Baugeschichtstheorie des Pfarrhofs in Cronheim

von Markus Schäfer, Cartago, Oktober 2021

Abb. 1 Schlosskomplex Cronheim aus dem Jahr 1661 – rot eingeramt der Pfarrhof. Die Zeichnung zeigt von links nach rechts: das Südtor und die Äußere Ringmauer der Wehrkirche St. Maria Magdalena, das Kirchenschiff, die innere Ringmauer des Schlosses, das Am

Das Pfarrhaus ist möglicherweise eines der ältesten Gebäude in Cronheim. Der Theologe Dr. Karl Ried, der für seine Studien über den Ort Cronheim unter anderem das Archiv von Eichstätt durchsuchte, beschreibt in seinem Buch "Cronheim ein ehemaliger Adelssitz" den Bau des Pfarrhauses nach Plänen des fürstbischöflichen Baubeamten und Eichstätter Hofbildhauer Matthias Seybold im Jahr 1749. Wie sich daraus ergibt handelt es sich nicht um einen Neu- sondern einen Umbau, denn er schreibt: "... Es sollte das [Pfarr-] Haus auf das zum Teil vorhandene Erdgeschoss aufgesetzt werden; auf einer Seite [Norden] war die Mauer vom Boden aus neu aufzuführen... [1]" Es stand also schon vor dem Pfarrhaus ein Gebäude an gleicher Stelle von welchem das Erdgeschoss stammt. Somit stimmen die offiziellen Angaben zum Baujahr des Denkmals D-5-77-136-151 nur eingeschränkt und sollten möglicherweise ergänzt werden. Dank einer Federzeichnung aus dem Jahr 1661 (Abb. 1) wissen wir auch, wie dieses Vorgängergebäude, dass Teil der Schlossanlage (Denkmal Nummer D-5-6929-0192) in Cronheim war, aussah. Um herauszufinden wie alt denn nun tatsächlich der Pfarrhof in Cronheim ist muss tiefer in die Geschichte des Gebäudes und des Schlosses eingetaucht werden. Halten wir kurz in Stichpunkten fest, was über den Schlosskomplex in Cronheim bekannt ist.

  • Um 1140 Erstnennung eines „Burchardus de Chregehen[2] (vermutlich Cronheim) was in gewisser Weise auf einen Herrschaftssitz am Ort hindeutet.
  • Bau des im Kern romanischen[3] Kirchturms (laut Rossmeissl um 1180 / 1280[4]. Er gibt gibt beide Jahreszahlen an).
  • 1325 Nennung des Leutpriesters "Conrado plebano de Creygenheim" - somit bestand zu dieser Zeit auch eine Kirche in Cronheim.[61]
  • 1370 Pfarrei in Cronheim.[5]
  • Angeblich zweite Hälfte des 14. Jahrhunderts: Ausbau des Schlosses und Bau der östlichen Vorburg unter Einbeziehung des bereits befestigten Allodiums[6].
  • 1397 Brand des alten Kornspeichers / Zehntscheune[7].
  • Um 1400 – Wiederaufbau oder Neubau einer Zehntscheune.
  • 1403 Angeblicher Brand des Schlosses[8].
  • 1403 Heinrich von Wiesenthau, gesessen zu Cronheim, schwört dem Nürnberger Burggrafen Urfehde, und bittet um Rückgabe seines (festen) Haues in Cronheim.[9]
  • 1403 Die Eheleute Hans und Anna von Cronheim verkaufen mehrere Güter[10], möglicherweise zur Finanzierung größerer Baumaßnahmen.
  • 1411 Bau einer Vorburg gegen Süden - Ausbau zur Wehrkirche St. Maria Magdalena.[11]
  • 1415 Nennung einer Ziegelei in Cronheim (Hinweis auf Baumaterialien die vor Ort zur Vefügung standen).
  • 1560 die Kemenate sowie der Wirtschaftsteil des Allodiums sind stark Baufällig. Der Pfarrer zieht in das Frühmesshaus um.[12]
  • 1572-1574 Bau der heutigen Wasserburg, zunächst als Zweiflügelanlage (Herren von Leonrod)[13]
  • Um 1600 Ausbau der Wasserburg als Vierflügelanlage (Herren von Eyb).[14]
  • 1631 Pfarrhof ist einsturzgefährdet, und muss abgestützt werden. Wohnen darin wird als lebensgefährlich beschrieben.[15]
  • 1632 Das Schloss wird geplündert, die Anwohner im Dorf verjagt.[16]
  • 1633 Brand der Zehntscheune, des Amtsknechtshaus und des Allodiums[17].
  • 1641 kamen die ersten Bewohner zurück nach Cronheim.[18]
  • 1674 wurde der Platz des Pfarrhauses teilweise von Schutt und Trümmern geräumt, das Haus zunächst jedoch nicht wieder aufgebaut. Wiederverwertbares Baumaterial, darunter auch Hölzer vom Vorgängerbau, wurden eingelagert.[19]
  • 1707 wird das Schloss von Musketieren des Markgrafen gestürmt und teilweise verwüstet.
  • 1732 Erwähnung, dass die Zugbrücke der Vorburg (unklar ist welche) noch erhalten ist.[20]
  • 1748 Teilweiser Abbruch des alten Wirtschaftshofs (Nordfassade und Teile der Westfassade).
  • 1749 Umbau des Pfarrhauses im zeitgenössischen Stil des Spätbarocks unter Einbezug des Erdgeschosses vom Vorgängerbau.[21]
  • 1754 Bau des Pfarrbrunnens.[22]
  • 1755 Bau der Pfarrscheune.
  • 1804 war das Schloss unbewohnt und litt während der Napoleonischen Kriege stark unter Truppeneinquartierungen.
  • Zwischen 1840 und 1848: Abbruch des in Schieflage geratenen Treppenturm, des Westflügel und Teile des Nord- und Südflügels wegen Einsturzgefahr.
  • 1874 Der Aborterker des Pfarrhofs ist einsturzgefährdet und kann nur "unter lebensgefahr" betreten werden.[22]
  • 1889 Ringmauer der Wehrkirche Cronheim wird auf heutige Höhe abgetragen.[23]
  • 1893 Abbruch des hölzernen Aborterkers an der Nordfassade des Pfarrhofs und Verlegung nach innen.
  • 1907 Teilweiser Abbruch der Zehntscheune[24] bis auf eine Mauerhöhe von etwa 2.5 Meter und kompletter Abbruch der Ostfassade. Umbau in einen Obstgarten.
  • 1907 Dachgauben im Westen sowie der Aufzugsgiebel werden entfernt und durch in dieser Zeit in Mode kommende Dachflächenfenster ersetzt.
  • 1982 Abbruch des Torbogens und der Ringmauer im Westen des Allodiums bis hin zur Pfarrscheune.
  • 1999 Abbruch der Pfarrscheune und somit dem letzten verbliebenen Rest der westlichen Ringmauer.
  • 2019 vollständiger Abbruch der verbliebenen Mauern der um 1400 errichteten Zehntscheune im Süden und Westen.
  • 2017 bis 2021 Komplettsanierung des Pfarrhofs, sowie relevante Rückbauten zum Originalzustand:
    • Rückbau eines um die 50er Jahre eingebauten Badezimmers im Bereich der ehemaligen Küche
    • Wiederherstellung ursprünglicher und weitestgehend noch vorhandener Bodenbeläge im Bereich der Küche, dem Foyer, und weiten Teilen des Obergeschosses.
    • Rückbau einer nachträglich eingebauten Verblendung des aus der Bauzeit stammenden barocken Treppenaufgangs
    • Stabilisierung des sich neigenden, originalen Dachstuhls aus der Erbauungszeit
    • Rückbau der 1907 eingebauten Dachflächenfenster.
    • Wiederherstellung eines Zwerchhauses nach historischer Zeichnung.
    • Wiederherstellung des alten Pfarrbrunnens von 1754.

Darstellung der Baugeschichte des Schlosses Cronheim:

Agnes, die Tochter König Heinrich des IV. war mit Friedrich I. von Staufen verheiratet. Aus der Ehe gingen die beiden tatkräftigen Söhne Friedrich, genannt der Einäugige, und Konrad hervor. Die Ehe ihres Bruders Kaiser Heinrich V. mit Mathilde von England war ohne männlichen Nachfolger geblieben so schenkte er seinen Neffen entsprechend großes Vertrauen. 1116 beauftragte er sie, während eines längeren Aufenthalts in Italien als Sachverwalter des nördlichen Reichs. Friedrich hatte das Herzogtum Schwaben bereits 1105 von seinem Vater geerbt. Konrad fiel nach einem Streit zwischen Bischof Erlung von Würzburg und Kaiser Heinrich V. 1116 das Herzogtum Ostfranken zu welches er gewaltsam zu verteidigen hatte. Dies führte unweigerlich zu Spannungen speziell mit dem Bistum Würzburg.

Um ihre Machtbasis zu stärken waren sie auf möglichst viele, idealerweise zusammenhängende Güter wo sie nicht nur das Land, sondern auch Eigenleute, die Rechtsprechung und das Patronatsrecht über die Kirche besaßen, angewiesen. Friedrichs Aufmerksamkeit galt dem Westen, Konrad jene im Osten der staufischen Stammlande. Nachdem Heinrich V. am 23. Mai 1125 verstarb war die deutsche Krone vakant. Auf dem Sterbebett soll er Friedrich II. von Staufen die Krone angetragen haben der jedoch durch sein Verhalten die nötige Zustimmung der Fürsten zunichtemachte. So wurde nicht er, sondern Lothar von Süpplingenburg zum deutschen König gewählt. Der schwelende Konflikt zwischen Friedrich und Lothar eskalierte als Lothar die Herausgabe von Reichsgütern verlangte, die schon längst gemeinsam mit salischer Hausgütern verwaltet wurden und es somit nicht mehr klar war was Eigen- und was Reichsbesitz war. Darunter auch die wichtige Burg Nürnberg. Da Friedrich seinen Huldigungseid nicht brechen konnte ließ er seinen Bruder Konrad, der sich zu dieser Zeit in seinem Königtum Sizilien befunden hatte und somit Lothar noch nicht gehuldigt hatte, zum Gegenkönig ausrufen. Wie wichtig dabei Burg Nürnberg für die Staufer war zeigt deren sofortige Besetzung durch die Staufer nachdem der Streit mit Lothar offen ausbrach. Lothars Angriff auf Nürnberg 1127 scheiterte. Bischof Otto von Bamberg, ein Cousin der Staufer, verhielt sich wohl zunächst neutral[25]. Dies änderte sich jedoch als er König Lothar gehuldigt hatte und Erzbischof Adalbert von Mainz ihn 1128 ermahnt hatte den über Konrad von Staufen verhängten Bann zu verkündigen. Reisen der Staufer durch Bambergisches Gebiet sowie den Ran- und Radenzgau der Grafen von Abenberg, Schirmherren des Bistums, waren spätestens ab diesem Zeitpunkt nichtmehr möglich.

 

Die Stammburg der Staufer Burg Hohenstaufen lag bei Göppingen. Um von dort auf dem kürzesten Weg nach Nürnberg zu gelangen hätte die Reise durch Bambergisches / Abenbergisches Gebiet geführt. Da dies zu dieser Zeit keine Option war musste das Gebiet umgangen werden und wo immer möglich durch Staufisches Stammland erfolgen. Dort waren sowohl Sicherheit als auch Versorgung in so genannten Königshöfen gewährleistet. Sie befanden sich im Abstand von einem Tagesmarsch (ca. 30 Kilometer). Cronheim lag auf der damals wichtigen Reiseroute von Hohenstaufen nach Nürnberg auf KM 90[26]. Falls dort nicht schon zuvor ein Königshof gestanden hatte so muss davon ausgegangen werden, dass spätestens in der Zeit von 1116 bis 1138 ein solcher dort errichtet wurde. Dieser an einem ehemals römischen Verkehrsknotenpunkt liegende Standort wurde für die Staufer sehr schnell, sehr wichtig wenngleich auch nur für sehr kurze Zeit. Denn bereits der Tod König Lothars im Dezember 1137 und die darauffolgende, nun legitime Ernennung Konrads von Staufen zum deutschen König änderte dies erneut. Ein Umweg um Abenbergisiches Gebiet war nun nicht länger zwingend Notwendig dennoch dürften Reisen auf Staufischen Stammlanden die bevorzugte Methode gewesen sein. Städte wie Dinkelsbühl, profitierten davon wohingegen Cronheim seine kurze Bedeutung innerhalb nur weniger Jahre bereits wieder verlor. Es verwundert also kaum, dass dieser Punkt vom einst strategisch so wichtigen Eigengut nun zu einem gewöhnlichen Lehen herabgestuft wurde. Ganz unwichtig war es dennoch nicht, denn es lag an einem Außenpunkt der staufischen Stammlande im Nordosten und verblieb wohl bis zum Tod des letzten Staufers 1268 in deren Besitz.

 

Ihrem Gefolgsmann Burckhart, der sich fortan nach Cronheim benannte, verdanken wir die Erstnennung Cronheims die auf eine Schenkung der staufischen Gefolgsleute Diemo und Wolftrigel von Fronhofen um das Jahr 1140 zurück geht[27]. Er verwaltete von nun an den Königshof. Dank seiner Nähe zu den Staufern gelang es ihm seine Tochter Gertrud (Abb. 16) in die Hände der Kirche zu übergeben. Sie diente dem Herrn als Ordensschwestern des berühmten Frauenkloster Hohenberg auf dem Odilienberg während der Amtszeit der Äbtissin Herrad von Landsberg (*1125/30, †25. Juli 1195))[28].  Ihr ist es zu verdanken, dass es ein Gemälde der Ordensschwester „Getrud de Kreienhei“ gibt.

Erst 1209 wird das Adelsgeschlecht der Cronheim wieder urkundlich greifbar als Otto von Greinheim (Cronheim) in einem Streit des Klosters Solnhofen und Ulrich von Hofstetten als Zeuge erscheint[29]. Wohl Ottos Söhne, Marquart und Adilbert, haben urkundlich um 1228 ihren Auftritt in der Geschichte. Weitere urkundliche Nennungen der Cronheimer bis zu jenem Hans von Cronheim, der die großen Ausbaumaßnahmen um 1411 anging, sind aus dem Jahr 1257 der Ansbacher Stiftsherr Gebehard von Creigenheim[30], 1263[31] und 1271[32] ein Ritter Vollandus de Creinheim bzw, Volnand von Kregenheim, 1272 Ludwig von Chraigenheim[33], 1275 Wolframus de Creigenheim[34] und 1335 Heinrich von Kreinheim[35]. Ob dieser Heinrich mit Heinrich Ammon[36] von der benachbarten Burg Laufenbürg gleichzusetzen ist, kann nicht bestimmt werden. Letzterer verkaufte 1375 gemeinsam mit seinem Bruder Hanns und deren Schwester Else (Helena) Laufenbürg an Anna von Paulsdorf, der Witwe des Conrad von Hürnheim, möglicherweise um damit den Kauf der benachbarten Burg Cronheim finanzieren zu können[37]. 1376 nannte er sich Heinrich Ammann von Lepfenburg zu Trommetsheim “ (Trommetsheim bei Arlesheim)[38]. Wohl dessen Sohn Ulrich verkaufte der Ammann von Laufenbürg seinen Burgstall in „Drommenczheym[39] wofür sein Vetter der neue Schlossherr im Königshof und Erbauer der neuen Burg, Hans von Cronheim bürgte. Dieser geriet durch seinen in Wald lebenden Freund[40] und Raubritter Eppelein von Gailingen in Schwierigkeiten, da er diesem auf seiner Flucht um 1381 Unterschlupf gewehrt hatte „Item zu Cronheim sind sie uber naht gewesen und Hensel zu Cronheim hat sie gehauset. Item der pfaff vor derselben purg hielt sie auch, der ist der Bernheimer veter...“[41]. 1397 geriet Hans mit seinen Nachbarn, den Brüdern Heinrich und Hartung von Wiesenthau, in Streit wobei sein vollgefüllter Kornspeicher in Flammen aufging[42]. Heinrich von Wiesenthau scheint zwischen dem 22. März 1399 (zu dieser Zeit wird er in einer Urkunde noch als Knecht Heinrich Wysenthawer zu dem Lochhoff bezeichnet)[43] und November 1403 eine Zeitlang in Cronheim ansässig gewesen zu sein, denn in einem Streit zwischen ihm und dem Nürnberger Burggrafen Friedrich, der das Feste Haus in Cronheim einnahm und ihn dabei gefangen setzte, musste er diesem am 11.11.1403 Urfehde schwören[44]. Dabei bat er flehentlich ihm „daz hawsz kronheim“ wieder zurück zu geben, was auch geschah. Im gleichen Jahr verkaufte Hans von Cronheim zahlreiche Besitzungen[45], vermutlich um den Königshof in Cronheim von Heinrich von Wiesenthau auszulösen und diesen in eine wehrhafte Anlage umzubauen. Auch die benachbarte Burg Laufenbürg verleibte sich Hans von Cronheim ein der sich um 1405 stolz von Cronheim zu Cronheim und Laufenbürg[46] nannte. Wie es scheint war er finanziell gut für seine ambitionierten Ausbaupläne Cronheims vorbereitet. Sein Plan war es eine besser geschützte Wasserburg im angrenzenden Fischteich zu errichten. Der weiche Lehmboden dort war aber für einen massiven Gebäudekomplex nicht geeignet. Auch das Gelände wo sich die Kirche mit seinem massiven Kirchturm befand, der sich bestens für seine Pläne geeignet hätte, stand ihm nichtmehr zur Verfügung. Dies war bereits samt Turm von seinen Vorgängern der Kirche überlassen worden.

Ausgerechnet der Verlust seines Getreidespeichers bot ihm nun eine neue Möglichkeit. Er ließ die Grundmauern der abgebrannten Zehntscheune nicht abreißen, sondern funktionierte sie um. Sie wurden verstärkt[47], der alte Zugang im Westen wurde vermauert[48] und ein Gewölbe eingezogen[49]. Damit waren die Voraussetzungen geschaffen weitere Geschosse darauf aufbauen zu können um daraus einen wehrhafteren Wohnturm zu gestallten. Das Gelände ringsum ließ er aufschütten[50]. Um den neuen Wohnturm errichtete er eine Futtermauer auf dem felsigen Untergrund damit er den bereits vorhandenen Fischweiher im Südwesten auch um seinen Wohnturm ziehen zu konnte und zu verhindern, dass das aufgeschüttete Erdreich in den Graben nachrutscht. Der Graben der um den Königshof und die neue Zehntscheune verlief wurde ebenfalls geflutet womit künstliche Inseln entstanden.[51] Die Futtermauer des Schlosses verband er mit den Außenmauern der neuen Zehntscheune, dem Allodium und dem Amtsknechthaus um somit eine geschlossene Einheit zu bilden. Ob der Zugang der so neu entstandenen nordöstlichen Vorburg zunächst durch den bereits zuvor bewehrten Innenhof des Allodiums führte und das zweite mit einer Zugbrücke gesicherte Tor etwas weiter Südlich[52] später dazu kam, lässt sich heute nichtmehr bestimmen. Um zu verhindern, dass der Kirchturm im Süden als Angriffsbastion gegen die Wasserburg genutzt werden konnte, war er gezwungen auch dort eine Ringmauer um die Kirche zu bauen. Diese dadurch entstandene Wehrkirche, deren Außenmauern sich, wenn auch in der Höhe gekürzt, bis heute erhalten haben, war durch ein Außentor zugänglich ohne die nordöstliche Vorburg betreten zu müssen. Um den Zugang in die Wehrkirche auch vom Schloss her zu ermöglichen baute man auch dort ein zusätzliches Tor. Damit war nicht nur die neue Wasserburg, sondern auch die Wirtschaftsgebäude und die Kirche vor feindlichen Angriffen geschützt. Vielleicht hatte sich Hans von Cronheim von den Eybs inspirieren lassen die nur kurze Zeit davor in Sommersdorf ein ähnliches Konzept verwirklicht hatten[53]. Der in die Jahre gekommene alte Palas wurde nun nicht länger benötigt. Einen Teil davon nutzte er als Wirtschaftshof, den anderen Teil vermietete er der Kirche die nun darin ihr Pfarrhaus einrichtete. Der Kirche verkaufen wollte er das Gebäude aus einem guten Grunde nicht. Denn daran waren die herrschaftlichen Rechte des Rittergutes geknüpft.

 

Begründung meiner Theorie:

Wie die Grabungsergebnisse von Burger und Häffner darlegen, gab es um 1400 tatsächlich einen heftigen Brand an der Stelle wo die ältesten Gebäudeteile des Schlosses Cronheim stehen. In der zur Begründung der Zerstörung des Schlosses durch den Nürnberger Burggrafen herangezogene Urfehde vom November 1403 ist aber keinesfalls von einer Zerstörung oder einem Brand der Wasserburg die Rede. Vielmehr ist darin stets von einem (festen) Haus die Rede welches nach Beilegung des Konflikts dem gegenwärtigen Besitzer, Heinrich von Wiesenthau, auf Bitten und Fürsprache von Freunden dann auch wieder zurückgegeben wurde. Wörtlich heißt es darin: „…mein gnediger herre Kronheim daz hawsz angwonen und mich gefangen hat, und mir darnach daz hawsz kronheim, durch meiner frunde und meiner fleisziger bete willen, widergeben und mich ledig gesagt hat…[54]“. „Angewonnen“ ist gleichbedeutend mit abgewonnen, abgenommen. Im Duden steht dazu: „von jemandem im Spiel oder [Wett]kampf als Gewinner, Sieger erlangen.“ Dies als Zerstörung der Burg zu deuten ist meines Erachtens zu weit gegriffen[55]. Wesentlich logischer für die, bei den Grabungen 1999 gefundenen Brandspuren aus der Zeit um 1400 erscheint, dass dort der alte, mit Korn gefüllte Getreidespeicher stand der nachweislich 1397 niederbrannte[56]. Rossmeissl und Gillmeister-Geisenhof interpretieren dies fälschlich als Brand des Schlosses um 1403, der urkundlich nicht nachweisbar ist.

 

Es ist nachvollziehbar, dass Häffner bei seiner Analyse eine völlig andere Bebauung des Schlossgeländes vermutet[57]. Dass es sich jedoch dabei um eine Motte an dieser Stelle gehandelt haben könnte, wie er es vermutet, halte ich für weniger wahrscheinlich. Dagegen sprechen der zugemauerte, ebenerdige „Kellereingang“ der bei den Grabungsarbeiten von Burger 1999 freigelegt wurde[58] sowie die nach Norden gerichteten Fensternischen im Untergeschoss. Um 1400 waren also die Rollen des Wirtschaftshofes und des Schlosses vertauscht! Mit anderen Worten, das Alte Schloss war der befestigte Wirtschaftshof und an der Stelle des heutigen Schlosses waren die Wirtschaftsgebäude. Damit wären auch die spärlichen Grabungsfunde beim Schloss erklärt.

 

Für die Königshoftheorie sprechen auch die eigenständige Befestigung des Wirtschaftshofes die bereits vor dem Ausbau zur Vorburg bestand[59]. Es ist richtig, dass Allodien, auch als Vor- oder Feldwerk bezeichnet[60], den Burgen vorgelagert waren und nicht selten auch bewehrt waren. Es war aber auch häufig der eigentliche Rittersitz selbst. Auch die beschriebenen architektonischen Merkmale treffen durchaus auf einen Palas eines Königshofes zu. Dazu kommen die umliegenden Gebäude. Der Kirchturm war wohl ursprünglich nicht als Kirchturm geplant, sondern als Wachturm. Das erklärt auch das späte Auftauchen einer Kirche in Cronheim. Sie fehlt auf den Weiheregistern Eichstätts aus dieser Zeit und wird indirekt erst 1325  erwähnt, als der Cronheimer Pfarrer „Conrado plebano de Creygenheim“ gemeinsam mit Conrad von Lentersheim einen Weinberg von Iring und Jutta Heilmann in Randersacker erwerben[61]. Nicht von der Hand zu weisen ist die strategisch extrem ungünstige Positionierung eines schweren und massiven Kirchturms im Abstand von lediglich 15 Metern zum Wohnturm der Wasserburg. Ein Angreifer hätte lediglich den offenstehenden Kirchturm besetzen müssen um von dort aus, bestens geschützt, die nebenstehende Wasserburg nach Belieben kontrollieren zu können. Mit anderen Worten, eine gut ausgebaute Vorburg – die Wehrkirche – war zwingend erforderlich um nebenan einen halbwegs sicheren Wohnturm errichten zu können. Wie von Häffner bereits erforscht, erfolgte der Ausbau zur Wehrkirche erst 1411. Deshalb kann vor diesem Zeitpunkt nebenan kein Wohnturm gestanden haben. Wirtschaftsgebäude die den weiter nordöstlich gelegenen Königshof dienten hingegen schon. Die Gründung einer Kirche erfolgte demnach vor dem Bau der Wasserburg. Das Gelände, und der strategisch wichtige Kirchturm, standen somit den Bauherren der Wasserburg zum Zeitpunkt des Baus nichtmehr zur Verfügung. Ansonsten hätten sie ihre Wasserburg um den bereits vorhandenen „Kirchturm“ gebaut oder diesen besser in ihren Verteidigungskomplex integriert – wie es dann auch 1411 geschah. Um eine wehrhaftere Wasserburg errichten zu können blieb ihnen keine andere Wahl als auf die am Fischteich liegenden alten Wirtschaftsgebäude und den niedergebrannten Getreidestadel zurück zu greifen.

 

 

Ob der wohl etwa 900 Jahre alte Pfarrhof nun tatsächlich ein Königshof war oder lediglich auf ein wehrhaftes mittelalterliches Allodium / Vorwerk zurück geht ist sekundär. Erfreulich ist, dass es sich in großen Teilen bis heute erhalten hat und nun hoffentlich, auch offiziell, aus seinem Schneewittchenschlaf erweckt wird.

 

 

Analyse:

Eine der frühesten, mir bekannten Abbildungen, welchen den alten Pfarrhof zeigt, stammt aus einer Zeichnung der gesamten Schlossanlage Cronheim die um 1661 (Ried datiert sie um 1670) angefertigt wurde. Diese liefert sehr gute Informationen über das Aussehen der Ursprünglichen Schlossanlage inklusive der beiden Vorburgen. 

 

Das Herrenhaus des Wirtschaftshofs:

Im Allgemeinen gilt das eigenständig in sich bewehrte Gebäude der ehemaligen Vorburg im Osten als der Wirtschaftshof[62] – dem Allodium der Wasserburg Cronheim. Sein Standort richtete sich nach dem damaligen Straßennetz, dass zumindest als einfache Wege weiterbestehend, auf die römischen Militärstraßen zurückging[63], die sich an dieser Stelle kreuzten. Eine Route führte von Nordwest/Südost von Rothenburg ob der Tauber über Herrieden, Arberg, den Limes bei Cronheim kreuzend nach Süden über Gnotzheim nach Regensburg beziehungsweise über Weißenburg nach Eichstätt und Ingolstadt. Eine weitere Route von Nordosten nach Südwesten führte von Nürnberg über Schwabach, Cronheim, Oettingen, Nördlingen nach Ulm beziehungsweise den Rangau umgehend nach Göppingen.

 

Das Gebäude verfügte über einen eigenständig bewehrten Innenhof und wurde nach Rossmeissl angeblich in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts in die östliche Vorburg integriert. Um die Vorburg verlief ein Wassergraben.[64] Das Herrenhaus, später als Pfarrhof bezeichnet, war ursprünglich ein Satteldachbau im Stil der Romanik, der sich traufseitig nahezu über die gesamte Länge parallel zur Hauptstraße bis zum heutigen Tor des Kindergartens hinzog. Dieses Tor war vermutlich mit einer eigenen Zugbrücke bewehrt[65]. Das Gebäude wurde wahrscheinlich bereits vor 1138 in Massivbauweise als ein Festes Haus errichtet. Auf dem Schlossareal befanden sich weitere Gebäude darunter ein Kornspeicher. Dieser brannte bei einem Konflikt mit den benachbarten Herren von Wiesenthau im Jahr 1397 nieder[66]. Der herrschaftliche Charakter des beheizten Allodiums, auch als Kemenate bezeichnet, zeigt sich neben den beiden massiven Vollgeschossen auch am großen Kamin, der zentral im Südteil des Hauses lag. Ein sehr ähnliches Beispiel dieser Gebäudeart ist das Romanische Haus in Bad Kösen welches auch in den Abmessungen dem ehemaligen Pfarrhof in Cronheim sehr nahe kommt (Romanisches Haus Bad Kösen: 31 m lang und 11 m breit. Ursprüngliches Hauptgebäude Allodium Cronheim 29 m lang und 12 m breit).

 

Richten wir zunächst den Blick auf das Wohnhaus des Allodiums. Die Abbildung 3 zeigt ein langgestrecktes Gebäude mit einem Satteldachgiebel Richtung Süden (links) und einem Satteldachgiebel Richtung Norden (rechts). Die großen Öffnungen im Südgiebel (links) erwecken den Eindruck mittig unterteilte Fenster zu sein. Die Öffnungen im Nordgiebel sind weniger deutlich, es könnten daher sowohl Fenster als auch Ladeluken sein. Anhand dieser Öffnungen in den Giebeln lassen sich fünf, eventuell auch sechs Fenster- / Ladelukenreihen zählen. Die Luken deuten darauf hin, dass die oberen Geschosse eventuell zur Einlagerung von Heu, Getreide etc. genutzt wurden. Geht man davon aus, dass das oberste Fenster in den Giebeln lediglich ein kleines Lüftungsfenster war, darf man annehmen, dass es im Gebäude wohl vier oder Fünf voneinander getrennte Geschosse oder Zwischendecken gab. Ein gewaltiger Kamin definiert die Lage des Herrenhausteils. 

 

Der beheizte Herrenhausteil, die Kemenate, war gegen Süden gerichtet und nahm etwa zwei Drittel des Gebäudes ein. Das übrige Drittel (rechts gegen Norden) war, wie es scheint, unbeheizt und diente entweder als Wirtschaftsteil (wenn man von einem Wohnstallhaus ausgeht), könnte aber auch der Wohnteil eines Verwalters gewesen sein. Beide Abschnitte waren durch eine massive Mauer im Erdgeschoss getrennt. Eine weitere massive Mauer teilte den Nordteil wiederum in zwei Hälften. Die Einteilung Wohnteil 2/3 – 1/6 – 1/6 ist für eine Nutzung als Wirtschafts- / Wohnstallhaus überaus eigenartig und auch unzweckmäßig. Für gewöhnlich würde man bei einer wirtschaftlichen Nutzung als Wohn-Stallhaus die Einteilung im umgekehrten Verhältnis sehen.

 

Weiter lässt die Zeichnung zwei ebenerdige Eingänge von Westen (zum Schloss) erkennen. Einen zur Kemenate und einen weiteren in den Wirtschaftsteil (zwischen den beiden massiven Trennwänden). Weiter ist auf der Zeichnung zu sehen, dass sich an der Nordseite des Gebäudes ein separater, durch eine Ringmauer und einem Tor mit Fallgitter befestigter Innenhof befand (später Pfarrgarten). Schon diese erste Betrachtung liefert uns eine Reihe wertvoller Informationen über das Gebäude. 

 

Die Anordnung der Fenster des Allodiums:

An der Ostfassade (zur Hauptstraße) ist eine einheitlich hohe Fensterreihe eingezeichnet die sich vom Wohn- über den gesamten Wirtschaftsteil hinzieht. Zu sehen ist auch eine Fensterreihe im Nordgiebel. Versucht man nun dort eine Zwischendecke einzuzeichnen stellt man fest, dass die Fenster der Ostfassade direkt auf Brüstungshöhe der Fenster im Nordgiebel verliefen. Waren diese beiden eingezeichneten Öffnungen dort in der Tat Fenster und keine Ladeluken war das natürlich nicht sinnvoll. Eine der beiden Fensterreihen müsste demnach höher oder tiefer gelegen haben. Die Fensterreihe im Norden erweckt auch den Eindruck als gab es im Wirtschaftsteil zwei Vollgeschosse. Zumindest deutet das eine dort eingezeichnete Linie an. Ob sich dort auch ein Tor oder eine Türe befand ist nicht deutlich zu erkennen (auf der linken Seite scheint ein größeres Fenster oder eine Türe zu sehen zu sein). Geht man davon aus, dass das Hoftor den Durchgang für Pferd und Reiter ermöglichen sollte, müsste die Höhe dort mindestens 2.5 Meter betragen haben. Die Ostmauer (Hauptstraße) stellt der Zeichner fast doppelt so hoch dar wie das Tor. Demnach müsste diese Ostmauer etwa 5 Meter hoch gewesen sein. Ziehen wir die Höhe der Balkenlager (die eingezeichneten Kerben in regelmäßigen Abständen, die auf der Zeichnung an der Ostmauer zu erkennen sind, deuten auf Balkenlager hin) und Zwischendecke davon ab, bot es in der Tat genügend Raumhöhe für zwei, Geschosse.

 

Die Anzahl der Geschosse im Allodium:

Eine weitere Frage wirft die Fensterreihe im Herrenhausteils gegen Westen (Richtung Schloss) auf. Auf der Zeichnung sind dort im Südteil klar zwei Fensterreihen zu sehen was darauf hinweist, dass es dort demnach mindestens zwei massive Vollgeschosse gegeben haben muss, die darüber hinaus eine wesentlich höhere Raumhöhe hatten als diejenigen Geschosse im Wirtschaftsteil des Gebäudes (laut Zeichnung doppelt so hoch!). Die Erkenntnisse über die Raumhöhe liefert ein weiteres wichtiges Indiz über die Bedeutung des Hauses. Herrschaftliche Gebäude zeichneten sich unter anderem durch deren Raumhöhe aus das nicht zuletzt die Macht, die Größe und den Reichtum ihres Bewohners demonstrieren sollte. Das liefert ein Indiz dazu, dass die Kemenate von einer höhergestellten Persönlichkeit bewohnt wurde. Ein gewöhnliches Wohnstallhaus eines wohlhabenden Bauers war das auf keinen Fall. Dennoch, das massive Obergeschoss scheint sich lediglich über etwa die Hälfte des Gebäudes hinzuziehen. Danach sieht es so aus, als wären alle anderen Wände um diese Geschosshöhe niedriger.  Dabei gibt es aber einen Haken:

 

Die Dachform und die gezeigten Giebel:

Der Südgiebel ist asymmetrisch dargestellt, der Nordgiebel jedoch nicht. Ein asymmetrischer Giebel ist nötig, wenn eine Traufseite höher liegt (in diesem Fall ein Geschoss mehr) als die andere. Dadurch müsste das Dach gegen Westen (Schloss) in einem flacheren Winkel verlaufen als gegen Osten (Hauptstraße). Um das Gebäude mit einem einheitlichen Dach zu überspannen, müsste nun auch der Nordgiebel asymmetrisch verlaufen, was aber nicht zu erkennen ist. Der Nordgiebel ist auf der Zeichnung symmetrisch dargestellt. Demnach hätte das Dach im Westen zwei unterschiedliche Dachneigungen gehabt (siehe Abb.6). 

 

Die Zehntscheune:

Die Zehntscheune schließt an den befestigten Innenhof des Allodiums an. Zwei Scheunentore sind nach Süden ausgerichtet. Eine Giebelmauer gibt es lediglich gegen Osten. Dort befinden sich auch die einzigen Fenster, die dem Innenhof zugewandt sind. Ferner erscheint dort die Zehntscheune im rechten Winkel zum Allodium zu stehen, wodurch sich ein doch recht kleiner Innenhof ergibt. Ein kurzer Mauerteil an der linken Seite der Giebelmauer der Scheune verläuft nach der Zeichnung Richtung Osten (Hauptstraße). So wollte der Zeichner wohl andeuten, dass dieser Innenhof von allen Seiten her geschlossen war. Auch eine Toröffnung scheint dort erkennbar zu sein. Im Osten der Zehntscheune befand sich ein Satteldach, welches auf einem massiv gemauerten Giebel auflag. Da gegen Westen kein Giebel erkennbar ist, war das Dach dort wohl abgewalmt. Die Erste Fensterreihe liegt etwa auf Höhe des zweiten Geschosses. Demnach wurde das Erdgeschoss ausschließlich zu wirtschaftlichen Zwecken genutzt. Wenn darin auch Wohnraum untergebracht gewesen sein sollte, dann bestenfalls im Obergeschoss. Eine Eingangstüre scheint gänzlich zu fehlen. Es gibt lediglich zwei große Scheunentore, durch die das Gebäude betreten werden konnte. Gemauerte Torbogen sind dort nicht zu erkennen. Demnach waren die Tore wohl durch einfache Torstürze aus Holz überspannt. Auch fehlt ein Zugang der Zehntscheune zum Innenhof des Allodiums. Entweder wurde ein Zugang später zugemauert oder wurde zum Zeitpunkt des Baus der Zehntscheune nicht benötigt. Außer Acht lies der Künstler auch die tatsächliche Lage der Scheune. Diese war in Tat und Wahrheit exakt Nord-Süd / Ost-West ausgerichtet, stand somit also etwa im Winkel von 60° zum Allodium (siehe Abbildung 8). Auch war die Zehntscheune um einiges breiter als die Zeichnung vermuten lässt. Dadurch war auch der Innenhof des Allodiums tatsächlich wesentlich größer.

 

Dadurch, dass der Zehntscheune jeglicher Zugang zum Innenhof des Allodiums fehlt erscheinen Kemenate und Zehntscheune nicht als eine zusammengehörige Einheit, obgleich dies eigentlich der Fall sein müsste, wenn man annimmt, dass dieser Gebäudekomplex der Wirtschaftshof gewesen sein soll. Warum also war die Zehntscheune nicht darin integriert? Dafür gibt es eine Erklärung. Das Allodium und die Zehntscheune wurden nicht zur gleichen Zeit gebaut. Der ursprüngliche Verwendungszweck (bewehrtes Herrenhaus mit Wirtschaftsteil und einen Schutz bietenden Innenhof) musste sich zwischen den Bauphasen der Zehntscheune und jener des Herrenhauses geändert haben. Eine logische Erklärung wäre der Bau einer neuen Burg – der Wasserburg weiter im Westen, welcher den Umzug der herrschaftlichen Bewohner mit sich brachte. Diese Theorie gewinnt daher an Glaubwürdigkeit da die Kemenate nachweislich an die Kirche vermietet worden war[67]. Die Kirche baute demnach kein eigenes Gebäude, sondern richtete ihr Pfarrhaus in der angemieteten alten Kemenate ein.

 

Die Ringmauer:

Dass das Allodium auch von Westen zumindest teilweise durch eine Ringmauer geschützt war zeigt ein Blick auf den Katasterplan von 1825 (Abb. 12). Dort sieht man, dass kurz nach dem ersten Fenster des Pfarrhauses (links) eine etwa viereinhalb Meter lange Mauer Richtung Westen verlief und danach der diagonalen Grundstückslinie Richtung Norden folgte. Zumindest ab dort gab es also eine Ringmauer. Das würde nun auch erklären, warum die westliche Obergeschossmauer des Wirtschaftshofs bis zu diesem Punkt in Massivbauweise ausgeführt war und danach wo die Ringmauer den Schutz übernahm in Fachwerk weitergeführt werden konnte, was den Brand 1632 nicht überlebte. An dieser Stelle befand sich auch das Westtor des Allodiums. Dies wiederum sieht man auf einer Zeichnung, die um 1803 entstand (Abb. 9). Nachdem das eigenständig bewehrte Allodium Anfang des 15. Jahrhunderts in eine Vorburg für das neue Schlosses Cronheim umfunktioniert worden war, wurde der westliche Teil der ursprünglichen Ringmauer des Allodiums nicht weiter benötigt. Der nördlichste Teil der Westmauer wurde beim Bau der neuen Zehntscheune abgebrochen, um deren exakte Ost-Westausrichtung, der Ausrichtung der neuen Wasserburg, zu ermöglichen. Der übrige Teil blieb erhalten und diente teilweise beim Bau der neuen Pfarrscheune 1755 fortan als deren Rückwand. Damit wäre auch die etwas eigenartige Stellung der Pfarrscheune erklärt. Gleiches geschah auch mit Teilen der Ringmauer im Norden. Dort dient sie noch heute als Grundmauer für die Giebelwand des Hauses 181! Nachdem die Westmauer zahlreiche Konflikte, Kriege, Umbaumaßnahmen und Zweckentfremdungen überstand kam ihr Ende beim Bau des Kindergartens im Jahr 1999. Der übrige Teil der Westmauer, darunter wohl auch der gotische Torbogen des Westtores waren bereits Renovierungsarbeiten im Jahr 1982 zum Opfer gefallen.[68]

 

Flurstückeinteilung - Grundstücksgrenzen:

Wenn man sich den Grundstücksverlauf des Pfarrhofs genauer ansieht (Abb. 12) stellt man fest, dass das Grundstück V-Förmig verläuft. Das Pfarrhaus, nebst Backhaus und einer Mauer verlaufen parallel zu den alten Straßen im Süden, Osten und Norden (die alte Straße die über Lellenfeld nach Arberg weiter Richtung Norden nach Ansbach verlief). Im Westen weitet sich das Grundstück des Allodiums auf je weiter es Richtung Norden geht. Gegen Süden verengt es sich. Ich habe nun diese schräg verlaufende Grundstücksgrenze gegen Westen in einem alten Katasterplan von 1825, der mir freundlicherweise von der Bayerischen Vermessungsverwaltung zur Verfügung gestellt wurde, nach Norden und Süden verlängert mit einem verblüffenden Ergebnis. Diese schräg verlaufende Grundstücksgrenze gibt auch im Norden, hinter der ehemaligen Zehntscheune, den Grenzverlauf der Flurstücke 181, 182, 183 und 185 bzw. einem heute dreigeteilten Gebäude welches entlang dieser Linie über die Flurstücke 181 und 182 hinweg verläuft, vor. Nicht nur das. Auch der Verlauf der Grundstücke im Osten, gegenüber der Hauptstraße, scheinen sich an dieser Linie zu orientieren (im alten Plan sind dies die Gebäude 55 (das alte Frühmesshaus), 56, 75 58 etc.). Die Ausrichtung der Grundstücke im Dorfkern folgt also nicht dem Schloss, was man wohl zunächst erwarten würde, sondern der Westmauer des Allodiums. Der Verlauf der Ringmauer des Allodiums folgte also im Norden wie im Osten dem alten Verlauf der Hauptstraße. Die Grundmauern des Schlosses und der Zehntscheune waren hingegen in Nord-Süd / Ost-West ausgerichtet. Die heute nichtmehr vorhandene östliche Giebelmauer der Zehntscheune stieß mit ihrer äußersten Nord-Ost-Ecke auf die Achse der Westmauer des Allodiums und bohrte sich, bedingt durch die unterschiedliche Ausrichtung, gegen Süden in den befestigten Innenhof des Allodiums. Dies liefert ein weiteres Indiz darüber, dass Allodium und Zehntscheune nicht zur gleichen Zeit entstanden sind. Stellt sich die Frage welche Ausrichtung ist die Ältere?

 

Da sich die Ausrichtung der Grundstückseinteilung, auch der umstehenden Gebäude, nach dem Verlauf der westlichen Ringmauer orientieren darf wohl davon ausgegangen werden, dass dies der ursprünglichen Geländeeinteilung entspricht. Wäre das Schloss das erste Gebäude am Ort gewesen, hätte sich wahrscheinlich auch die Ausrichtung der übrigen Grundstücke nach diesem gerichtet, was jedoch nicht der Fall ist. Demnach gab nicht das Schloss, sondern der Wirtschaftshof die Einteilung der Grundstücke vor. Unweit davon befand sich auch der Dorfbrunnen und der Gerichtsplatz und nicht etwa im Innenhof des Schlosses (Abb. 13). Das sich sowohl Dorfbrunnen als auch Gerichtsplatz zwischen Amtsknechthaus und Allodium befanden geht aus einem Schreiben um 1907 hervor; darin steht: „Ausserhalb des Hofes“, gemeint ist dabei der Hof des Pfarrhauses, „befindet sich ein anderer Brunnen [der Dorfbrunnen], im ehemaligen Gerichtshof.“[69]

Nun bleibt eine weitere Frage zu klären. Wenn im Westen des Wirtschaftshof der parallel verlaufende Grenzverlauf berücksichtigt wurde, warum geschah dies nicht auch im Osten? Diese Frage war nicht leicht zu beantworten doch habe ich auch dafür eine mögliche Erklärung. Ich vermute, dass damit die menschliche Optik beeinflusst werden sollte um das Gebäude wesentlich größer und länger wirken zu lassen als die übrigen Gebäude. Solche optischen Spiele kamen auch später, in der Barockzeit, wieder in Mode. Um Häuser höher und mächtiger wirken zu lassen als sie tatsächlich waren kippte man die Giebelmauer leicht nach hinten. Dieses Prinzip vermute ich auch beim Wirtschaftshof. Da sich die gegenüberliegenden Gebäude an den Grundstücksverlauf orientierten, der Wirtschaftshof aber nicht, zusammen mit einer Krümmung der Hauptstraße (Abb. 14) entsteht der Eindruck als wäre dieser um etliches länger und mächtiger als die umstehenden Gebäude. Von Süden kommend fällt der Blick auf die gesamte Breite der Südfassade und lässt dadurch, dass es gegen Osten dem Straßenverlauf folgt das Gebäude enorm lang wirken. Die gegenüberliegenden Fassaden der Gebäude im Osten können werden hingegen von der Ferne kaum wahrgenommen.

 

Wenn die beschriebene Linie im Westen tatsächlich den alten Grenzverlauf zwischen Allodium und Schlosshof wiedergibt, müsste sich diese auch auf der anderen Seite zwischen Schloss und Schlosshof in irgendeiner Form wiederfinden. Um das heraus zu finden habe ich mir den Verlauf des Wassergrabens und der damit einhergehenden Futtermauer des Schlosses Richtung Osten genauer angesehen. Dabei fällt auf, dass die Futtermauer im Osten, nicht wie man erwarten würde parallel zur Fassade des Schlosses verläuft, wie dies im Süden zur Kirche hin der Fall ist. Im Osten verläuft die Futtermauer zunächst schräg Richtung Osten und knickt danach im stumpfen Winkel Richtung Westen ab, wo diese dann auf die wiederum parallel verlaufende Futtermauer im Norden trifft. Somit bildet die Futtermauer im Osten ein Dreieck mit der Ostfassade. Eigenartigerweise lag die Spitze des Dreiecks ursprünglich nicht auf Höhe des Eingangs wodurch sich, bedingt durch einen breiteren Wassergraben, an dieser Stelle die Schutzfunktion für den Eingang hätte erhöhen lassen können, sondern weiter südlich. Den größten Abstand zwischen dem Ostflügel und der Futtermauer erreichte diese ursprünglich etwa auf Höhe der Innenmauer des Nordflügels. Ein wehrtechnischer Aspekt ist darin nicht zu erkennen. Nun hilft ein Blick auf die Ergebnisse der archäologischen Grabungen von 1999, die bei der Renovierung des Schlosses durchgeführt wurden. Was sich heute als die Innenmauer des Nordflügels darstellt, war im 14. Jahrhundert die Außenmauer des Schlosses gegen Norden! Damit bekommt die Betrachtung des Futtermauerverlaufs eine ganz neue Perspektive. Mit dieser gewonnenen Erkenntnis darf nun angenommen werden, dass dieser erste Teil der Futtermauer (bevor diese nach Westen abknickt) so angelegt war, um zunächst die gesamte Ostfassade des Schlossgebäudes abzusichern.

 

Nun habe ich diesen Schenkel des Dreiecks nach Norden und Süden verlängert und wieder ergab sich etwas Erstaunliches. Der Verlauf der östlichen Futtermauer korrespondiert nicht nur mit dem Verlauf der östlichen Ringmauer der Wehrkirche St. Maria Magdalena, nein die verlängerte Linie läuft auch exakt auf die Nord-West-Ecke der Zehntscheune. Damit nicht genug. Diese Linie verläuft auch exakt parallel zur Ringmauer des Allodiums (Abb. 12). Wann entstand die Futtermauer des Schlosses?

Es ist beschrieben, dass das Cronheimer Schloss immer eine Wasserburg war. Um zu verhindern, dass das Wasser die Böschung des Grabens abwäscht und nachrutschende Erdmassen den Graben wieder verfüllt, war man an Stellen wo weder massiver Fels noch ein ausreichend breiter Uferstreifen zur Verfügung stand, dazu genötigt die Uferböschung mit einer Steinmauer zu sichern. Das dies so auch beim Schloss in Cronheim gemacht wurde ist in der Zeichnung von 1661 gut zu erkennen. Wenn das Ufer des Weihers früher nicht wesentlich weiter nach Osten verlief muss man davon ausgehen, dass der Bau der Futtermauer zeitgleich mit dem Bau der ersten Wasserburg erfolgte. Man folgte demnach auch hier der Ausrichtung der alten Grundstücksgrenzen.

Ich wage die Behauptung, dass es sich bei der vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege als Futtermauer aus dem 16. Jahrhundert beschriebene Mauer in Wahrheit um eine Ringmauer handelt und diese zeitgleich mit dem Bau der Wasserburg erfolgte. Das diese Mauer durchaus eine Wehrfunktion hatte, lässt sich mit dem Südtor zur Wehrkirche erklären, welches um 1411 entstand. Dieses Tor macht nur Sinn, wenn die Mauer die daran anschloss mindestens gleich hoch war (wie dargestellt). Weiter muss angenommen werden, dass dieses Tor zusammen mit der Mauer zur Kirche spätestens beim Bau der östliche Vorburg errichtet wurde. Ansonsten wäre die Vorburg an dieser Stelle ungeschützt offen gestanden. Lediglich ein Tor und ein anschließender Wassergraben wäre zu riskant gewesen. Denn wäre es zu einem Angriff gekommen, hätte der Angreifer lediglich das Wasser des künstlich aufgestauten Weihers abgraben müssen, wodurch seine Truppen vorbei an der Vorburg freien Zugang zum Haupttor des Schlosses gehabt hätten. Auch der Südturm (Hungerturm) hätte daran nicht viel geändert. Diese "innere Ringmauer" muss also beim Ausbau der östlichen Vorburg um 1411 errichtet worden sein. Egal ob nun Futtermauer oder Ringmauer, in beiden Fällen hätte der Erbauer wohl diese am wahrscheinlichsten an seiner Grundstücksgrenze errichtet. Die Achsverlängerung dieser Linie als östliche Ringmauer der Wehrkirche ist so nur konsequent. Ergo - diese beiden aufgezeigten diagonal verlaufenden Grenzlinien waren die alten Grenzverläufe die es bereits vor dem Bau des Schlosses und somit auch vor dem Bau der östlichen Vorburg gab.

 

Einer Auseinandersetzung der Herren von Cronheim mit den benachbarten Herren von Wiesenthau, die ihren Sitz im „Lochhof“ (heute Eyburg) hatten, verdanken wir eine genaue Datierung eines baugeschtlichen Vorfalls. 1397 beanspruchten plötzlich die Gebrüder Wiesenthau das Rittergut Cronheim. Was die Hintergründe dafür waren wird zwar nicht verraten doch wissen wir, dass dabei die Zehntscheune in Cronheim niedergebrannt wurde[70]. Somit wissen wir, dass der Bau der Zehntscheune danach erfolgt sein muss. Burger und Rossmeissl datieren den Bau der Zehntscheune in die zweite Hälfte des 14. Jahrhunderts. Sie gehen davon aus, dass die abgebrannte Zehntscheune an gleicher Stelle wieder aufgebaut wurde. Meines Erachtens wurde die Zehntscheune nach dem Brand jedoch an anderer Stelle wieder aufgebaut, nämlich im Norden der Anlage.

 

Was steht heute noch vom mittelalterlichen Königshof?

Ohne Grabungen lässt sich diese Frage nur schwer beantworten und kann deshalb nur theoretisch beantwortet werden. Wie eingangs erwähnt beschreibt Ried, dass beim Bau des neuen Pfarrhauses 1749 dieses auf die teilweise vorhandenen Erdgeschossmauern des Vorgängerbaus aufgesetzt wurde. Neuere Fundamentpläne bestätigen diese Aussage. Die Mauerstärke des Allodiums betrug 92 cm die sich an der Ost-, Süd- und Westseite wiederfinden. Die Mauerstärke der Grundmauern im Norden betragen lediglich 65 cm. Somit war dies die Mauer die von Grund auf neu errichtet werden musste. Dies bestätigt auch eine Bauuntersuchung von 2018 Dabei konnte die Stoßfuge der Nord- an die Westmauer nachgewiesen werden (Abb. 19). Geländeaufschüttungen dürften heute einen Großteil der mittelalterlichen Mauern verdecken. Nur innerhalb der letzten 70 Jahre wurden an der Ostseite etwa 60 cm aufgeschüttet. Dies lässt sich am deutlichsten an der 1864 errichteten[71] Freitreppe am Hauseingang erkennen (Abb. 17) wo heute ebenerdig nur noch die oberste Stufe im Pflaster eingefasst erkennbar ist (Abb. 18). Der Keller liegt etwa ein Meter unterhalb des heutigen Geländeniveaus. Auch der Keller wurde Aufgeschüttet wie sich unschwer an einer ebenfalls ebenerdigen Treppenstufe erkennen lässt (Abb. 20). Man darf deshalb davon ausgehen, dass drei der vier Erdgeschossmauern des Pfarrhofs vom Vorgängergebäude stammen. Die Ostmauer des Vorgängerbaus hat sich auf vollständiger Länge erhalten. Sie dient heute als Erdgeschossmauer des Pfarrhofs, Sichtschutzmauer zwischen Pfarrhaus und Backhaus und Erdgeschossmauer des Backhauses. Auch die Südmauer hat sich in gekürzter Form bis heute erhalten. Die Westmauer hingegen wurde beim Umbau 1748/49 auf die heutige Fassadenlänge des Pfarrhauses gekürzt. Von der Ehemaligen Nordmauer hat sich nichts erhalten.

Der ehemalige Innenhof des Königshofs ist bis auf die Westmauer ebenfalls vollständig erhalten. Der Rundbogen über dem Osttor wurde jedoch abgetragen. Auf den Nordteil der Ringmauer wurde die Giebelwand eines neueren Gebäudes aufgesetzt. Da diese jedoch leicht zurückversetzt aufgesetzt worden ist, kann man auch heute noch sehr gut die darunterliegende Ringmauer erkennen (Abb. 11). Die verbliebenen Mauerreste der westlichen Ringmauer wurden 1999 beim Abbruch der 1755 errichteten Pfarrscheune aus Unachtsamkeit mit abgerissen, nachdem bereits 1982 das gotische Westtor entfernt worden war (beides noch zu sehen auf Abb. 10). Trotz der zahlreichen Eingriffe in die Bausubstanz konnten sich noch wesentliche Teile des wohl in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts errichteten Königshofes erhalten. Dieses Glück teilt es nicht mit der um 1400 errichteten Zehntscheune. Von dieser steht heute nur noch die Nordmauer. 1907 wurden das Mauerwerk auf etwa 2.5 Meter Höhe gekürzt und die Ostfassade ganz abgebrochen. 2019 Folgte schließlich der vollständige Abriss der Grundmauern wobei auch das Fundament mit ausgebaggert wurde.

 

 

 

Literatur:

  • Dr. Theol. Karl Ried: Cronheim ein ehemaliger Adelssitz nach den Quellen bearbeitet, Selbstverlag des Verfassers, Eichstätt 1935
  • Württembergisches Urkundenbuch, Band IV
  • Rudolf Freiherrn von Stillfried und Trautgott Maercker: Monumenta Zollerana, Urkunden-Buch zur Geschichte des Hauses Hohenzollern, Band VI. Urkunden der fränkischen Linie 1398-1411
  • Hans Heinrich Häffner: Schloß Cronheim bei Gunzenhausen in Mittelfranken. In: Burgen und frühe Schlösser in Thüringen und seinen Nachbarländern. Herausgeber Wartburg-Gesellschaft zur Erforschung von Burgen und Schlössern, Band 5, 1999
  • Franz Xaver Buchner: Das Bistum Eichstätt, historisch-statistische Beschreibung, auf Grund der Literatur, der Registratur des Bischöflichen Ordinariats Eichstätt sowie der pfarramtlichen Berichte, Bd.: 1, Eichstätt, (1937)
  • Quellen und Erörterungen zur Bayerischen Geschichte, Band 1, München 1856
  • Historische Nachricht von dem Ursprunge und Wachsthum des Heil. Röm. Reichsfreier Stadt Nürnberg. Frankfurt und Leipzig, 1752
  • Dionys Albrecht: History von Hohenberg oder St Odilien Berg, Strassburg 1751
  • Prof. Mich. Lefflad: Regesten der Bischöfe von Eichstätt, Eichstätt 1871
  • Historologia Oettingana, Wallerstein, Band 4, 1774
  • Karl Ferdinand Jungens: Miscella-Neorum, Tom. I., Frankfurt und Leipzig 1739,
  • Denkmalliste des Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, Regierungsbezirk Mittelfranken, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, Stadt Gunzenhausen.
  • Siglinde Buchner: Geschichte des Cronheimischen Schlosses und seiner Besitzer von 1140 bis 1825
  • Urkunden und Regesten des Klosters und Stiftes St. Gumbert in Ansbach 786-1400 (Veröffentlichungen der Gesellschaft für fränkische Geschichte. Reihe 3, fränkische Urkundenbücher und Regestenwerke)
  • Karl Heinrich von Lang: Historisches Netz des Rezatkreises: das ist: die Stadtgebäude, Land- und Herrschaftsgerichte des Rezatkreises. 1834.
  • Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines deutsches Adels-Lexicon, im Vereine mit mehreren Historikern, Bd. 1, Leipzig 1859
  • WOLFRAM ZIEGLER: Studien zur staufischen Opposition unter Lothar III. (1125-1137),

 

 

[1] Vgl. Ried, s. 368

[2] WUB, IV., Nr. N52, s. 350-351

[3] Denkmalliste Reg. Mittelfr., – eine Jahreszahl ist dort nicht angegeben.

[4] Vgl. Rossmeissl / Gillmeister-Geisenhof, s. 25

[5] Vgl. Ried, s. 351 ref.: Sammelblatt 56/7 (1931/32) 107

[6] Vgl. Burger in, Rossmeissl / Gillmeister-Geisenhof, s. 30 – Häffner erwähnt lediglich Bauten die vor 1574 entstanden sind und eine gotische Tonscherbe aus dem 14. Jahrhundert

[7] StAN Kaiserl. Landgericht Rep. 201, fol. 310 in Rossmeissl / Gillmeister-Geisenhof,

[8] Vgl. Rossmeissl / Gillmeister-Geisenhof, s. 32

[9] Mon. Zoll. VI. no. 225

[10] StAN Ritterorden, Urkunden 3099 und 3100

[11] Vgl. Häffner, s. 220 so auch offizielle Denkmalliste ( D-5-77-136-148), Rossmeissl s. 38 und S. Buchner s. 16 geben jeweils das Jahr 1477 an

[12] Vgl. Ried, s. 366

[13] Vgl. Häffner, s. 219

[14] Vgl. Häffner, s. 227

[15] Vgl. Ried, s. 366

[16] Vgl. Ried, s. 33 auf Bezug eines Berichts des Vogts Grünweilers

[17] Vgl. Ried, s. 34 Im Bericht steht zwar dass, das Schloss und der Pfarrhof vom Brand verschont blieben doch das Pfarrer zog bereits 1560 ins gegenüberliegende Frühmesshaus  ehem. Flst. Nr. 41 und wurde somit als Pfarrhaus angesehen.

[18] Vgl. Buchner, Bd. 1, s. 136

[19] Vgl. Ried, s. 366

[20] Vgl. Häffner, s 220 in Bezug auf StAN - Eichstätter Archivalien 3195, fol. 198-199 (1732 IV 2)

[21] Vgl. Ried, s. 368

[22] Vgl. Ried, S. 370

[23] Denkmalliste, Reg.Mittelfr. D-5-77-136-148

[24] Vgl. Buchner, Bd. 1, S. 138.

[25] Ziegler, s. 97

[26] Markus Schäfer: Cronheim - ein Etappenziel der Staufer?, 2019

[27] Bayer. Gesch., Bd. 1, S. 287

[28] Albrecht, Hist. v. Hohenberg oder St Odilien Berg, S. 318

[29] Popp, Cod. Monac. s. 421. Lang, Reg. boic. II, 39. bei Lefflad s.  46

[30] S. Buchner, s. 5

[31] WUB, Bd. VI., Nr. 1708, S. 110-111

[32] Hist. Oett., Bd. 4, 1774, S. 339

[33] Lefflad, S. 33

[34] Jungens: Misc.-Neor., Bd. I., S. 10

[35] Staatsarchiv Würzburg, Kloster Ebrach, Urkunden 1335 August 9BU 2194

[36] Lang, s. 27

[37] Vgl. Rossmeissl / Gillmeister-Geisenhof, s. 28

[38] Lang, s. 31

[39] StAN Ritterorden, Urkunden 2010

[40] Hist. u. Wachst. D. Heil. Röm. Reichsfreier Stadt Nürnberg. S. 173

[41] Vgl. Rossmeissl / Gillmeister-Geisenhof, s. 29. in Bezug auf Quellen und Forschungen zur Geschichte der Stadt Nürnberg. 2. Bd. Rechtsquellen der Reichsstädte. Lieferung 1/2 (Nürnberg 1960) Nr. 1024.

[42] StAN Kaiserl. Landgericht Rep. 201, fol. 310 in Rossmeissl / Gillmeister-Geisenhof

[43] StAN Ritterorden, Urkunden 1451

[44] Monumenta Zollerana VI. no. 225, s. 215

[45] StAN Ritterorden, Urkunden 3099 und 3100

[46] Kneschke, s. 366

[47] Vgl. Häffner, s. 222

[48] Archäologischer Grabung Daniel Burger – Rossmeissl / Gillmeister-Geisenhof s.33

[49] Vgl. Häffner, s 222

[50] Vgl. Häffner, s. 219

[51] Vgl. Häffner, s. 219

[52] Vgl. Häffner, s. 220

[53] Vgl. Häffner, s. 220

[54] Mon. Zoll., VI. no. 225, s. 215

[55] Vgl. Versöhnung mit Carl Marschall und dem Burggrafen Friedrich vom 8. November 1399. Darin steht „…vnser haws Marsfelt  (Schloss Marisfeld) Angewunen vnd zubrochen hat…“ in Mon. Zoll., Bd. 6, LXVIII.

[56] StAN Kaiserl. Landgericht Rep. 201, fol. 210

[57] Vg. Häffner, s. 219

[58] Abbildung davon bei Rossmeissl / Gillemeister-Geisenhof, s. 33

[59] Rossmeissl Gillmeister-Geisenhof, s. 30

[60] https://de.wikipedia.org/wiki/Vorwerk_(Befestigung)

[61] Urkunden und Regesten St. Gumbert in Ansbach, Nr. 155, S. 157

[62] Vgl. Häffner, S. 220 – Auch Rossmeissl u. Gillmeister schließen sich dem an.

[63] Siglinde Buchner S. 4, sowie Rossmeissl/Gillmeister

[64] Vgl. Häffner, S. 219

[65] Rossmeissl / Gillmeister-Geisenhof

[66] StAN Kaiserl. Landgericht Rep. 201, fol. 310 in Rossmeissl / Gillmeister-Geisenhof

[67] Ried, S. 366.

[68] Kostenvoranschlag des Landbauamts Ansbach vom 28. Juni 1982 Anlage Vorbemerkungen Punkt 6: „Abbrechen der Einfriedungsmauer an der Nord-Westecke des Pfarrhauses und Anbringen eines Holzlattenzauns mit Gartentor zwischen Scheune und Pfarrhaus“

[69] Ried, S. 371

[70] StAN Kaiserl. Landgericht Rep. 201, fol. 310

[71] Ried, S. 369

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© M. Schäfer