Stammwappen von Rothenburg

Über Uns

Die Herren von Rothenburg waren ein weit verzweigtes, süddeutsches Adelsgeschlecht, welches nach Gebwin in direkter Linie auf die karolingische Linie der Robertiner auf Robert II., Graf im Wormsgau, zurückgeht[3] [4] und sich mit dem staufischen Küchenmeister Heinrich gegen Ende des 12. Jahrhunderts nach Burg Rothenburg ob der Tauber benannte. Auf ihn gehen die Hauptlinien von Rothenburg, Gebwin Heilbronn, Geben Freiburg im Breisgau, Gewin in Rothenburg, in Mittelfranken und der bayerischen Oberpfalz zurück, welche sich wiederum in zahlreiche Nebenlinien teilen, von denen einige Linien bis heute fortbestehen.

Wappen Geben-Schüser

Herkunft

Der Vater Heinrichs I. von Rothenburg war Dietmar II., genannt Gebeno (1147–1189), Sohn des Gebeno von Thulbach (Toalbach, Tolbach), bzw. Uffenheim[1] der sich auch von Moosburg[2] (1130–1165) bei Wang nannte. Er war möglicherweise mit einer Tochter Heinrichs I. von Waldburg verheiratet, wodurch der Name Heinrich, der bis dahin nicht in der Familie üblich war, nebst Konrad zu einem der Stammnamen der Rothenburger wurde. Dieses Verwandtschaftsverhältnis mag auch dazu verholfen haben, dass das erbliche Amt des Reichstruchsessen, welches die Waldburger innehatten, Mitte des 14. Jahrhunderts an die Rothenburger Linie von Nordenberg überging.[5] Das enge Verhältnis welches Graf Chunrad von Moosburg zu Bischof Hartwig von Eichstätt pflegte sowie die enge Verwandtschaft zu dem Hause Andechs Dießen, eröffneten Heinrich, dem Sohn Dietmars II., die Möglichkeit vom Dienstverhältnis der Grafen von Moosburg in den Dienst des Stauferkönigs Philipp von Schwaben zu treten, der ihn vor Juni 1201[6] (nach Gewin 1209) zum Reichsküchenmeister ernannte.[7] Die weitere Geschichte der Familie ist eng mit den Schenken von Limpurg, der Stadt Rothenburg ob der Tauber und dem Bistum Würzburg verbunden.

 

Reichsküchenmeister

Das Amt eines Reichsküchenmeisters scheint speziell für Heinrich I. von Rothenburg geschaffen worden zu sein.[8] Es erscheint erstmals in einer Urkunde König Philipps vom 3. Juni 1201 als Heinrich Küchenmeister dessen Bruder Iring Crassenus und dessen Sohn Heinrich[9] als Zeugen in einer Urkunde genannt werden worin König Philipp dem Kloster Bronnbach erklärt, dass er Ulrich von Dürn eine Hofraite in Würzburg zu eigen gegeben hat.[10] Kurz darauf, am 23. Juli 1202, erscheint er erneut als Zeuge bei König Philipp von Schwaben. Wiederum ging es dabei um eine Schenkung „…fidelis ac familiaris nostri H. magistri coquine de Rotemburc…“[11] Die Bezeichnung familiaris nostri – unserer Familie, die sowohl für Hofbeamte aber auch Verwandte verwendet wurde, eröffnet die Möglichkeit einer Blutsverwandtschaft mit den Staufern, kann aber nicht als Beweis dafür gelten. Der Titel des Reichsküchenmeisters war erblich und ging von der Linie Rothenburg an die Linie Nordenberg und nach deren Aussterben in der männlichen Linie an die Linie der Herren von Seldeneck[12], die das Amt bis zu deren Aussterben 1506 begleiteten.[13] Das Amt des Reichsküchenmeister wurde in einigen Fällen gleichfalls als eigenständiger Nachname benutzt, wobei auf die Nennung des Stammsitzes (von Rothenburg, von Nordenberg, von Bielriet, von Seldeneck etc.) vollständig verzichtet wurde. Gewin spricht sich jedoch dafür aus, dass die Herren von Nordenberg, welche das Amt des Reichsküchenmeisters trugen einem anderen Geschlecht angehörten,[14] obgleich dieses Amt erblich war. Diese These kann jedoch durch eine Urkunde des König Adolf von Nassau ausgestellt am 31. Dezember 1297 in Speyer[15] klar wiederlegt werden. König Adolf, der Lupold von Nordenberg mehrfach als seinen Küchenmeister bezeichnet[16] [17], erscheint darin unter seinem alten Geschlechtsnamen von Rothenburg.[18]

 

Geschichte

Heinrich von Rothenburg trat als Küchenmeister des Königs im Umfeld des süddeutschen Hochadels hervor.[19] Bereits sein Vater, Dietmar von Thulbach, genannt Gebeno, und sein Onkel Sigbot (Siboto) hatten Besitzungen in der Gegend um Rothenburg die sich vermutlich beide auch von Uffenheim nannten[20]. Mit der Heirat mit Gutta von Weinsberg, einer Tochter des Engelhard von Weinsberg und Heinrichs Teilnahme am Dritten Kreuzzug im Gefolge Kaiser Friedrichs I. 1189, stieg das Geschlecht rasch in eine machtvolle Position in Süddeutschland auf.[21] Die Nähe zum deutschen Königshaus und zum Bistum Würzburg ist durch zahlreiche Urkunden belegt. Auch nach der Ermordung von König Philipp von Schwaben 1208, der das Amt des Reichsküchenmeisters eigens geschaffen hatte, blieb die Königsnähe und vor allem auch ihr Reichsamt, welches erblich wurde, bestehen. Als am 30. Dezember 1213 König Friedrich II. die erbeigene Kirche zu Esslingen mit ihren gesamten Einkünften dem Stift Speyer zum Jahrestag der Überführung seines ermordeten Onkels König Phillip übertrug, war Heinrich I. nebst dem Schwiegervater seines Sohnes Konrad, dem Schenken Walter von Limpurg (Schüpf) und dessen Bruder Berenger, anwesend.[22] 1219 stiftete Heinrichs Ehefrau, Gutta („Jvtta de Winsperc“), mit Zustimmung ihres Sohnes Konrads („filio ej Cvnrdus“), zwei Jauchert Weingarten im Berg Drachenloch bei Erlenbach als Seelgerät an das Kloster Schöntal.[23] Ihr Ehemann Heinrich („Heinric“), dort als „maior custos“ bezeichnet, wird in dieser Urkunde fälschlicherweise als Herzog Heinrich von Teck interpretiert. Dass es sich dabei wirklich um Heinrich von Rothenburg handelt, geht aus dem Revers der Schenkung aus dem Jahr 1220 hervor. Darin schrieb der Schöntaler Abt Gottfried: „Heiric magist cogne impialis uxor ei dna Gvda.“[24] Nicht nur über die Ehe ihres Sohnes Konrad, sondern auch durch die Ehe ihres Bruders, Engelhard III. von Weinsberg mit Liutgard Schenk von Schüpf, einer Tochter des Schenken Walter, bestand zu den Schenken von Schüpf ein sehr enges Verwandtschaftsverhältnis.[25] Durch die geschickte Heiratspolitik Heinrichs I. brachte er seine Söhne, die Nebenlinien vor allem im Nördlinger Ries, in Heilbronn und im Freiburger Raum gründeten, in einflussreiche Positionen.[26] In einer Urkunde aus dem Jahr 1225 wird Heinrich von Rothenburg auch als „Heinrich von Hohenberg“ (möglicherweise Hohenberg bei Sulzbach oder Hohenburg bei Bissingen) bezeichnet.[27] Dessen gleichnamiger Sohn war Mundschenk zu Nürnberg.[28] Auf ihn und seine Ehefrau Gertrud vom Stein (de Lapide), wohl eine Tochter des Burghard von Stein[29], gehen wiederum zahlreiche Adelsgeschlechter, die sich häufig als „Schenk von“ dem jeweiligen Ort, wo sie das Schenkenamt innehatten (z. B. „Schenk von Arberg, Schenk von Geyern“) bezeichneten, hervor.[30] In lateinisch verfassten Urkunden wird des Amt des Schenken als „pincerna“, gelegentlich auch als „buticularius“ bezeichnet.

 

Wie es scheint stellte sich Heinrich II. von Rothenburg beim Zerwürfnis König Heinrichs VII. mit dessen Vater Friedrichs II. auf die Seite Friedrichs obgleich sein Bruder, Konrad, mit einer Tochter (wohl Elisabeth) Walters I. Schenk von Limpurg verheiratet war, der wiederum gemeinsam mit Heinrich von Neuffen und Ludwig von Schüpf die Burgen von Konrad und Gottfried von Hohenlohe auf Geheiß König Heinrichs VII. zerstört hatte.[31] Dies geht aus einer Mahnung hervor, die König Heinrich VII. am 21. November 1234 unter anderem gegen den Nürnberg Butiglarius Heinrich II. von Rothenburg erliess. Darin verbot er ihm, und den anderen, künftig den Bischof Hermann von Würzburg, der sich über sie beklagt hatte, in genannten Besitzungen und andern Rechten und Zubehörden dessen Herzogtums nicht mehr zu beeinträchtigen und gab dem Bischof das Recht gegen solche Schädiger einzuschreiten.[32] Die Treue Heinrichs II. von Rothenburg und wohl auch dessen Bruder Konrad zu Friedrich II. blieb nicht folgenlos. Als die Limburger und die Schüpf 1235 als Schadenersatz für die zerstörten Burgen der Hohenloher ihre Burgen an diese abtreten mussten, erschien Konrad von Rothenburg, der Sohn Heinrichs II., als der Schenk von Limburg, der häufig fälschlich als der Sohn Walters I. bezeichnet wird. Einiges spricht dafür, dass er nicht dessen Sohn sondern dessen Schwiegersohn war. Ihm übertrug Gottfried von Hohenlohe um 1280 die Burg Bielriet.[33] Die Linie Geben wird in Steinmars Herbstlied, Minnegesang aus dem 13. Jahrhundert, besungen, worin dieser um die Witwe (versinnbildlicht als Herbst) des verstorbenen Gebewin wirbt.[35] [36] Die Textzeile in Absatz 2 lautet:

 

Herbest under wint dich min.

wan ich wil din helfer sin.

gegen den glanzen Meien.

durh dich mide ich sende not.

sit dir gebewin ist tot.

nim mich tumben leigen,vür in zeime steten ingesinde. 
Steimar sich daz wil ich tuon swenne ich nu baz 
bevinde. 
ob du mich kanst gebrüeven wol. 
Wafen! ich singe, daz wir alle werden vol! 

 

Der Text des Herbslieds darf durchaus zweideutig verstanden werden. Gebewin - was im Kontext als das "Wein gebende" verstanden werden kann war damals auch der Beiname eines Edelgeschlechts. Setzt man den besungenen Herbst mit der Ehefrau jenes Gebewins gleich macht die Liedzeile erst wirklich Sinn, denn der Herbst ist nicht die Zeit wo der Wein geht, sondern die Zeit wo der Wein kommt. Die unglückliche Liebe des Steinmars zur Dame aus dem Haus Geben, könnte durchaus einen realen Hintergrund gehabt haben. In einer Urkunde vom 1. Dezember 1276 worin das Damenstift Säckingen dem Deutschordenshaus in Freiburg den Zehnt eines vom Stift abhängigen Spitals verleiht tritt Konrad Steinmar (Dienstmann des Minnesängers Walther von Klingen), der wohl selbst als Minnesänger auftrat, neben Johannes von Urberg auf. Dessen Bruder war der Vater der Gutta von Urberg, der Ehefrau des Johannes Geben. Berthold Steinmar, der um einiges Älter als Gutta gewesen sein dürfte, darf somit zum engeren Umfeld der Herren Geben gezählt werden. Die Herren Geben betrieben auch das Badehaus in Freiburg worauf eine weitere Textzeile im Lied anspielt. Darüber hinaus hatten sie Besitzungen in Weitbruch (bei Straßburg) sowie in Birkingen (im Südschwarzwald bei Waldshut) wo auch Steinmars Dienstherr Walther von Klingen begütert war.

 

Der sich ständig wiederholende Name Heinrich, der zum Leitnamen der mittelfränkischen Linie wurde, oder Lupold der vor allem in den Linien Nordenberg, Bielriet und Seldeneck auftrat, und die Benennung nach den verschiedenen Ortschaften, die sie verwalteten, erschwert eine exakte genealogische Zuordnung. Ähnlich verhält es sich mit dem Namen Geben, dem Leitnamen der Freiburger Linie. Dort waren Übernamen, die später zu Familiennamen wurden, üblich, um die Linien auseinanderhalten zu können, da es dort häufig die gleichen Vornamen gab. So entstanden Übernamen wie „Blageben“, „Geben der Münzmeister“, „Geben Schüser“, „Geben der Pabst“, „Geben Sickstein“, „Baner Geben“ etc., um Verwechslungen zu vermeiden.[37] Gutta von Weinsberg, die Ehefrau Heinrichs I. von Rothenburg, kommt eventuell als die Stifterin der Barfüßer-Konvents in Luzern in Betracht.[38] Unklar bislang ist, ob und in welches verwandtschaftliche Verhältnis Hugo von Rothenburg, der Abt des Klosters Murbach (1216 bis 1236) und Erbauer der Burg Hugstein zu Heinrich I. von Rothenburg, einzuordnen ist.[39] Möglicherweise war er ein Bruder Heinrichs I., was urkundlich jedoch nicht direkt belegbar ist. Dass wohl ein verwandtschaftliches Verhältnis zwischen den beiden bestand, geht aus der großzügigen Stiftung einer Gutta von Rothenburg an den Barfüßer-Konvent in Luzern hervor, an dessen Gründung auch das Kloster Murbach maßgeblich beteiligt war. Wahrscheinlich ist Hugo hier nicht der tatsächliche Vorname sondern ein Übername der in der Nordenbergischen Linie als "Hacken" (auch Hake, Hacho, Hako, Haco) verwendet wurde und sich später sogar zum Familienname entwickelte (Hacken von Wallerstein, Hacken von Hoheneck, von Weitlingen) wurde. Eine weitere Theorie spricht sich dafür aus, dass Gutta eine Tochter Arnolds von Rothenburg gewesen sein könnte[40] und nicht aus dem Haus Weinsberg abstammte[41], wie es Gewin darstellte. Dieser Arnold bekleidete jedoch nicht das Amt des Küchenmeisters (magister coquine), sondern das des Schenken („dapifer“). Diese Theorie kann urkundlich jedoch klar widerlegt werden.[42] [43] Der St. Galler Chronist Christian Kuchimeister soll angeblich ebenfalls auf den Stamm der Herren von Rothenburg zurück gehen.[44]

 

Beim Thronstreit (1314–1325) unterstützten die Rothenburger zunächst Ludwig den Bayern und stellten sich damit gegen den habsburgischen Gegenkandidaten Friedrich den Schönen. Für Ludwig zog Küchenmeister Heinrich von Rothenburg 1316 gegen Schillingsfürst, dass er zusammen mit einer Mannschaft von Rothenburg für ihn erstürmte. Als Dank dafür beförderte dieser Heinrich zum königlichen Hofmeister. Dazu bekam er 100 Pfund Heller als Pfandschaft für die Burg Gailnau zu den 800 Pfund, die ihm Heinrich VII. noch zu dessen Lebzeiten bewilligt hatte.[45] Als Ludwig IV. jedoch begann sich die Gunst der Kurfürsten durch die Abtretung von Teilen des Wittelsbacher Hausbesitzes zu erkaufen stellten sich die Rothenburger an die Seite dessen Bruders Pfalzgraf Rudolf I. der sich nun offen auf die Seite der Habsburger stellte. Wie auch die von Oettinger unterstützten sie nun den habsburgischen Thronkandidaten, Friedrich dem Schönen. Nach der Schlacht bei Mühldorf 1322 verloren Heinrich und Leopold von Nordenberg Burg Billriet welche Ludwig von Bayern nun Ludwig und Berthold von Henneberg zu Lehen gab.[46] Sie muss danach aber wieder in deren Besitz gelangt sein. 

Erwähnung in der Goldenen Bulle

Die außerordentliche Stellung, welche die Herren von Rothenburg noch im 14. Jahrhundert hatten, zeigt die Erwähnung von zwei Nebenlinien der Rothenburger, der Herren von Nordenberg und der Herren von Limpurg, in der Goldenen Bulle, die am 10. Januar 1356 auf dem Hoftag zu Nürnberg verkündet wurde. Darin steht: (Kapitel XXVII) „Und wann also die wetliche Chur-Fürsten ihr Ampt vollbracht haben / soll der von Falckenstein / der Cämmerer / das Pferd / und das Becken des Marg-Grafen von Brandenburg zu ihm nehmen / und soll ihm werden. Und dem Küchen-Meister von Nordenberg soll das Pferd und die Schüssel des Pfaltz-Grafen bey Rhein werden. Dem Schencken von Limburg / das Pferd und der Kopff des Königs von Böhem…“ und noch einmal im Kapitel XXIX, § 2: „…Auch soll der Hofmeister geben dem Schencken von Limburg / von dem angeregten Geld / zehen Marck / dem Küchenmeister von Nordenberg auch zehen Marck.

 

Untergang

Militärische Zuzüge, eine grosszügige Spendenpolitik und vor allem der wachsende Einfluss der städtischen Bürgerschaft zu Rothenburg die alles daran setzte den Einfluss der Herren von rothenburgischen Hauptlinien zu schwächen, führten bereits in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts zur zunehmenden Verschuldung und zum schleichenden Untergang gleich mehrerer Linien. Als nach der verlorenen und verlustreichen Schlacht bei Sempach 1386 nun auch zunehmend das von ihnen unterstützte Haus Habsburg unter Druck geriet war der Sturz der Herren von Rothenburg eingeleitet. Bei der Schlacht bei Sempach beklagten nicht nur die Rothenburger (Küchenmeister Georg), sondern auch die Freiburger Linien Geben-Schüser (Lüthold Schüser/Scheffer) und Meyer-Niessen (Bannerträger Henmann) schwere Verluste. Das Städtebündnis, welches der Stadt Rothenburg militärische Unterstützung anderer erstarkender Städte bei den nun zahlreichen Fehden zwischen der Stadt und den Herren von Rothenburg brachte, brach die Vorherrschaft in ihren Stammlanden. Die Nordenberger Linie war gezwungen, Burg Bielriet zu versetzen. Sie konnte zwar von den mit ihnen verschwägerten Herren Hohenlohe-Brauneck ausgelöst werden, wurde aber 1390 bei Streitigkeiten mit der Stadt Hall vollständig zerstört. Auch die Stammburg Nordenberg musste an die Reichsstadt Rothenburg ob der Tauber verkauft werden. Auch dieser Verkauf führte zu Streitigkeiten, so dass auch diese Burg 1407/1408 durch den Nürnberger Burggrafen Friedrich dem Erdboden gleich gemacht wurde. Der Linie Geben-Schueser verblieb nach der Schlacht bei Sempach, bei der das Familienoberhaupt fiel, nur noch das Vogteiamt in Birkingen mit dem dortigen Hofgut, wo sie verarmt weiterlebten. Georg, der Küchenmeister, erhielt die besondere Ehre, als einer der 40 auserlesenen Gefallenen gemeinsam mit dem ebenfalls gefallenen Leopold III. von Habsburg in der Klosterkirche in Königsfelden bestattet zu werden. Ein Abbild von ihm hängt noch heute im linken Seitenschiff der Klosterkirche.

 

Hauptlinien

Rothenburg

Die Linie die sich nach Rothenburg ob der Tauber benannte hatte ihren Sitz auf der "Hinterburg" auch Neueburg genannt in Rothenburg. Sie befand sich im westlichen Teil über einem schroffen Abhang. Der Zugang erfolgte durch ein festes Tor von Süden. Auf einer Zeichnung Merians ist die Feste noch eingezeichnet. Nach Bensen ging im 12. Jahrhundert von dieser Linie die Herren von Stollberg aus, die er dann zu Stammvätern der Linien Nordenberg und von Bolanden macht. Weiter zählt er die Herren von Grindellach als Nebenlinie auf.

 

Von Rothenburg/vom Stein

Heinrich II. und dessen Bruder Engelhard I. führten diese Linie im Gebiet des Nördlinger Ries fort. Ihr Bruder Lupoldus wurde 1242 genannt.[48] Die Linie teilte sich in zahlreiche Nebenlinien, darunter die Herren von Stein (de Lapide).[49] Heinrichs Söhne, Heinrich III. und Hipolt, konnten sich durch die Heirat mit Adelheid und Petrissa von Sulzbürg, den Erbtöchtern des um 1266 verstorbenen Konrad von Sulzbürg, umfangreiche Besitzungen in Oberfranken sichern,[50] obgleich sie durch das Kloster Heilsbronn zum Verkauf ihrer Burg Bürglein genötigt wurden. Da Petrissa zu diesem Zeitpunkt noch minderjährig war, bürgte ihr Schwiegervater Heinrich II. von Rothenburg, genannt von Stein, für den Kauf.[51] Hilpolt nannte sich fortan Stein von Hilpoltstein. Der Sohn Heinrichs III., Heinrich IV. konnte, vermutlich durch Heirat,[52] nach dem Tod Conrads vom Stein um 1280 die Herrschaft Diemantstein übernehmen und nannte sich "vom Stein" oder "de Lapide".

 

Linie Nordenberg

Als Stammvater der Linie von Nordenberg (Nortenberg, Nortinberc, Northinberg, Nordberg, Nortemberg) kann Heinrichs I. Sohn Lupold angenommen werden, der im Frühjahr 1221 gemeinsam mit seinem Cousin Hartwig von Rothenburg vermutlich am Vierten Kreuzzug (Kreuzzug von Damiette) teilnehmen wollte.[53] Zumindest erscheinen beide, Hartwig und Lupold, als Zeugen in einer Urkunde, die in Bari (Italien) ausgestellt wurde. Ihren Sitz hatte die Linie auf Burg Nordenberg. Sein gleichnamiger Sohn oder Neffe Lupold benannte sich nicht nach Nordenberg, sondern nach Weiltingen.[54] Dieser war mit Margarethe Hackin (von Wellstein), der zweiten Gemahlin des nach 1282 verstorbenen Schenken Gerung von Ehringen der auf Burg Schenkenstein seinen Sitz hatte, verheiratet.[55] Der erste König aus dem Hause Habsburg, Rudolf, verpfändete "seinem Küchenmeister" (coquine nostre magistro) am 22. September 1277 zu Wien die Zehnten zu Wittelshofen und Gerlefingen für 50 Mark Silber.[56] Am 21. August 1281 leihte sich König Rudolf von Habsburg erneut Geld bei Lupold von Nordenberg. Für die 400 Mark Silber übertrug er Lupold 200 Pfund jährliche Einkünfte von Dinkelsbühl.[57] Nach Colland nannten sich die Herren von Nordenberg auch Küchenmeister von Billried (1287 kauften Lupold und sein Sohn Heinrich die Burg von seinen Verwandten, den Schenken von Limpurg) und von Veinau. Auch er beschreibt die Teilung dieser Nebenlinie in weitere Nebenlinien, die sich jeweils nach den Burgen, die sie besaßen, benannten, darunter von Bebenburg, Truchsesse von Habelsee oder Habelsheim, von Seldeneck, von Veinau, von Stollberg (vermutlich über Ansprüche der Grafen von Wertheim die mit den Schenken von Schüpf verwandt waren) und die Herren von Hohenlohe-Brauneck.[58] Nach dem Tod König Rudolfs von Habsburg versuchte Adolf von Nassau die Gunst des habsburgerfreundlichen Haus Nordenberg zu erlangen in dem er das Würzburger Domkapitel dazu bat den Sohn des Küchenmeisters von Nordenberg zum canonicus zu wählen.[59] Um 1300 war Friedrich von Seldeneck mit Elisabeth von Ellrichshausen, einer Tochter des Ludwig von Ellrichshausen, verheiratet. Aus der Ehe gingen die Söhne Ludwig und Heinrich von Seldeneck hervor. Die Herren von Ellrichshausen waren ein reichsfreiherrliches Geschlecht. Beim Konflikt zwischen Ludwig von Bayern und seinem Gegenkönig Friedrich dem Schönen hielten Nordenberger zum Haus Österreich. Nach der Schlacht bei Mühldorf 1322 verloren Heinrich und Leopold von Nordenberg Burg Billriet welche Ludwig von Bayern nun Ludwig und Berthold von Henneberg zu Lehen gab.[60] Sie muss danach aber wieder in deren Besitz gelangt sein. Kindler von Knobloch weist weitere Heiratsverbindungen der Nordenberger zu den Herren von Westerstetten und den Herren von Friedingen nach.[61] 1369 siegelt Lupold von Nordenberg für seine Ehefrau Anna von Westerstetten, Tochter des Heinrich von Westerstetten und der Ida von Hertenstein, die in erster Ehe mit Heinrich von Bernheim verheiratet war.[47] Angeblich gehen auch die Küchenmeister von Wächtersbach, von Gamburg, von Schwartzenfels, das Schweizer Geschlecht Küchenmeister sowie die Meißner Familie Küchenmeister auf die Rothenburger zurück.[62] [63] Nach dem Aussterben der Nordenberger Linie, in der das erbliche Amt der königlichen Küchenmeisters verblieben war, ging es an die Herren von Seldeneck über.

 

Geben Freiburg im Breisgau

Die Herren Geben hatten ihren ursprünglichen Stammsitz in Umkirch und waren Bürger und Ratsherren der Stadt Freiburg im Breisgau. Daneben übten sie in mehreren Generationen die Rolle des Münzmeisters aus. Als Gründer dieser Linie wird Geben (der Vorname wurde zum Familienname), der Sohn des Heinrich I. von Rothenburg, angesehen.[64] Geben war neben Konrad und Johannes Leitname dieser Linie die mit den Herren Meyer-Niessen Stammes- und Wappengenossen waren. Die Linie Geben Freiburg teilte sich wiederum in zahlreiche Nebenlinien.

 

Weitere Linien bzw. Stammesverwandte nach Bensen

  • von Feuchtwangen (Siegfried von Feuchtwangen - 1312 Deutschordensmeiser; Hermann Truchsess von Feuchtwangen genannt von Mackenhofen)
  • von Weiltingen (Lupold, Butigal von Weitlingen; Lupold, Dechant zu Weilting, genannt Fuchs)zu Lohr zu Schrotsberg (Heinrich von Rothenburg zu Lohr zu Schrotsberg)
  • von Insingen (Lupold von Insingen genannt von Rothenburg 1312)
  • von Habelsheim - Truchsessen von Habelsheim (Johann von Habelsheim)
  • von Hornburg (Heinrich von Hornburg - nach Bauer Hornberg an der Jagst)[65] und Lupold Hornburg von Rothenburg, Deutscher Dichter
  • von Vorndorf (Conrad, magister coquine de Nortenburg genannt de Vorndorf)
  • von Lienthal (Linie Rothenburg-Bielriet: Friedrich, Stadtschreiber 1287–1342; Dietrich von Lienthal)
  • von Selden zu Röttingen (Fritz 1396–1444)
  • von Selden zu Hornburg (Friedrich von Selden zu Hornburg 1354–1371)
  • von Seldeneck zu Bartenstein (Hanns von Seldeneck zu Bartenstein 1383–1403)
  • Herren von Bebenburg (von 1326 an) - Lupold von Bebenburg
  • von Gamburg
  • von Neuburg / Neuenburg
  • von Wächtersbach
  • von Ellrichshausen
  • Truchseß von Wetzhausen (vermutet)

Weitere Linien bzw. genannt nach Gewin[66]

  • Schenken von Moosburg
  • von Wenns (Pitstal, Tirol)
  • von Severs
  • von Walde
  • von Allersberg
  • von Rohrbach
  • von Woffenbach
  • von Wernt
  • von Möning
  • von Tannhausen (angeblich der Minnesänger Tannhäuser)
  • von Rückersdorf-Beerbach
  • von Pavelsbach
  • von Reichertshofen
  • von Geirsreut
  • Hayden
  • Esel
  • Eseler
  • von Dietenhofen
  • von Erlingshofen
  • von Hofstetten

 

Gewin Heilbronn

Als Gründer dieser Nebenlinie wird Cunrat I. Gebewin angesehen, der 1278 bis 1293 als Bürger zu Heilbronn auftrat. Aus dieser Linie kamen dort Richter und Münzmeister.[67] Gebwin erscheint in der Geschichte der Stadt Heilbronn sowohl als Personen- als auch Familienname. Sie werden als „wahrscheinlich sogar das bedeutendste Patriziergeschlecht der Stadt“[68] bezeichnet. Als Vorname tritt Gebwin auch bei den Heilbronner Geschlechtern Wigmar und Volmar auf. Die Gebwin hatten außerdem den Zunamen „Münzmeister“, „Lemlin“ und „Gemminger“. Die Herren Geben waren durch Heirat mit den Herren von Gemmingen verwandt. Gebwin II., (1324–1357), der Richter und Münzmeister zu Heilbronn war mit einer Tochter aus dem badischen adligen Geschlecht von Gemmingen verheiratet. Der aus dieser Ehe geborene Sohn nannte sich nach dem Namen Gemminger seiner Mutter von Gemmingen.[69] Die Herren Gebwin gehörten zu jenen Heilbronner Patrizierfamilien, die von den Herren von Weinsberg das Lehen über den Ort Neckargartach erlangten, womit die historische Bindung Neckargartachs an Heilbronn begann. In diesem Stadtteil ist noch heute die Gebwinstraße nach der Patrizierfamilie benannt.

 

Mittelfränkische Linie Gebin

Zur mittelfränkischen Linie der Herren Geben zählen die Herren von Hofstetten, von Dietenhofen, Esel, Eseler, Schenk von Arberg, von Hirschlach uns Schenk von Hofstetten. Daraus entwickelten sich weiter die Linien Schenk von Geyern und von Erlingshofen.[70] Aus der Linie Schenk von Arberg gingen die Linie Schenk von Geyern sowie die Schenken von Leutershausen hervor.[71] Die mittelfränkischen Schenken waren ab der Mitte des 13. Jahrhunderts häufig in öttingischen Urkunden zu finden.[72] Mit dem Tod Konrads von Diemantstein († um 1280) trat Heinrich IV., Sohn Heinrichs III. von Rothenburg und der Adelheid von Sülzburg und Enkel des Heinrichs II. und Gertrud vom Stein, in die Stammfolge der Herrschaft Diemantstein ein. Die zahlreiche Nachkommenschaft Heinrichs III, der sich nicht von Rothenburg, sondern vom Stein nannte, führte im 14. Jahrhundert zur Aufsplitterung der Herrschaft Diemantstein.[73] Eine weitere Linie nannte sich von Weiltingen. Wie schwierig es ist, die zahlreichen Linien auseinanderzuhalten, veranschaulicht eine Urkunde vom 10. Februar 1285 worin 5 verschiedene Personen alle mit dem gleichen Vornamen "Lupold" erscheinen. Darin verkaufen der Schenk Leupoldus von Weiltingen und seine Ehefrau Agnes mit Einverständnis ihres Sohnes Ritter Lupoldi und dessen Ehefrau Güter zu Mühlhausen an den Abt des Klosters Ebrach. Die Urkunde siegelten: Lupoldus senior, frater ejusdem Heinricus de Seldenecke, Lupoldus coquine magister dictus de Nordenberg, Lupoldus filius ejusdem et Lupoldus juniuor.[74] Es existieren zwei Lupold von Weiltingen zeitgleich – ein weltlicher, der in dieser Urkunde gemeinsam mit seinem gleichnamigen Sohn genannt wird, und ein geistlicher Lupold von Weiltingen. Der geistliche Lupold von Weiltingen war 1287 König Rudolfs von Habsburg Rat und Kaplan.[75] Am 28. Juni 1392 verpfändete Herzog Leopold (IV.) von Österreich im Namen seines Vetters Albrecht und seiner eigenen Brüder die beiden Städte und Burgen zu Haigerloch an Konrad von Weiltingen.[76] Die beiden weltlichen Lupold von Weiltingen erschienen noch einmal zusammen 1289. König Rudolf bestellte zur Schlichtung eines Streits den Grafen Ludwig von Oettingen, assumto - seu Lupoldo de Wiltingen seniore vel magistro Coquine, mit Lupoldo juniore de Wiltingen. Nach dem Grabstein in der Rothenburger Spitalkirche starb der Vater 1291. Sein Sohn folgte seinem 1283 verstorbenen Vetter Hermann II. als Schultheiß zu Rothenburg.

 

Oberpfälzische Linie Gebin

Eine weitere Linie trug unter anderem den Beinamen von Griesbach (Grießbuck?). Chunrat wurde dort von 1235 bis 1278 als Ritter und Truchsess des Fürstbischofs von Eichstätt genannt („Cunradus Dapifer de Lintburch 1275“).[77] Er war mit der Tochter Walthers I. Schenk von Limburg bei Wilburgstetten (1230–1249), einer Stammesverwandten der Schenken von Schüpf[78], verheiratet. Dieser Konrad, der sich auch Schenk von Limpurg nannte, ist wahrscheinlich identisch mit dem Minnesänger Schenk Konrad von Limpurg. Grund dieser Annahme ist die Übertragung der Burg Bielriet durch Gottfried von Hohenlohe an den Minnesänger um das Jahr 1280.[79] Friedrich von Limpurg, der im Stammbaum der über die Erbschenken von Limpurg 1593 in Obersontheim erstellt wurde, erscheint dort mit dem Wappen der Herren von Rothenburg, verheiratet mit einer unbekannten Dame aus dem Hause Limpurg. Obgleich dieser Stammbaum Fehler aufzeigt untermauert er dennoch die Aussage Gewins der behauptet, dass Conrad, der Sohn Heinrichs I. von Rothenburg, mit einer Tochter Walters I. von Limpurg verheiratet war. Der im Stammbaum aufgeführte Friedrich war demnach der Sohn Conrads von Rothenburg der sich jedoch wie sein Vater Schenk von Limpurg nannte. Friedrich von Limpurg verkaufte die von seinem Vater wohl ererbte Burg Bielrit 1287 an seinen Onkel Lupold von Nortenberg gemeinsam mit seiner Ehefrau Mathilde von Dürn.[80] Conrads zweiter Sohn Wirnto (wohl ein Kosename für Wernher[81]), der auch denn Übernamen Gebin hatte, führte diese Linie fort, nannte sich jedoch nicht von Griesbach, sondern von Allersberg, später auch von Möning, und war mit einer Tochter des Wolfhard von Woffenbach verheiratet.[82] Den Namen von Limburg führte dessen Schwager Erkengerus fort („Heinricus dapifer de Limpurg gener noster. Erkenboldus de Limpurg“ 1311).[83] [84] Urkundlich trat Wirnto als Zeuge des Reichsministerialen Ulrich von Sulzbürg unter den folgenden Namen auf: 1269 als Wirnto gemeinsam mit seinem Bruder Chunrad, 1274 als Wirnto von Allersberg erneut mit seinem Bruder, 1279 als Wirnto von Sulzbürg. Wirnto bürgte bei einem Verkauf eines Gutes zu Wirzach von Ulrich und Irmgard von Sulzbürg an das Kloster Seligenporten am 24. Juni 1279. Interessanterweise wird darin auch eine Reihe von Familienmitgliedern der mittelfränkischen Linie genannt, darunter Frater Heinrich de Lapide und Frater Hilpold de Lapide.[85] Weiter werden 1283 Wirinco miles de Alersperch, 1286 Wirnto de Alersperch als miles (Ritter) in Urkunden des Klosters Seligenporten genannt.[86] Wirntos Sohn Werner, genannt von Rorbach (urkundlich von 1312 bis 1323), war Richter in Pfaffenhofen und mit einer Tochter von Gottfried Kropf, genannt von Flügelingen, verheiratet. Deren Sohn Wolfhard I., genannt Gebin, trat urkundlich erstmals 1333 auf und heiratete Adelheid von Mairhofen. Er starb 1377. Wolfhards Sohn, Hofmarkherr Heinrich I. (1364–1399), nannte sich Gebin von Hagenhill und war Ritter des Zopfordens. Er saß zu Altmannstein und war dort auch Richter. Wirnto hatte noch drei weitere Brüder. Der geistliche Chunrad Geben (1278 notarius des Bischofs von Eichstätt 1291 Oblaiker und von 1306 bis 1318 Dekan des Bischofs von Eichstätt) Chunrad Geben, und Walther die sich von Wald (bei Gunzenhausen) nannten.[87] Chunrad Gebino wird 1304 als Ministeriale des Grafen Ulrich von Truhendingen genannt. Zu einer folgenden Generation gehörte Gebino, der in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts Schenk der Burggrafen von Nürnberg, Erben der ausgestorbenen Grafen von Truhendingen war. Dieser Gebino hatte Besitz in Kurzendorf bei Ansbach, etwa 20 km von Wald gelegen.[88]

 

Stammtafel

Nach Justinus P. J. Gewin (ab Adalbert I.)

1. Adalbert I. (urkundlich erwähnt circa 967 - circa 995 ∞ Drusunda aus dem Geschlecht der Aribonen, Tochter des Grafen Aribo III. (urkundlich erwähnt circa 950 - 976 Sohn des Aribo von Leoben)

  1. Rotbert I. (urkundlich erwähnt circa 989–1038), Vogt von Tegernsee
  2. Aribo I. (urkundlich erwähnt circa 995–1037) Vogt von Freising ∞ Guntpirich
  3. Nortbert (urkundlich erwähnt circa 1015–1034)
  4. Adalbert II. von Walde Sachsenkam (urkundlich erwähnt circa 991–1035) ∞ Engilrada (1), Guota (2)
    1. Adalbert III. von Walde Sachsenkam (1) (urkundlich erwähnt circa 1025–1066) ∞ Itiperch (Tochter Friedrichs II., Vogt von Regensburg aus dem Hause Andechs - Dießen)
      1. Adelbert IV. von Ortenburg[80], Graf im Norital, Viztum von Freising ∞ Perhta von Thanning (urkundlich erwähnt circa 1070–c. 1098) (Tochter des Grafen Otto von Thanning aus dem Hause Andechs - Dießen)
        1. Adelbert III., Graf von Tirol (urkundlich erwähnt circa 1098 - circa 1125)
        2. Otto I. von Ortenburg (urkundlich erwähnt circa 1098–1147)
      2. Heinrich III. gen. von Pustertal circa 1060- ca. 1095
      3. Friedrich ca. 1075 - ca. 1097
      4. Bernhard gen. von Sachsenkam (urk. ca. 1060 - ca. 1102), Vogt von Tegernseee ∞ Adelheid
    2. Nortbert II (1) gen. von Klenau (urk. ca. 1045 - ca. 1066)
    3. Heinrich II. (2) (urk. ca. 1050 - ca. 1065)
    4. Bernhard II. von Weilheim (2) (urkundlich erwähnt 1021–1066)  ∞ Tochter eines Gebino (urk. erw. 1002/1018)
      1. ​Nortbert von Hohenwart (urk. ca. 1065-1088), 1055 Domherr, ab 1071 Domprobst von Augsburg, wurde 1079 von König Heinrich IV. zum Gegenbischof  von Chur eingesetzt, Gründer von Habach
      2. Gebino I. von Weilheim/Walde (urk. ca. 1071-1096), Vogt von Habach, von Winterbach[80b] ∞ Tochter des Pfalzgrafen Chuno von Rott
        1. Bernhard II. von Weilheim (urkundlich erwähnt 1102–1135), Vogt von Polling und Habach
        2. Chunrad I. von Mareit (urkundlich erwähnt 1085–1135)
        3. Gebin II.(Gebehart von Winterbach 1063-1077[80b]) genannt von Stephanskirchen (urkundlich erwähnt 1085 – circa 1135), gesessen auf Burg Rosenheim ∞ Tochter Dietmars von Hausen (1) und ∞ Tochter Rudigers von Diemating (2)
          1. Gebeno von Thulbach (urkundlich erwähnt 1130–1165) (1) [Anm. 3][81]
            1. Dietmar von Thulbach (urkundlich erwähnt 1147–1189), genannt Gebeno (wahrscheinlich identisch mit Gebeno von Uffenheim - 1142)[82]
              1. Heinrich I. genannt von Rothenburg, Reichsküchenmeister (urkundlich erwähnt 1189–1228) ∞ Guta von Weinsberg (Tochter Engelhards von Weinsberg)
                1. Heinrich II. genannt de Lapide, kaiserlicher Mundschenk zu Nürnberg (*um 1172), Reichsküchenmeister ∞ Gertrud de Lapide (Hohenburg)
                2. Konrad ∞ Tochter Walters I. Schenk von Limpurg
                3. Geben (Stammvater der Geben Freiburg)
                4. Lupold von Nordenberg, Reichsküchenmeister (lt. Gewin anderes Geschlecht)
                5. Albert, Reichsküchenmeister 1222
              2. Adelheid[83]
                1. Hartwig Reichsküchenmeister
                  1. Gerungus Diues[Anm. 4]
                  2. Helmericus (geistlicher)
              3. Iring (Iringus) Cresso[Anm. 5]
                1. Crassenus
                2. Iringus[Anm. 6][84]
            2. Siboto von Thulbach (urkundlich erwähnt 1170–1189)
              1. Dietmar III. von Thulbach (urkundlich erwähnt 1189–1207)
              2. Werner (urkundlich erwähnt 1189–1220)
          2. Rudiger von Moosburg (urkundlich erwähnt 1132–1147) (2) (von ihm stammen die Linien von Hofstetten, von Dietenhofen, Esel, Eseler, Schenk von Arberg, von Hirschlach, Schenk von Hofstetten, später Schenk von Geyern und von Erlingshofen ab.
      3. Friedrich von Langengeisling, urk. 1073-1096, Freisinger Vogt von Moosburg
    5. Zwentibold von Walde (urk. ca. 1029 - ca. 1046)
    6. Pabo von Walde (urk. ca. 1040 - ca. 1050)
  5. Bernhard (urkundlich erwähnt circa 996–1021)
  6. Heinrich (urkundlich erwähnt circa 995–1002), Truchsess König Heinrichs II.
  7. Egilbert (* um 970/75; † 4. November 1039), Kanzler König Heinrichs II., Bischof von Freising
  8. Adelheid (urkundlich erwähnt circa 1010–1037) ∞ Graf Heinrich von Worms (1), ∞ Ernst aus dem Geschlecht der Ernste

 

 

[1] Bavaria: Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern, Band 3, 1865, S. 1292

[2] Maximilian Prokop von Freyberg: Einführung und Beleuchtung des Codex traditionum Monasterii St. Castuli in Moosburg. Codex Nr. 68

[3] J. P. J. Gewin: Die Verwandtschaften und politischen Beziehungen zwischen den westeuropäischen Fürstenhäusern im Frühmittelalter, H. L. Smits, 1964

[4] So auch dargestellt in: Archiv für Sippenforschung und alle verwandten Gebiete. Band 21, C.A. Starke, 1942

[5] J. G. D. Memminger: Württembergische Jahrbücher für vaterländische Geschichte - Sagen von dem Ursprunge der Familie von Waldburg, S. 150, 1834, Erstes Heft

[6] ZGORh 2, S. 297

[7] Dr. J. P. J. Gewin, Blüte und Niedergang Hochadeliger Geschlechter im Mittelalter, 1957, S. 32

[8] Akademie der Wissenschaften (Wien): Sitzungsberichte, Band 40, 1862, S. 483

[9] In ZGORh unrichtig als Crassenus Sohn des Iring dargestellt. Vgl. Regesta Imperii

[10] ZGORh, Band 2, S. 297

[11] ZGORh, Band 11, S. 18

[12] Carl Friedrich COLLAND: Historische, und durch Wappen erläuterte Nachrichten, von dem altfränkischen Geschlecht der Herren von Nordenberg, Ellwangen 1777

[13] Dr. Friedrich Küchenmeister: Die Küchenmeister des Meißnerlandes, am Hofe der Wettiner und an dem der Meißner Bischöfe im 13. bis Anfang des 15. Jahrhunderts. In Neues Lausitzisches Magazin, Band 52, Görlitz 1876, S. 207ff

[14] Dr. J. P. J. Gewin, Blüte und Niedergang Hochadeliger Geschlechter im Mittelalter, 1957, S. 23

[15] RI VI,2 n. 938, in: Regesta Imperii Online

[16] RI VI,2 n. 649, in: Regesta Imperii Online

[17] RI VI,2 n. 583, in: Regesta Imperii Online

[18]  vgl. Niese Reichsgut 24

[19] Hohenlohisches Urkundenbuch. Band 1, S. 26.

[20] Bavaria: Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern, Band 3, 1865, S. 1292

[21] J. P. J. Gewin: Die Verwandtschaften und politischen Beziehungen zwischen den westeuropäischen Fürstenhäusern im Frühmittelalter, H. L. Smits, 1964. S. 22

[22] Württembergisches Urkundenbuch, Band III., Nr. 558, S. 6–7

[23] Staatsarchiv Ludwigsburg B 503 I U 385

[24] Staatsarchiv Ludwigsburg B 503 I U 392

[25] Dr. J. P. J. Gewin, Blüte und Niedergang Hochadeliger Geschlechter im Mittelalter, 1957, S. 36

[26] Stillfried Kloster Heilsbronn – Ein Beitrag zu den Hohenzollerischen Forschungen. S. 207

[27] Württembergisches Urkundenbuch. Band III., Nr. 695

[28] Stillfried Kloster Heilsbronn – Ein Beitrag zu den Hohenzollerischen Forschungen. S. 207

[29] Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn. Band 2, S. 305

[30] J. P. J. Gewin: Die Verwandtschaften und politischen Beziehungen zwischen den westeuropäischen Fürstenhäusern im Frühmittelalter, H. L. Smits, 1964. S. 80 ff.

[31] Eduard Winkelmann: Geschichte Kaiser Friedrichs des Zweiten und seiner Reiche: 1212–1235, Band 1, S. 454

[32] Württembergisches Urkundenbuch Band XI., Nr. N5577, Seite 469-470

[33] Staatsarchiv Ludwigsburg Urkunde B 186 U 15

 

[35] Zeitschrift für Deutsches Altertum und Deutsche Literatur, Band 39, S. 238

[36] Helmut de Boor: Corpus der altdeutschen Originalurkunden bis zum Jahr 1300, Band 1, Ausgaben 1-564, Schauenburg 1932, S. 291

[37] Urkundenbuch der Stadt Freiburg, 1829

[38] P. F. Malachiam: Annales oder Jahrs-Geschichten der Baarfüseren oder Minderen Brüder S. Franc. ord. Colmar 1864, S. 66

[39] Xavier Mossmann: Cartulaire de Mulhouse, Band 1, S. 3

[40] Jahrbuch der K. K. Heraldischen Gesellschaft „Adler“. Wien 1903, S. 14

[41] Akademie der Wissenschaften (Wien): Sitzungsberichte, Band 40, 1862, S. 483

[42] Staatsarchiv Ludwigsburg B 503 I U 385

[43] Staatsarchiv Ludwigsburg B 503 I U 392

[44] Dr. Friedrich Küchenmeister: Die Küchenmeister des Meißnerlandes, am Hofe der Wettiner und an dem der Meißner Bischöfe im 13. bis Anfang des 15. Jahrhunderts. In Neues Lausitzisches Magazin, Band 52, Görlitz 1876, S. 221

[45] Heinrich Wilhelm Bensen: Historische Untersuchungen über die ehemalige Reichsstadt Rotenburg, S. 198

[46] Dr. Friedrich Küchenmeister: Die Küchenmeister des Meißnerlandes, am Hofe der Wettiner und an dem der Meißner Bischöfe im 13. bis Anfang des 15. Jahrhunderts. In Neues Lausitzisches Magazin, Band 52, Görlitz 1876, S. 220/221

[47] Urkunde B 509 U 361 (StA Ludwigsburg) 

[48] Karl Ferdinand von Jung: Miscellanea. 1, Frankfurt und Leipzig 1739, S. 7.

[49] J. P. J. Gewin: Die Verwandtschaften und politischen Beziehungen zwischen den westeuropäischen Fürstenhäusern im Frühmittelalter, H. L. Smits, 1964. S. 80 ff

[50] Karl Ferdinand von Jung: Miscellanea. 1, Frankfurt und Leipzig 1739, S. 9

[51] Georg Muck: Geschichte von Kloster Heilsbronn. Band 2, S. 168

[52] Historisches Lexikon Bayerns

[53] Württembergisches Urkundenbuch, Band III, Nr. 648, S. 124–125

[54] H. Bauer: Die Butigler von Weiltingen, die Herrn von Insingen und Rotenburg auch die Herrn von Seldeneck, Beilage IV., in Jahresbericht des Historischen Vereins für Mittelfranken, Band 35, S. 6

[55] Jahresbericht des Historischen Verein für Schwaben - H. Bauer: Die Schenken von Ehringen, Schenkenstein auf Hohenburg, Röckingen, Unter-Bibert, Reichenbach und Diespeck, 1866, Bd. 32, S. 57

[56] RI VI,1 n. 861, in: Regesta Imperii Online

[57] RI VI,1 n. 1375, in: Regesta Imperii Online

[58] Carl Friedrich COLLAND: Historische, und durch Wappen erläuterte Nachrichten, von dem altfränkischen Geschlecht der Herren von Nordenberg, Ellwangen 1777

[59] RI VI,2 n. 193, in: Regesta Imperii Online

[60] Dr. Friedrich Küchenmeister: Die Küchenmeister des Meißnerlandes, am Hofe der Wettiner und an dem der Meißner Bischöfe im 13. bis Anfang des 15. Jahrhunderts. In Neues Lausitzisches Magazin, Band 52, Görlitz 1876, S. 220/221

[61] Julius Kindler von Knobloch: Oberbadisches Geschlechterbuch (Band 3): M - R — Heidelberg, 1919

[62] Neues lausitzisches Magazin, Band 52, 1876, S. 207ff

[63] Dr. Friedrich Küchenmeister: Die Küchenmeister des Meißnerlandes, am Hofe der Wettiner und an dem der Meißner Bischöfe im 13. bis Anfang des 15. Jahrhunderts. In Neues Lausitzisches Magazin, Band 52, Görlitz 1876, S. 222

[64] J. P. J. Gewin: Die Verwandtschaften und politischen Beziehungen zwischen den westeuropäischen Fürstenhäusern im Frühmittelalter, H. L. Smits, 1964. S. 80 ff

[65] Die Vögte und Truchsesse von Rotenburg, in Jahresbericht des Historischen Vereins Mittelfranken, Bd. 30 S. 102

[66] Dr. J. P. J. Gewin: Blüte und Niedergang Hochadeliger Geschlechter im Mittelalter, S-Gravenhage, 1957

[67] J. P. J. Gewin: Die Verwandtschaften und politischen Beziehungen zwischen den westeuropäischen Fürstenhäusern im Frühmittelalter, H. L. Smits, 1964. S. 80 ff

[68] Axel Hans Nuber: Heilbronner Geschlechter in Gmünd, Gmünder Geschlechter in Heilbronn, in: Hist. Verein Heilbronn, 23. Veröffentlichung (1960)

[69] Dr. J. P. J. Gewin, Blüte und Niedergang Hochadeliger Geschlechter im Mittelalter, 1957, S. 26

[70] J. P. J. Gewin: Die Verwandtschaften und politischen Beziehungen zwischen den westeuropäischen Fürstenhäusern im Frühmittelalter, H. L. Smits, 1964. S. 80 ff

[71] Johann Gottfried Biedermann: Geschlechtsregister der Reichsfreien unmittelbaren Ritterschaft Landes zu Franken löblichen Orts an der Altmühl

[72] 12. Jahresbericht des historischen Vereins Mittelfranken. Beilage V. Herr Pfarrer Guth: Die Gräflich Oettingischen Schenken. Ansbach 1842, S. 51 ff.

[73] Historisches Lexikon Bayerns

[74] Fünfunddreissigster Jahresbericht des historischen Vereins von Mittelfranken, 1867, S. 64

[75] Fünfunddreissigster Jahresbericht des historischen Vereins von Mittelfranken, 1867, S. 64

[76] Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Urkunde B37 a U 1

[77] Karl Ferdinand von Jung: Miscellanea. 1, Frankfurt und Leipzig 1739, S. 10

[78] Bauer: Über den Stammsitz der Kaiserschenken Schüpf und Limburg, S. 201ff

[79] Staatsarchiv Ludwigsburg Urkunde B 186 U 15

[80] Staatsarchiv Ludwigsburg B 186 U 17

[80b] RIplus Regg. B Augsburg 1 n. 308, in: Regesta Imperii Online

[81] Dr. J. P. J. Gewin, Blüte und Niedergang Hochadeliger Geschlechter im Mittelalter, 1957, S. 34

[82] J. P. J. Gewin: Die Verwandtschaften und politischen Beziehungen zwischen den westeuropäischen Fürstenhäusern im Frühmittelalter, H. L. Smits, 1964. S. 80 ff

[83] J. P. J. Gewin: Die Verwandtschaften und politischen Beziehungen zwischen den westeuropäischen Fürstenhäusern im Frühmittelalter, H. L. Smits, 1964. S. 22

[84] Karl Ferdinand von Jung: Miscellanea. 1, Frankfurt und Leipzig 1739, S. 20

[85] Staatliches Archiv Bayerns, Urkunde STAAM, Staatseigene Urkunden 730, Staatarchiv Amberg

[86] J.P.J Gewin: Blüte und Niedergang hochadeliger Geschlechter im Mittelalter, S. 17

[87] Dr. J. P. J. Gewin, Blüte und Niedergang Hochadeliger Geschlechter im Mittelalter, 1957, S. 19

[88] Dr. J. P. J. Gewin, Blüte und Niedergang Hochadeliger Geschlechter im Mittelalter, 1957, S. 20

[89] Archiv für Kunde österreichischer Geschichts-Quellen, Band 30, Wien, 1864. Erster Abschnitt. Unsichere Reihe. Graf Friedrich I. und seine muthmasslichen Söhne Albert I. und Ernst von 1058-1102, S. 227 ff

[90] Jacobi erkennt ihn als den um 1136 genannten Gebeno de Offenheim und somit dem Stammvater der Arberger Schenken, nicht dessen Sohn Rudiger wie es Gewin darstellt. Er bemerkt weiter, dass Gebeno von Uffenheim stammesverwandter der Herren von Hohenlohe sind. Diese Darstellung ist durchaus plausibel.

[91] Friedrich Jacobi: Urgeschichte der Stadt und des ehemaligen Fürstenthums Ansbach

[92] Bavaria: Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern, Band 3, 1865, S. 1292

[93] Akademie der Wissenschaften (Wien): Sitzungsberichte, Band 40, 1862, S. 483

[94] So nicht dargestellt bei Gewin doch urkundlich belegt als Bruder des Helmericus - Urk. vom 15. Juli 1213 in Monumenta Boica

[95] So nicht dargestellt bei Gewin doch urkundlich belegt als Bruder des Reichsküchenmeisters Heinrich von Rothenburg. Urkunde vom 3. Juni 1201. - Iringo, fratre Heinrici magistri coquine de Rotenburg ZGORh 2, S. 297 Nach Bauer erscheint Iringus Sohn wieder 1216 Iringus scultetus et frater ejus Goteboldus

[96] Württembergisches Urkundenbuch

 

Anmerkungen

1. In ZGORh unrichtig als Crassenus Sohn des Iring dargestellt. Vgl. Regesta Imperii
2. Der Text des Herbslieds darf durchaus zweideutig verstanden werden. Gebewin - was im Kontext als das "Wein gebende" verstanden werden kann war damals auch der Beiname eines Edelgeschlechts. Setzt man den besungenen Herbst mit der Ehefrau jenes Gebewins gleich macht die Liedzeile erst wirklich Sinn, denn der Herbst ist nicht die Zeit wo der Wein geht, sondern die Zeit wo der Wein kommt. Die unglückliche Liebe des Steinmars zur Dame aus dem Haus Geben, könnte durchaus einen realen Hintergrund gehabt haben. In einer Urkunde vom 1. Dezember 1276 worin das Damenstift Säckingen dem Deutschordenshaus in Freiburg den Zehnt eines vom Stift abhängigen Spitals verleiht tritt Konrad Steinmar (Dienstmann des Minnesängers Walther von Klingen), der wohl selbst als Minnesänger auftrat, neben Johannes von Urberg auf. Dessen Bruder war der Vater der Gutta von Urberg, der Ehefrau des Johannes Geben. Berthold Steinmar, der um einiges Älter als Gutta gewesen sein dürfte, darf somit zum engeren Umfeld der Herren Geben gezählt werden. Die Herren Geben betrieben auch das Badehaus in Freiburg worauf eine weitere Textzeile im Lied anspielt. Darüber hinaus hatten sie Besitzungen in Weitbruch (bei Straßburg) sowie in Birkingen (im Südschwarzwald bei Waldshut) wo auch Steinmars Dienstherr Walther von Klingen begütert war.
3. Jacobi erkennt ihn als den um 1136 genannten Gebeno de Offenheim und somit dem Stammvater der Arberger Schenken, nicht dessen Sohn Rudiger wie es Gewin darstellt. Er bemerkt weiter, dass Gebeno von Uffenheim stammesverwandter der Herren von Hohenlohe sind. Diese Darstellung ist durchaus plausibel.

4. So nicht dargestellt bei Gewin doch urkundlich belegt als Bruder des Helmericus - Urk. vom 15. Juli 1213 in Monumenta Boica

5. So nicht dargestellt bei Gewin doch urkundlich belegt als Bruder des Reichsküchenmeisters Heinrich von Rothenburg. Urkunde vom 3. Juni 1201. - Iringo, fratre Heinrici magistri coquine de Rotenburg ZGORh 2, S. 297 Nach Bauer erscheint Iringus Sohn wieder 1216 Iringus scultetus et frater ejus Goteboldus

6. So nicht dargestellt bei Gewin doch urkundlich belegt als Sohn des Iring Cresso: Heinricus magister coquine, Iringus Crhessoa, Iringus filius eius

 

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