai 1053 – Regesten der Bischöfe von Eichstätt, 1, S. 13

[3] G. Droysens allgemeiner historischer Handatlas in sechsundneunzig Karten mit erläuterndem Text Allgemeiner historischer Handatlas in sechsundneunzig Karten mit erläuterndem Text, Bielefeld,1886

[4] Carl Heinrich von Lang: Diplomatum Historiam Pagorum in: Jahresbericht des Historischen Vereins im Rezat-Kreis, Bd. 6, S. 29

[4b]RIplus Regg. B Augsburg 1 n. 283, in: Regesta Imperii Online

[4c] RI III,2,3 n. 1345, in: Regesta Imperii Online

[5] Historisches Lexikon Bayerns

[5b] RI IV,1,1 n. 21, in: Regesta Imperii Online

[6] RI IV,1,2 n. 8, in: Regesta Imperii Online

[7] RI IV,1,2 n. 9, in: Regesta Imperii Online

[8] RI IV,1,2 n. 7, in: Regesta Imperii Online

[9] RI IV,1,2 n. 10, in: Regesta Imperii Online

[10] Johannes Merz, Herzogswürde, fränkische, publiziert am 25.10.2010; in: Historisches Lexikon Bayerns

[11] RI IV,1,2 n. 21, in: Regesta Imperii Online

[12] RI IV,1,2 n. 24,  und RI IV,1,1 n. 149, in: Regesta Imperii Online

[12b] Joseph von Homayr: Die goldene Chronik von Hohenschwangau, der Burg der Welfen, der Hohenstauffen und der Scheyern, S. 39

[12c] RI IV,1,2 n. 63, in: Regesta Imperii Online

[12d] RI IV,1,2 n. 71, in: Regesta Imperii Online

[13] RI IV,1,2 n. 25, in: Regesta Imperii Online

[14] Prof. Dr. Jürgen Dendorfer: Königsland? – Die Staufer und das Ries. Originalbeitrag erschienen in: Verein Rieser Kulturtage e.V. (Hrsg.): Rieser Kulturtage. Eine Landschaft stellt sich vor. Dokumentation, Band XIX/2012 21. April – 20. Mai 2012, erarbeitet von Wulf-Dietrich Kavasch, Friedrich Keßler und Günter Lemke Nördlingen: Verlag Rieser Kulturtage, 2014, S. 143-161 RI III,2,3 n. 1345, in: Regesta Imperii Online. - Kaiserurkunden in Abbildung, S. 159

[14c] RI IV,1,2 n. 193, in: Regesta Imperii Online

[14d] RI IV,1,2 n. 198, in: Regesta Imperii Online

[15] Prof. Dr. Jürgen Dendorfer: Königsland? – Die Staufer und das Ries. Originalbeitrag erschienen in: Verein Rieser Kulturtage e.V. (Hrsg.): Rieser Kulturtage. Eine Landschaft stellt sich vor. Dokumentation, Band XIX/2012 21. April – 20. Mai 2012, erarbeitet von Wulf-Dietrich Kavasch, Friedrich Keßler und Günter Lemke Nördlingen: Verlag Rieser Kulturtage, 2014, S. 143-161.

[16] Markus Schäfer: Wer waren Marquart und Adilbert von Cronheim?, 2018

[16c] RI IV,2,1 n. 10, in: Regesta Imperii Online

[17] Monumenta Zollerana. Quellensammlung zur Geschichte des erlauchten Hauses der Grafen von Zollern und Burggrafen zu Nürnberg, Bd. 1, S. 15/16

[18] Quellen und Erörterungen zur bayerischen und deutschen Geschichte, Band 1, S. 276

[19] RI IV,1,2 n. 689, in: Regesta Imperii Online, URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1150-08-20_1_0_4_1_2_691_689

[20] WUB Band II., Nr. 334, Seite 57-58

[21] RI IV,2,1 n. 176, in: Regesta Imperii Online, URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1153-05-29_1_0_4_2_1_176_176 und RI IV,2,1 n. 177, in: Regesta Imperii Online, URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1153-05-29_2_0_4_2_1_177_177

22]  RIplus | SFG: Regg. B/DK Augsburg 2 n. 18, in: Regesta Imperii Online, URI: http://www.regesta-imperii.de/id/de7a56bb-bc63-486b-a401-7d6095cd0cf0 und RIplus | SFG: Regg. B/DK Augsburg 2 n. 19, in: Regesta Imperii Online, URI: http://www.regesta-imperii.de/id/c80f08dc-f13f-4ea6-8f90-9fcc876a7bec

22b] Monumenta Zollerana. Quellensammlung zur Geschichte des erlauchten Hauses der Grafen von Zollern und Burggrafen zu Nürnberg, Bd. 1, S. 15/16

[22c] Forschungen zur reichs- und rechtsgeschichte Italiens, Band 4a, S. 158

[22d] RI IV,1,2 n. 244, in: Regesta Imperii Online

[23] General Leutnant z. D. von Sarway in Charlottenburg: Römische Strassen im Limesgebiet, 1899. In Westdeutsche Zeitschrift für Geschichte und Kunst. S. 125

[23b] RI IV,1,2 n. 651, in: Regesta Imperii Online

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